Einen Überblick über das aktuellste Theaterrepertoire bietet 'Nightrace' im Theater Neumarkt, die kinderfreundliche 'Hänsel und Gretel' am Theater St. Gallen und Roger Vontobels 'Revisor', ein Kommentar über moderne Korruption und gesellschaftliches Verhalten.
Im Format «Bühnenradar» tragen wir die Bühnenhighlights für Sie zusammen – zuverlässig, jeden Monat. Wer wissen will, wo das beste Musical läuft, das Kleinod aus der Kleinkunst zu finden ist oder der nächste Theater - und Oper nknüller wartet, ist hier richtig.
Der Schnee ist weg, die «Kaltsportarten» sind Mediensportarten geworden. Dieses dystopisch-schrille Szenario simuliert ein spielwütiges Team um Fynn Malte Schmidt, derweil im Fernsehstudio das Publikum Zeuge eines absurden Abgesangs ist auf den modernen Sinnspruch Höher-Schneller-Weiter. Abgefahren ist das – und doch auch menschlich dank dem gescheiterten post-alpinen Skistar Mickey aus der Post-Schnee-Ära. Er ist das personifizierte Elend des ganzen Desasters.
Philippe Quesne liefert einen äusserst kurzweiligen Theaterabend. Dank seiner Fantasie und der Spielfreude des Ensembles bleibt dieses Spektakel lange in Erinnerung.Regisseur Franz Broich präsentiert in Basel «Die Schneekönigin» als reizende Neuinterpretation von Hans Christian Andersens düsterem Märchen.
Derweil überzeugt das Ensemble vollends: Dominic Hartmann als exzentrische Prinzessin, Jan Bluthardt als tollpatschige Krähe, Carina Braunschmidt als überkandidelte Räuberin, Julian Anatol Schneider als Rentier sowie Franziska Amelie Schuster, die das Ganze musikalisch untermalt. Mit ansteckender Spielfreude kreieren sie eine verdrehte, aber charmante Welt, die junge wie erwachsene Zuschauerinnen und Zuschauerinnen begeistert.
Es sind kleine und grosse Details, die aus rund 75 Minuten labyrinthischer Innenschau und perkussiv motivierter, oftmals auch gesanglich verzerrter Partitur von Ronchetti ein lohnenswertes, wenn auch nicht immer angenehmes Erlebnis machen.«Der kleine Lord»: Die Geschichte um den kleinen US-Bürger, der zum englischen Lord wird, ist nicht gerade der frechste Stoff.
Ob streitend und hungernd in der Küche der armen Besenbinder-Eltern, ob tief schlafend im Wald oder einfallsreich die Hexe überlistend: Mit den beiden Sängerinnen Kali Hardwick und Mack Wolz ist das Märchen-Geschwisterpaar schlicht bezaubernd und stimmlich begeisternd besetzt.
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