Basel empfängt den Eurovision Song Contest 2025. Ein symbolischer Schlüssel von Malmö markiert die Stabsübergabe. Die Auslosung der Halbfinals wird live übertragen und die Veranstaltung wird von Studenten der Fachhochschule Graubünden mitproduziert.
Der Eurovision Song Contest ist reich an Traditionen. So übergibt der Austragungsort des Vorjahres der nachfolgenden Stadt jeweils einen symbolischen Schlüssel. Für Basel ist diese Zeremonie eine erste Gelegenheit, sich als Gastgeberstadt zu präsentieren. Das Geschenk der Stadt Malmö an Basel : Regierungspräsident Conradin Cramer (rechts) nimmt den eigens für diesen Anlass gestalteten Mantel entgegen.
Die dicken Linien in knalligen Farben scheinen wie gemacht für diesen Anlass: Das Kunstwerk «Damascus Gate, Variation I» des US-Künstlers Frank Stella ist der heimliche Star dieser ESC-Pressekonferenz, obwohl diese ebenfalls ganz schön knallig daherkommt. Einmal mehr bietet der grösste Musikwettbewerb der Welt Anlass für ein Schaulaufen von Politikerinnen und Kunstschaffenden. Rund 140 Personen finden am Dienstagmittag sich im Untergeschoss des Neubaus des Basler Kunstmuseums ein, unterteilt in geladene Gäste und Medienschaffende. Beim Blick auf die Bühne können die Fotografinnen und die Kameracrews gar nicht umhin, Stellas Kunstwerk von 1970 nicht ebenfalls mit aufzunehmen. Die Veranstaltung – live übertragen und aufgezeichnet – steht im Zeichen der Symbolik. «Wie lange noch bis zur ‹very big show›?», fragt SRF-Moderatorin Jennifer Bosshard ihren Kollegen Jan van Ditzhuijzen auf der Bühne. Das Moderationsteam führt souverän durch den Anlass, interviewt internationale Gäste und kümmert sich gewissenhaft um die Auslosung der beiden ESC-Halbfinals, die am 13. und 15. Mai in Basel stattfinden werden. Die «very big show» wurde live übertragen und aufgezeichnet – ausnahmsweise nicht durch das SRF selbst, sondern von vierzehn Studierenden der Fachhochschule Graubünden. Sie waren verantwortlich für das Konzept, das Bühnendesign, die Einspieler, die Aufzeichnung und Übertragung in über 140 Länder. Eine Besonderheit, die das ESC-Team unter dem Schlagwort «Public Value» verbucht. Die Studierenden werden laut Mitteilung auch bei der offiziellen Eröffnungszeremonie und dem dazugehörigen «Turquoise Carpet» am 11. Mai mitproduzieren. Nachdem das Publikum virtuell per Drohne eine Runde durch und über Basel hat fliegen können – vom Kunstmuseum über den Marktplatz, zum Münster und weiter über den Rhein an den Roche-Türmen vorbei –, steht die eigentliche Übergabezeremonie an. Die ESC-Tradition will es, dass der vorgängige Austragungsort der neuen Stadt einen symbolischen Schlüssel überreicht. Während Liverpool und Turin dies sehr wörtlich nahmen und je einen künstlerisch gestalteten Schlüssel weitergaben, entschied sich Malmö für einen anderen Weg. Ein sehr besonderes Geschenk habe man mitgebracht, sagt die Malmöer Stadtratspräsidentin Carina Nilsson. Kaum hat sie es ausgesprochen, schreitet Karin Karlsson, die Projektleiterin der letztjährigen Austragung in Malmö, auf die Bühne. Gehüllt in einen bodenlangen, luftigen Mantel in Pastellfarben. Das Kleidungsstück hat eine besondere Vorgeschichte: 2024 trug Nemo bei der Eröffnungszeremonie des ESC einen fast identischen Mantel, nur in Königsblau. Entworfen wurde er von der Malmöer Designerin Pampas. Sie war es auch, die die ikonische pinke und flauschige Jacke designt hat, die Nemo vergangenes Jahr auf der ESC-Bühne trug. Als Moderatorin Bosshard fragt, ob Nilsson der Stadt Basel einen guten Rat mit auf den Weg geben wolle, sagt diese: «Als Austragungsort soll man die eigene Persönlichkeit zeigen und Menschenrechte und Demokratie hochhalten.» Der Mantel als symbolischer Schlüssel scheint dies zu unterstreichen: Darauf sind die Begriffe Kreativität und Demokratie zu lesen. Und eine Botschaft: «From Malmö to Basel with Love». Einen feierlichen Handschlag und einen Applaus später ist die Stabsübergabe geglückt. Und damit geht das Moderationsduo schnurstracks zum international viel wichtigeren Schritt im umfassenden ESC-Protokoll über: der Auslosung der Halbfinals. Fünf Töpfe stehen bereit, darin verteilt sind 31 Papierrollen mit den teilnehmenden Ländern drauf. Bevor Jan van Ditzhuijzen aber eine Rolle öffnet, holt er fast theatralisch einen Recycling-Mülleimer hervor, und ein Videoclip wird eingespielt: Darin ist zu sehen, wie eine Moderatorin der letztjährigen Auslosung in Malmö sämtliche Couverts und Karten nach dem Vorlesen einfach zu Boden fallen lässt. Jennifer Bosshard und Jan van Ditzhuijzen schütteln den Kopf: «So läuft das bei uns in der Schweiz sicher nicht!» Während die Schweiz als Gastgeberland sowie die «Big Five» Deutschland, England, Frankreich, Spanien und Italien als grösste Beitragszahler der EBU gesetzt sind, entscheidet die Auslosung über die Zusammensetzung der Vorrunden. Diese finden am 13. und 15. Mai 2025 statt. Das Finale ist am 17. Mai angesetzt. 31 Länder mussten auf die Halbfinale und – noch genauer – auf die jeweils erste oder zweite Hälfte der Show verteilt werden. Unter den wachsamen Augen von EBU-Supervisor Martin Österdahl und Voting-Experte Thomas Niedermayer ziehen Jennifer Bosshard und Jan van Ditzhuijzen die Lose aus fünf Töpfe
Eurovision Song Contest Basel Malmö Stabsübergabe Auslosung Halbfinale Deutschland
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