Auch wer im Ausland zur Welt kommt, erbt das Schweizer Bürgerrecht. Trotzdem verloren es Tausende Nachkommen von ausgewanderten Schweizer:innen. Eine Petition will dies nun ändern.
Der 1. August ist ein wichtiger Tag:"Jedes Jahr feiern wir hier in Argentinien den Schweizer Nationalfeiertag und erinnern uns daran, dass wir Schweizer:innen sind", sagt Dylan Kunz .Das Schweizer Bürgerrecht beruht auf dem Abstammungsprinzip. Auch wer im Ausland zur Welt kommt, erhält es vererbt. Trotzdem verloren Tausende Nachkommen von ausgewanderten Schweizer:innen ihr Bürgerrecht. Eine Petition will dies nun ändern.
«Das war eine riesige Enttäuschung für die ganze Familie. Für meinen Vater war es besonders hart, denn er hatte sein ganzes Leben lang geglaubt, dass er Schweizer sei.» Zu realisieren, dass dem nicht so ist, sei sogar ihm als Sohn ein bisschen peinlich gewesen, erzählt Dylan Kunz.
«Die Schweiz war bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert ein Auswanderungsland», sagt von Rütte. Deshalb gäbe es heute viele Auslandschweizer:innen, die in der fünften, sechsten Generation im Ausland leben. Viele von ihnen hätten aus verschiedenen Gründen die Staatsbürgerschaft der Schweiz verloren. Viele hätten sie jedoch auch behalten und an ihre Familienangehörigen weitergeben können.
Auch er musste sich die Schweizer Staatsbürgerschaft zurückerkämpfen. Seine Mutter verlor es bei der Heirat mit einem argentinischen Staatsangehörigen in den 1940er Jahren.Puibusque aber hatte Glück und profitierte von einer Übergangsbestimmung des Schweizer Bürgerrechts, das ihm und seiner Schwester erlaubte, den Schweizer Pass zurückzuerlangen. Seine drei Kinder und sechs Enkelkinder haben aber keinen Zugang mehr zur Schweizer Staatsbürgerschaft.
Diese Bestimmungen seien unübersichtlich geworden, sodass man sie 2017 konsolidiert und zusammengefasst habe. «Dies auch mit dem Gedanken, dass sich die meisten Fälle, die davon betroffen waren, mit der Zeit erledigt haben sollten.»
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