500 Jahre Graubünden: “Man hat Demokratie benutzt, um Macht über Andere auszuüben”

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Randolph Head, Professor in Kalifornien, erforschte die Demokratiegeschichte der drei Bünde. Ein Interview zum Jubiläum: 500 Jahre Graubünden

Kupferstich"Alpinae seu Foederatae Rhaetiae subditarumque ei Terrarum nova descriptio" , von Fortunat Sprecher von Bernegg und Philipp Clüver. Erste Ausgabe von 1618, Nachdruck in Amsterdam 1633.Der Schweizer Kanton Graubünden feiert dieses Jahr grosses Jubiläum. Seine frühe Demokratiegeschichte erstmals aufgearbeitet hat der Historiker Randolph Head. Im Interview erzählt der Professor in Kalifornien, wie eine Demokratie ohne Gleichheitsgedanken funktionierte.

Die Bündner haben die Vereinheitlichung ihrer Verträge früh geschafft. Die Schweizer warteten bis ins 19. Jahrhundert, als Graubünden Teil der Schweiz geworden ist. Das Bündnis hat dieSWI: Etwas erstaunt war ich schon, als ich in der Recherche bemerkte, dass ein Professor aus Kalifornien die erste moderne Geschichte der Bündner Demokratie geschrieben hat.

In England gab es eine ganze Gattung von Büchern, die gegen angebliche “Demokraten” schimpfte. Zuvorderst die Presbyterianer, die in der Kirche Selbstbestimmung forderten, aber auch die Jesuiten nannte man demokratisch. Der König war theoretisch der Gesetzgeber und der höchste Richter in einem, aus der Logik der Sache, aus der Hierarchie der Ungleichheit. Alle frühneuzeitlichen europäischen Systeme kannten keine Gewaltenteilung. Der König hat durch die Vergabe von Privilegien diese Funktionen aber anderen verliehen. Mit dieser Hierarchie der Ungleichheit wurde in Graubünden damals demokratisch gespielt.

RH: Das sieht man besonders in den sogenannten “Tumulten”. Mit einem “Fähnlilupf”, wo sich bewaffnete Millizen versammelten und dann ein “Strafgericht” einsetzten. Oft wurde in einem Streit zwischen den elitären Fraktionen das breitere Volk eingebracht.

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