59 Prozent der Befragten planen, am 3. März ein Ja in die Urne zu legen. Das sind 12 Prozent weniger als vor fünf Wochen. Es zeichnet sich ein knappes Resultat ab.
Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie59 Prozent der Befragten planen, am 3. März ein Ja in die Urne zu legen.
Das sind 12 Prozent weniger als vor fünf Wochen. Es zeichnet sich ein knappes Resultat ab. Es geht in die Schlussmobilisierung: An der Umfrage zur 13. AHV-Rente fällt auf, dass die Spaltung der Wählerschaft nicht entlang der üblichen politischen Gräben in der Schweiz verläuft.Die 13. AHV-Rente elektrisiert die Politschweiz – weil es zum ersten Mal möglich erscheint, dass es den Gewerkschaften und den linken Parteien gelingt, den Sozialstaat mittels einer Volksinitiative auszubauen. Mitte Januar, bei der ersten Umfragewelle von Tamedia und «20 Minuten», hatten nicht weniger als 71 Prozent der Befragten gesagt, sie würden Ja stimmen.An dieser Stelle findest du einen ergänzenden externen Inhalt. 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So etwa bei der SVP, wo 53 Prozent dafür sind. Dies, obwohl die Partei die Nein-Kampagne anführt und die nationalen Delegierten mit 304 zu 34 Stimmen die Nein-Parole. Dasselbe Bild zeigt sich auch bei der Mitte – klare Nein-Parole der Delegierten, aber bei den Sympathisanten sind laut Umfrage 52 Prozent für die Vorlage. Bei Links-Grün erzielt die Vorlage Zustimmungswerte von über drei Vierteln. Ein Stadt-Land-Graben ist nicht erkennbar. In den Städten ist die Zustimmung zwar leicht höher als auf dem Land , aber die Unterschiede sind gering. «Daran zeigt sich, dass die Bewertung der Initiative nicht nur ins Links-rechts-Schema passt», sagt Politologe Fabio Wasserfallen. Er hat die Befragung zusammen mit seinem Kollegen Lucas Leemann vom Umfrageinstitut Leewas durchgeführt.An dieser Stelle findest du einen ergänzenden externen Inhalt. 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Die junge Bevölkerung ist nur zu einem Drittel für die Rentenerhöhung, die über 65-Jährigen sprechen sich zu 80 Prozent dafür aus.Die Befürworter sehen sich trotz sinkender Zustimmung im Vorteil: «Preise steigen, Renten sinken – die Weiterführung des Lebensstandards ist für viele nicht mehr gesichert», sagt Daniel Lampart, Zentralsekretär beim Gewerkschaftsbund. «Die 13. AHV-Rente ist für die Normalverdienenden jetzt sehr wichtig. Ein Ja ist möglich, wenn diese Leute alle abstimmen.» Auf der anderen Seite sieht das gegnerische Lager eine «deutliche Zunahme» des Nein-Anteils. «Dies zeigt, dass unsere Kampagne wirkt», sagt Josef Marty von Economiesuisse. Die «teure» Initiative – fünf Milliarden Franken pro Jahr – hätte tiefere Löhne und eine höhere Mehrwertsteuer zur Folge. «Das ist unverantwortlich und vor allem ungerecht gegenüber den Jungen und Erwerbstätigen», so Marty. «Immer mehr Personen werden sich dieser Tatsachen bewusst.»Wenig Chancen hat dagegen die Renteninitiative der Jungfreisinnigen, über welche die Bevölkerung ebenfalls am 3. März abstimmt. Diese will das Rentenalter schrittweise erhöhen, um die Finanzierung der AHV zu verbessern. Nur 33 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus. Das sind sogar leicht weniger als bei der ersten Welle – damals waren es 35 Prozent gewesen.An dieser Stelle findest du einen ergänzenden externen Inhalt. 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Der Jurist studierte an der Universität Zürich, 2011–2012 absolvierte er das Volontariat beim «Tages-Anzeiger», von 2013 bis 2019 war er Mitglied des Tamedia-Rechercheteams.
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