Trotz Rekordzahlen bei Fahrgästen und Einnahmen verzeichnet die Berner Oberland-Bahn einen Verlust von 7,3 Millionen Franken aufgrund von Sanierungsarbeiten und Investitionen in neues Rollmaterial.
Die Berner Oberland-Bahnen ( BOB ) verzeichnen trotz eines Rekordjahres beim Verkehrsertrag und der Fahrgastzahlen einen Verlust von 7,3 Millionen Franken für das Jahr 2025. Dieser Verlust ist primär auf umfangreiche und dringende Sanierung sarbeiten sowie Investitionen in neues Rollmaterial zurückzuführen.
Die BOB, die eine wichtige Rolle bei der Erschliessung der Lütschinentäler von Interlaken aus nach Grindelwald und Lauterbrunnen spielt, musste aufgrund von Hangbewegungen bei der Parkhausbrücke in Lauterbrunnen und im Grätlitunnel auf der Strecke der Schynige Platte-Bahn erhebliche Sanierungskosten tragen. Diese unvorhergesehenen Probleme erforderten sofortige Massnahmen, um die Sicherheit und den Betrieb der Bahnstrecken zu gewährleisten. Zusätzlich zu den Sanierungsarbeiten beschloss die BOB, den Ersatz älterer Steuerwagen vorzuziehen und stattdessen fünf neue Triebzüge zu beschaffen.
Diese Entscheidung, obwohl langfristig vorteilhaft, führte zu höheren Abschreibungen und Zinsaufwendungen, die sich negativ auf das Jahresergebnis auswirkten. Insgesamt beliefen sich die Investitionen der BOB im Jahr 2025 auf rund 49,2 Millionen Franken, wobei der Schwerpunkt auf der Modernisierung des Rollmaterials lag. Trotz dieser finanziellen Belastungen konnte die BOB im Jahr 2025 rund 7,2 Millionen Fahrgäste befördern, was einem Anstieg gegenüber den 7,1 Millionen Fahrgästen des Vorjahres entspricht.
Der Verkehrsertrag stieg ebenfalls deutlich an und erreichte mit 30,9 Millionen Franken einen neuen Höchstwert, verglichen mit 29,6 Millionen Franken im Vorjahr. Dieser positive Trend bei den Fahrgastzahlen und dem Verkehrsertrag unterstreicht die Bedeutung der BOB für den Tourismus und die regionale Mobilität im Berner Oberland. Auch die Schynige Platte-Bahn trug zum Erfolg bei und transportierte 112.000 Gäste, was einem Anstieg von 2,3 Prozent entspricht. Der Gesamtbetriebsertrag der BOB stieg auf 53,7 Millionen Franken.
Die Investitionen in die Infrastruktur und das Rollmaterial sind somit nicht nur notwendig, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Betriebs zu gewährleisten, sondern auch, um die steigende Nachfrage nach Bahnverbindungen im Berner Oberland langfristig zu bedienen. Die BOB sieht sich somit gut gerüstet, um auch in Zukunft eine wichtige Rolle im öffentlichen Verkehr der Region zu spielen.
Die strategische Entscheidung, den Ersatz der Steuerwagen vorzuziehen und in neue Triebzüge zu investieren, spiegelt das Engagement der BOB für Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit wider. Moderne Triebzüge sind nicht nur komfortabler und sicherer, sondern auch energieeffizienter und umweltfreundlicher. Dies trägt dazu bei, die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Umweltbelastung zu minimieren. Die BOB ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst und setzt sich aktiv für eine nachhaltige Mobilität ein.
Die Sanierungsarbeiten an der Parkhausbrücke in Lauterbrunnen und im Grätlitunnel sind ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit und Stabilität der Bahnstrecken. Durch die Beseitigung von Gefahrenstellen und die Verstärkung der Infrastruktur wird die Zuverlässigkeit des Betriebs erhöht und das Risiko von Unfällen minimiert. Die BOB investiert kontinuierlich in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Infrastruktur, um den hohen Sicherheitsstandards gerecht zu werden und den Fahrgästen ein sicheres und komfortables Reiseerlebnis zu bieten.
Die positiven Fahrgastzahlen und der steigende Verkehrsertrag zeigen, dass sich die Investitionen der BOB lohnen und dass die Bahn eine attraktive Alternative zum Individualverkehr darstellt
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