Corona-Ausbruch an der Hotelfachschule in Lausanne: 2500 Studierende müssen in Quarantäne.
Können bald auch Apotheken, Praxislabors oder Altersheime Corona-Schnelltests auf Antigenbasis durchführen? «Um die Testmöglichkeiten auszubauen, wäre es angezeigt, weitere Anbieter in die Strategie einzubeziehen», findet FDP-Nationalrätin Isabelle Moret und hat deshalb am Montag in der Fragestunde im Parlament die Regierung gefragt, ob sie diesbezüglich die Gesetze anpasse.
Solche Tests lieferten wegen ihrer einfachen Verwendung und der Schnelligkeit sicherlich neue Perspektiven im Kampf gegen die Pandemie, heisst es in derAus diesem Grund prüfe man, die derzeitigen Rechtsgrundlagen flexibler zu gestalten, um die Verwendung solcher Tests ausserhalb von Labors zu ermöglichen. Zuerst müssten jedoch weitere offene Fragen geklärt werden. Derzeit würden in mehreren Labors Studien durchgeführt, um bereits vorhandene Schnelltests zu evaluieren. Diese müssten etwa ausreichend empfindlich sein, damit die Resultate zuverlässig seien. Daneben arbeite der Bundesrat daran, Situationen zu definieren, in denen solche Schnelltests eingesetzt werden könnten.Das BAG meldet für die Schweiz und Liechtenstein in den letzten 72 Stunden 1095 laborbestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Getestet wurden 27'633 Personen. 27 wurden ins Spital eingeliefert. Das entspricht einer Positivität von 4 Prozent. 5 Personen sind am Virus gestorben.Martin Ackermann, Professor für Mikrobiologie an der ETH Zürich und Leiter der Covid-Task-Force des Bundes, hält weiterhin an der eingeschlagenen Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus fest. «Ja, zu dieser Strategie gibt es zurzeit – das ist meine Sicht – keine Alternative», sagte er gegenüber der «NZZ am Sonntag». Diese Vorgehensweise greife nur punktuell in das Leben der Bevölkerung und in die Wirtschaft ein. «Deshalb ist sie einfacher und billiger und weniger einschneidend als die flächendeckenden Massnahmen, die bei hohen Fallzahlen nötig wären», hiess es weiter. Auch von einer Durchseuchung hält Ackermann wenig. «Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten einer Durchseuchung sind viel zu hoch», erklärte er. Die Strategie der Schweiz zur Bekämpfung von Corona beruhe auf Hygiene- und Abstandsregeln, auf Masken, auf Tests und Verfolgung von Kontaktpersonen sowie auf Isolationen und Quarantänen. Damit könne das Land eine zweite Welle abwenden, gab sich Ackermann zuversichtlich. Beim Wettrennen der reichen Staaten um einen Impfstoff gegen Covid-19 liegt die Schweiz auf dem letzten Platz. Das schreibt die «SonntagsZeitung». Die Schweiz setzt bislang nur auf ein einziges Impfstoffprojekt – jenes des US-Biotechunternehmens Moderna –, von dem sie sich 4,5 Millionen Dosen gesichert hat. Ganz anders sieht es in den Nachbarländern aus. Die Europäische Union hat sich für ihre Mitgliedsländer bereits 300 Millionen Impfstoffdosen gesichert, einzelne EU-Staaten wie Deutschland haben zugleich nationale Vorbestellungen bei verschiedenen Impfstoff-Projekten getroffen. «Die Schweiz wirkt ziemlich passiv, und man hat den Eindruck, die Verantwortlichen möchten zuerst mal schauen, welche Impfstoffe Erfolg haben, bevor sie bestellen, was eine recht riskante Politik ist», kritisiert Thomas Cueni. Der Basler ist Direktor der internationalen Vereinigung der forschenden Pharmaunternehmen mit Sitz in Genf. «Das Abwarten könnte zur Folge haben, dass die Schweiz sich im nächsten Jahr wird gedulden müssen, an einen Corona-Impfstoff zu kommen, denn die Kapazitäten sind beschränkt», warnt Cueni.In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Freitag 488 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Zudem wurden drei neue Todesfälle sowie 15 weiter Hospitalisationen bekannt. Am Donnerstag hatte das BAG noch 530 Fälle registriert, am Mittwoch waren es 514 Fälle, am Dienstag 315, am Montag 257 und am Sonntag 475 Fälle gewesen. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 49'283 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vortag kam es zu 15 weiteren Spital-Einweisungen. Damit mussten seit Anfang der Pandemie 4742 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um drei auf 1765. In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'251'614 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Innerhalb eines Tages wurden dem BAG 13'993 neue Tests gemeldet. Bei 4,6 Prozent aller Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus. Für die letzten sieben Tage betrug die Positivitätsrate 4,0 Prozent. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung steckten am Freitag nach Angaben des BAG 2048 Personen in Isolation und 5598 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 7571 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne. Im Waadtländer Gefängnis Bochuz in Orbe ist ein Insasse am Donnerstag positiv auf das Coronvirus getestet worden. Die Person wurde bereits am Mittwoch beim Auftreten der ersten Symptome isoliert. Derzeit laufen Untersuchungen, um die wahrscheinliche Infektionsquelle zu ermitteln, wie die Strafvollzugsbehörde des Kantons Waadt am Freitag mitteilte. Das gesamte Strafvollzugspersonal und alle Gefängnisinsassen wurden informiert. Sie wurden aufgefordert, besonders wachsam bezüglich der spezifischen Corona-Symptome zu sein. Auf nicht unbedingt notwendige Besuche von externen Akteuren verzichtet die Strafanstalt bis auf weiteres. Visiten von Anwälten und psychiatrischen Experten sind weiterhin gestattet. Die ordentlichen Besuche sind weiter möglich, allerdings trennt eine Plexiglaswand die Personen. Hingegen sind Familien- und Intimbesuche untersagt. Das Hochsicherheitsgefängnis Bochuz befindet sich einem von drei Gebäuden der Strafanstalt der in der Orbe-Ebene mit insgesamt 330 Plätzen.Roche kommt auf der Suche nach einem Corona-Medikament voran. Das bereits zugelassene Mittel Actemra/RoActemra habe in der Phase-III-Studie EMPACTA die angestrebte Wirkung bei Patienten mit coronabedingter Lungenentzündung erreicht. Die Patienten, die Actemra/RoActemra und eine Standardbehandlung erhielten, hatten im Vergleich zu Patienten, die Placebo und die gleiche Behandlung erhielten, eine um 44 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden zu müssen oder zu sterben. Dies gab der Basler Pharmariese am Freitag bekannt.Zudem werde Roche einen Antikörpertest lancieren, mit dem Personen identifiziert werden können, die mit dem Coronavirus angesteckt waren und selbst bereits Antikörper entwickelt haben. Der Test könne eine wichtige Rolle bei der Charakterisierung einer impfstoffinduzierten Immunreaktion spielen, teilte Roche weiter mit. Immerhin ziele die Mehrzahl der derzeitigen Impfstoffkandidaten darauf ab, eine Antikörperreaktion gegen das Spike-Protein auf dem Coronavirus auszulösen. Der Test werde in Ländern eingeführt, welche die CE-Kennzeichnung der EU akzeptieren. Bei der US-Gesundheitsbehörde FDA habe man eine Notfallzulassung beantragt, hiess esDer Kanton Waadt ändert seine Richtlinien im Umgang mit der Quarantäne beim Corona-Virus. Neu muss nur noch in Quarantäne, wer am Corona-Virus erkrankt ist, mit einer erkrankten Person unter dem gleichen Dach lebt oder mit ihr eine Beziehung führt. Das berichtet das Westschweizer FernsehenDie Regelung gilt schon seit einer Woche. Mit allen anderen Personen, die im engen Kontakt mit einem Infizierten oder einer Infizierten standen – das heisst den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern nicht einhalten konnten und länger als 15 Minuten mit der betreffenden Person in Kontakt standen – wird neu individuell entschieden, ob jemand in Quarantäne muss oder nicht. Der Kanton Waadt habe sich demnach zu diesem Schritt entschieden, weil man feststellte, dass vor allem Menschen im gleichen Haushalt angesteckt wurden bisher. Auch die hohen Fallzahlen spielen eine Rolle: Es sei nicht mehr möglich, die Kontakte jedes Infizierten aufzuspüren. Zwar arbeiten 50 Personen sieben Tage die Woche beim Contact Tracing, das seien aber immer noch zu wenig, sagt Kantonsarzt Karim Boubaker dem RTS: «Von Anfang an war es schwierig, Leute für diese Arbeit zu rekrutieren», sagt er. Zudem will der Kanton Waadt seine Unternehmen und damit die Wirtschaft nicht unnötig schwächen. Denn gegenwärtig befinden sich im ganzen Kanton bereits 2000 Personen in Quarantäne. Das beeinträchtige die Wirtschaft. Der Kanton Waadt hat – gerechnet auf die Bevölkerung – derzeit am meisten Corona-Fälle schweizweit zu vermelden.Den Dänen wird von nun an auch von Reisen in die Schweiz, nach Österreich sowie nach Portugal, Ungarn und in die Niederlande abgeraten. Grund dafür sind die in den fünf Ländern gestiegenen Corona-Infektionszahlen, wie das dänische Aussenministerium am Donnerstag mitteilte. Damit empfiehlt es seinen Bürgern mittlerweile, von nicht notwendigen Reisen in eine ganze Reihe von Ländern des Schengenraums abzusehen. Das liegt zum einen an den Fallzahlen des jeweiligen Staates, zum anderen auch an den dortigen Einreisebeschränkungen. Dänemark aktualisiert seine Reiserichtlinien jeden Donnerstag. Von nicht notwendigen Reisen raten die dänischen Behörden ab, wenn es in dem jeweiligen Land mehr als 30 wöchentliche Corona-Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner gegeben hat. Damit die Massnahme rückgängig gemacht wird, muss dieser Wert auf unter 20 fallen. Wenn man aus einem der betroffenen Länder nach Dänemark zurückkehrt, wird man aufgefordert, für 14 Tage zu Hause zu bleiben. Ins Land gelassen wird nur, wer dafür einen triftigen Einreisegrund hat. Dänemark hatte im März zu Beginn der Coronakrise strikte Massnahmen ergriffen und die Ausbreitung des Coronavirus damit vergleichsweise schnell unter Kontrolle bekommen. Seit einiger Zeit mehrt sich die Zahl der Neuinfektionen wieder, zuletzt stiegen die Werte vor allem in der Region um die Hauptstadt Kopenhagen. Das Bundesamt für Gesundheit publiziert die neuen Coronavirus-Ansteckungen künftig nur noch an den Wochentagen.Das gab Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, am Donnerstag bekannt. Die Fallzahlen und die Zahl der Todesfälle stiegen kontinuierlich an, ebenso die Zahl der Spital-Einweisungen, sagte Masserey an einer Medienkonferenz in Bern. Das Niveau der Hospitalisationen bleibe aber auf einem absolut akzeptablen Niveau. Eine Überlastung der Spitäler zu verhindern, bleibe das Hauptziel. Es gelte die Kontakte zu limitieren, ohne aber dabei die Wirtschaft lahmzulegen. Contact Tracing bleibe das beste Mittel. Die Kantone seien hier zum Teil am Limit, würden aber derzeit die Kapazitäten hochfahren. 530 Coronavirus-Ansteckungenund 18 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden. Insgesamt wurdenBelgien setzt Waadt auf Reiseverbots-Liste Der Kanton Waadt steht neu auf der Reiseverbots-Liste von Belgien. So ist es belgischen Touristen untersagt nach Waadt zu reisen, wie es laut Aussenministerium heisst. Die Regelung gilt ab Freitag, 16 Uhr. Wer danach einreist, muss sich in Quarantäne begeben und sich einem Test unterziehen. Aargau, Basel-Stadt, Bern, Genf, Jura, Neuenburg, Schwyz, Solothurn, Wallis, Zug und Zürich stehen bereits auf der orangen Liste Belgiens. Hierbei gilt zwar kein Reiseverbot, aber ein Corona-Test bei der Rückkehr werde von der belgischen Regierung empfohlen.
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