Der Bund arbeitet enger mit Ungarn zusammen. Vor allem Status S-Gesuche von Roma dürften schneller abgelehnt werden.
Die Bearbeitung der Status S-Gesuche von Geflüchteten aus der Ukraine dauern im Durchschnitt fast drei Monate. Beim Staatsekretariat für Migration stapeln sich deshalb 5500 unbearbeitete Gesuche, fast so viele wie zu Beginn des Ukraine-Krieges. Nun soll eine neue Absprache mit Ungarn Bewegung in die Sache bringen. Unter Druck kommen dürften vor allem Geflüchtete aus der Minderheit der Roma.
Wieso arbeitet die Schweiz gerade mit Ungarn zusammen?Die Schweiz möchte prüfen, ob Antragsteller noch eine zweite Staatsbürgerschaft besitzen. Ist dies der Fall, lehnt das SEM die Gesuche ab. Die Betroffenen müssen im zweiten Heimatstaat Schutz suchen. Viele Menschen aus der westukrainischen Oblast Transkarpatien verfügen nach Angaben des SEM über einen ungarischen Pass.
Was beinhaltet die neue Absprache? Ungarn hat der Schweiz zugesagt, in einem unkomplizierten Verfahren zu prüfen, ob Antragstellende aus der Ukraine die ungarische Staatsbürgerschaft haben. Ist dies der Fall, teilen sie es der Schweiz mit. Das SEM will immer dann die Antragstellenden überprüfen, wenn diese etwa in Transkarpatien geboren wurden oder einen ungarisch klingenden Namen haben.
Welche Folgen hat die Zusammenarbeit mit Ungarn für die Betroffenen? Sie werden ihr Glück in den meisten Fällen in einem anderen europäischen Land versuchen. Das SEM hofft, die Schweiz werde nur schon aufgrund der kürzeren Verfahrensdauer weniger attraktiv sein als Zielland. In die Ukraine zurückkehren muss niemand. Auch eine Rückkehr nach Ungarn scheint unwahrscheinlich. Das Land hat lediglich dem Informationsaustausch zugestimmt.
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