Zürichsee-Rekordtief schliesst Seebad Enge Pop-up-Restaurant

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Zürichsee-Rekordtief schliesst Seebad Enge Pop-up-Restaurant
Seebad Enge, Zürichsee, Wasserstand

Wegen des rekordtiefen Wasserstands des Zürichsees muss das Seebad Enge sein Moules-et-Frites-Pop-up-Restaurant bis auf Weiteres schliessen. Die Stadt Zürich hat Sofortmassnahmen ergriffen.

Das Seebad Enge in Zürich muss sein Pop-up-Restaurant für Moules et Frites aufgrund des rekordtiefen Wasserstand s des Zürichsee s bis auf Weiteres schliessen. Die Stadt Zürich ordnete die temporäre Schliessung an, da die Fäkalientanks unter dem Gebäude durch den niedrigen Pegel gefährdet sind. Das Pop-up-Restaurant wäre vom 24. September bis zum 25. Oktober geöffnet gewesen.

Absage aller Reservationen

Das Team des Seebads Enge musste alle Reservationen für das Moules-et-Frites-Angebot absagen. In einer Nachricht an die Gäste schreibt das Seebad: «Wir müssen unser Moules-et-Frites-Pop-up-Restaurant auf behördliche Anordnung bis auf Weiteres schliessen.» Weiter heisst es in der Absage-Mail: «Wir bitten um euer Verständnis für diese aussergewöhnliche Situation.» Auch auf der Webseite des Seebads Enge wird auf die aktuelle Situation aufmerksam gemacht.

Ursprünglich war geplant, dass das Pop-up von Dienstag bis Sonntag jeweils ab 18 Uhr frische Speisen serviert. «Nach der Badesaison bauen wir das Seebad wieder zum Bistro um und servieren abends einen guten Monat lang frische Moules et Frites», ist auf der Webseite zu lesen. Zudem wies das Seebad darauf hin, dass es sich aufgrund der beschränkten Platzzahl lohnt, frühzeitig zu reservieren – das Restaurant sei schnell ausgebucht.

Gefahr durch tiefen Wasserstand

Auf Anfrage verweist das Team des Seebads Enge an die Stadt Zürich, die die vorübergehende Schliessung angeordnet hat. Die zuständige städtische Dienstabteilung Immobilien Stadt Zürich, die im Hochbaudepartement angesiedelt ist, erklärt gegenüber 20 Minuten: «Die vorübergehende Schliessung des Seebads Enge wurde nötig, da wegen des aussergewöhnlich niedrigen Wasserstands der Platz für die beiden sich unter dem Bad befindlichen Fäkalientanks knapp geworden ist.»

Konkret drohe die Gefahr, dass die Tanks durch den weiterhin absinkenden Pegel beschwert und/oder beschädigt werden. Dies wiederum könnte zur Überflutung im Untergeschoss des Gebäudes führen. «Die Stadt hat bereits erste Sofortmassnahmen ergriffen: Die beiden Fäkaltanks wurden entleert und Taucher haben um die Tanks herum mehr Platz geschaffen», so Immobilien Stadt Zürich. Im Weiteren soll die Bodenplatte im Untergeschoss der Badi schnellstmöglich abgedichtet werden.

Rekordtiefster Pegel seit 1952

Das Bad bleibe vorerst geschlossen, bis der Wasserpegel wieder steigt oder eine dauerhaft sichere Lösung für die Platzierung des Tanks gefunden worden ist. Aktuell liegt der Pegel des Zürichsees bei 405,25 Metern über Meer – der tiefste Messwert seit 1952. Die Schliessung betrifft nicht nur das Pop-up-Restaurant, sondern auch den Badebetrieb, der ohnehin ausser Saison ist.

Die Stadt Zürich prüft derzeit, wie die Tanks langfristig sicher positioniert werden können. Bis dahin bleibt das Seebad Enge geschlossen. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Seebads sowie bei der Stadt Zürich erhältlich.

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