Eidgenössische Wahlen 2023 live: Die Schweiz wählt ein neues Parlament. Im Ticker finden Sie die wichtigsten News, Informationen und Wahlresultate im Überblick.
Am Sonntag hat die Schweiz ein neues Parlament gewählt. In unserem Ticker zu den Eidgenössischen Wahlen vom 22. Oktober 2023 bleiben Sie über die wichtigsten Ereignisse, Resultate und Informationen stets auf dem Laufenden.Zürich: FDP-Sauter zieht sich zurück
Heute kommt die SVP laut BFS auf 28,55 Prozent, die SP auf 17,96 Prozent. Grosse Verliererin sind die Grünen, die gegenüber den letzten Wahlen beinahe 4 Prozentpunkte eingebüsst haben. Sie kommen neu auf einen Wähleranteil von 9,38 Prozent und liegen damit wieder unter der magischen 10-Prozent-Marke.Vor vier Jahren gab es bei den Nationalratswahlen nicht nur eine «Grüne Welle» sondern auch eine Frauenwahl.
Mit 24,5 Prozent den weitaus tiefsten Wert – und zugleich auch den grössten Rückgang – weist Appenzell Innerrhoden aus. Zum Vergleich: Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung in dem Halbkanton noch bei 48,7 Prozent. SVP : Werner Salzmann, Lars Guggisberg, Manfred Bühler, Nadja Umbricht Pieren und Erich Hess sowie Katja Riem, Thomas Knutti und Ernst Wandfluh .
Estelle Revaz wurde am Sonntag eher überraschend gewählt, und verhalf ihrer Partei so zu einem Sitzgewinn. Die Cellistin erlangte 2020 mit Beginn der Corona-Pandemie in der Westschweiz politische Bekanntheit: Sie setzte sich für die Interessen von Kulturschaffenden, indem sie unter anderem Entschädigungen wegen des Lockdowns einforderte.
Weiterhin in Bern vertreten ist dagegen die SP. Sie konnte ihren Nationalratssitz mit dem bisherigen Pierre-Alain Fridez verteidigen. Diesem hatte die Partei extra erlaubt, ein viertes Mal anzutreten. Mathilde Crevoisier Crelier und Charles Juillard schafften am Sonntag die Wiederwahl in den Ständerat.Mustafa Atici hat die Wiederwahl in den Nationalrat verpasst.
Nach dem Wahlsonntag ist nun aber klar: Alle bisherigen Nationalräte und -Rätinnen wurden wiedergewählt. Damit schickt Baselland weiterhin 2 SP-Politiker, 2 SVPler, und je eine Vertretung von FDP, Grünen und Mitte nach Bundesbern in die grosse Kammer.Im Tessin hat der bisherige Ständerat Marco Chiesa mit 39’024 Stimmen klar das beste Ergebnis aller Kandidierenden bei den Wahlen für die kleine Kammer erreicht.
Damit rückt die Verteidigung des Sitzes von Hans Stöckli für die SP im bürgerlichen Kanton in Griffweite. «Gerne wird die SP mit den Grünen die Ausgangslange für einen zweiten Wahlgang analysieren und am Dienstag das weitere Vorgehen kommunizieren», schreibt die Partei.Denis de la Reussille sass seit 2015 für den Kanton Neuenburg im Nationalrat. Als Vertreter der Partei der Arbeit war er der einzige Kommunist im Parlament.
Doch dann will Glättli die Bundesratsambitionen der Grünen doch noch nicht beerdigen: «Rein arithmetisch wäre dieser Anspruch immer noch da, politisch ist dieser aber nun nur noch schwer durchsetzbar.»Nebst den Grünen äussert sich nun auch GLP-Präsident Jürg Grossen als zweiter Verlierer in der Runde. «Wir haben in den letzten Monaten etwas verlernt, aufeinander zuzugehen», sagt der Berner Nationalrat. Das sei bedauerlich.
SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer erinnert Chiesa daran, dass die SVP «wenn schon im vergangenen Dezember das Justizdepartement hätte übernehmen können». Damals war das Asyl-Dossier der neu gewählten Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider zugeteilt worden.«Wie können wir verhindern, dass diese Legislatur eine verlorene Legislatur wird in Bezug auf Klimafragen?», sagt Balthasar Glättli von den Grünen rhetorisch.
Zwei der wichtigen Themen am heutigen Wahlsonntag: Was bedeutet der Rechtsrutsch für die Schweiz und was sind die Konsequenzen für die Bundesratswahlen?Das Parlament rückt deutlich nach rechts. Die SVP gewinnt zahlreiche Sitze. Zwar gewinnt die SP auch einen Sitz, aber kann damit die Verluste der Grünen bei weitem nicht kompensieren.
Um 18 Uhr hat gfs.bern die zweite Hochrechnung im Auftrag der SRG publiziert. Und diese bestätigt den Trend der ersten Hochrechnung von 16 Uhr: Die SVP dürfte am heutigen Sonntag grosse Wahlsiegerin werden mit 29 Prozent der Wählerstimmen. Zur Erinnerung: Vor vier Jahren hatte die Volkspartei verloren und 25,6 Prozent geholt. Grosse Verliererin des heutigen Wahlsonntags sind mit 9,2 Prozent die Grünen. 2019 schaffte die Partei mit 13,2 Prozent ihr bisheriges Rekordergebnis.
Gewinnerin in St.Gallen ist die SVP: Sie stellt damit neu fünf Vertreter in Bern. Neu wird Walter Gartmann im Dezember im Bundeshaus einziehen. Gössi holte mit 33'342 Stimmen das beste Ergebnis, mit 30'112 Stimmen folgt Schwander. Mit 27'699 hat sogar Reichmuth das absolute Mehr erreicht. Er scheidet jedoch als Überzähliger aus und verpasst damit die Wiederwahl.
Es folgen die Nationalräte Alex Farinelli mit 14'344 Stimmen sowie Greta Gysin mit 11'224 Stimmen vor Bruno Storni mit 10'160 Stimmen. Es fehlen bei der Auszählung aber noch wichtige Gemeinden wie Lugano. Klar ist jedoch bereits: Kein Kandidat wird das absolute Mehr erreichen. Deshalb wird das Tessin zu einem zweiten Wahlgang kommen.
Gegen den SVP-Nationalrat waren im Laufe der Wahlkampagne schwere Vorwürfe wegen häuslicher Gewalt erhoben worden. Medienberichten zufolge soll sich seine Partnerin in eine Institution für gewaltbetroffene Frauen begeben haben. Buffat streitet die Vorwürfe ab. Das ist auch darum wichtig, da die Bundesrats-Zauberformel besagt, dass die drei wählerstärksten Parteien jeweils zwei Sitze in der Landesregierung haben und jene auf Platz 4 einen. Derzeit hält die FDP zwei Bundesratssitze und die Mitte 1.
Obwohl der Wahlsonntag noch jung ist, bestätigt sich damit der bereits im Vorfeld erwartete Trend – SVP gewinnt, Grüne verlieren. Allen Sitzgewinnen zum Trotz hat die Volkspartei in Nidwalden allerdings auch bereits einen Sitz verloren. Dieser ging an die Mitte. Komiker Marco Rima dagegen blieb am Wahlsonntag komplett chancenlos und landete deutlich abgeschlagen auf Platz 6. Der Massnahmen-Kritiker erhielt lediglich 3941 Stimmen. Zum Vergleich: Michel und Hegglin kamen jeweils auf über 22'000 Stimmen.Der Kanton Luzern schickt seine Bisherigen vier weitere Jahre in den Ständerat. Damian Müller erhält 72'978 Stimmen und Mitte-Frau Andrea Gmür 69'578 Stimmen.
Die angekündigte heftige Klatsche für die Grünen scheint sich zu bestätigen. So prognostiziert etwa die erste Hochrechnung im Kanton Zürich den Grünen einen Verlust von 5,2 Prozentpunkten. In Genf sind es sogar -9,5 Prozentpunkte. National könnten die Überflieger der letzten Wahlen laut Hochrechnungen vom Sonntag 4 Prozent verlieren.In der Westschweiz fristen die Grünliberalen ein Schattendasein.
Für den «Vater» der einstigen «Abzocker-Initiative» heisst das: Der Unabhängige Ständerat, der in Bundesbern in der SVP-Fraktion politisiert, muss um seine Wiederwahl bangen und in einen zweiten Wahlgang. Im Nationalrat sitzt auch in den kommenden Legislatur David Zuberbühler von der SVP. Er setzte sich mit 8502 Stimmen gegen Matthias Tischhauser mit 6373 Stimmen deutlich durch. Auf Platz 3 landete Claudia Frischknecht von der Mitte. Auf sie entfielen 2836 Stimmen.Die ersten Zwischenresultate aus Genf sind da: Nach der Auszählung der brieflichen Stimmen liegt der ehemalige Genfer Gesundheitsdirektor Mauro Poggia im Kampf um die Ständeratssitze an der Spitze.
Auf Platz zwei liegt in der ersten Hochrechnung SVP-Nationalrat Gregor Rutz, gefolgt von Regine Sauter. Allerdings liegt die Freisinnige nur wenige Stimmen vor GLP-Nationalrätin Tiana Angelina Moser. Dieses Bild widerspiegelt ebenfalls die im Vorfeld erhobenen Prognosen.Basis der ersten Hochrechnung des Kantons Zürich vom Sonntag, 12.51 Uhr, sind 54 Zählkreise.
Und auch die Ergebnisse Ständeratswahlen sind bereits publiziert: FDP-Präsident Thierry Burkart liegt als Bisheriger mit 264 Stimmen in Front. Auf Platz 2 liegt SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner und auf Platz 3 Mitte-Nationalrätin Marianne Binder . Die Ausgangslage für die Grünen und für die SVP könnten unterschiedlicher nicht sein. Während den Grünen eine Wahlschlappe droht, ist der Schampus bei der SVP schon kaltgestellt.
Eine höhere Beteiligung als vor vier Jahren melden dagegen Lausanne, Biel und Aarau sowie Genf. Auf der anderen Seite verzeichnen St. Gallen, Thun und der Kanton Neuenburg bislang eine tiefere Beteiligung; Luzern und Winterthur eine etwa gleich hohe. Wie viel an die Urne gehen, ist ungewiss. Bereits fast sicher ist:mit über 4.8 Millionen Franken. Dahinter folgen die FDP mit 2.5 Millionen und die Mitte mit 2.1 Millionen Franken. Die SP Schweiz hat ein Budget von etwas über 1.
Allerdings haben die Grünen 2019 auch grosse Gewinne eingefahren und über 6 Prozentpunkte dazugewonnen. Falls die Prognose am Sonntag eintrifft, wäre dies folglich noch immer ihr zweitbestes je erzieltes Ergebnis – aber das wird die Grünen am Wahlabend wohl nicht über die schmerzlichen Verluste hinwegtrösten.
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