Julianne Moores neuster Film ist ein Remake des chilenischen Films «Gloria». Im Interview gibt sie sich sehr persönlich und offen. (Abo+)
«Nein.» Die erste Antwort von Julianne Moore ist kurz und bestimmt. Die Frage drehte sich um die Sexualität der 58-Jährigen, um die es im«Gloria Bell» geht. Und darum, ob dieses Thema immer noch ein Tabu im Kino sei. Mit «Nein» gibt Julianne Moore die kürzest mögliche Antwort, aber sie setzt sie mit Effekt, schweigt einfach danach, schaut streng.
Sebastián ist der chilenische Regisseur Sebastián Lelio. Der präsentierte 2013 an der Berlinale seinen Film «Gloria» über eine Frau gegen 60, deren Leben langsam einsam zu werden beginnt: Die Kinder sind weg und gehen nicht mehr immer ans Telefon, der Ex hat eine Neue, und die seltsame nackte Katze ohne Fell, die sich aufdringlich bei ihr einzuschleichen versucht, macht ihr auch keine Freude.
Es ist wirklich einfach, Julianne Moore zu mögen, wenn sie so erzählt. Sie kann alles spielen, vom Mauerblümchen bis zur Weltherrscherin. Erst mit 38 Jahren ergatterte sie in «The End of the Affair» ihre erste grosse Hauptrolle, liess sich also viel Zeit. Heute, da alles schneller und vergänglicher wird, wirkt sie als Diva wie ein Relikt aus einer guten alten Zeit, als das Kino noch eine feste Grösse war.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
In Nordirland geht wieder die Angst umBei Strassenkrawallen haben maskierte Männer eine Journalistin erschossen. Viele fragen sich, ob der 21 Jahre alte Karfreitags-Vertrag noch zu retten ist.
Weiterlesen »
«Es geht darum, innere Ruhe zu finden»Ostern sei eine Gelegenheit, sich der Endlichkeit seiner Existenz zu besinnen, sagt der Psychoanalytiker Jürgen Grieser. Er ist überzeugt, dass der Tod das Leben reicher macht.
Weiterlesen »
«Ich hätte nie gedacht, dass man mich an einem Satz aufhängen will»Roger Schawinski steht nach dem Interview mit Salomé Balthus in der Kritik. Die scharfen Reaktionen überraschen ihn. (Abo+)
Weiterlesen »
«Meine Kameraden wollten mich kaputtmachen»Verschiedene Schüler fielen Mobbing zum Opfer. Beleidigungen, bedrohlichen SMS und Hass-Gruppen machten ihren Alltag zur Hölle.
Weiterlesen »
«Er dressierte mich wie einen Hund»Selbsthilfegruppen für Partner von Narzissten erleben derzeit massiven Zulauf. Eine Betroffene erzählt.
Weiterlesen »
«Er dressierte mich wie einen Hund»Selbsthilfegruppen für Partner von Narzissten erleben derzeit massiven Zulauf. Eine Betroffene erzählt.
Weiterlesen »