Beyond the Breaking News

– wo liegt der Unterschied zwischen Straftätern?

Eishockey News

– wo liegt der Unterschied zwischen Straftätern?
SportEishockeySport

Der eine trägt Eis im Herzen, der andere Fussballschuhe an den Füssen. Der eine heisst Patrick Fischer, der andere Breel Embolo. Beide sind Nationalfiguren. Beide stehen im Schaufenster des Schweizer Sports. Beide sind Vorbilder – oder sollten es zumindest sein. Und doch werden sie nach unterschiedlichen Gesetzen beurteilt.

Der eine trägt Eis im Herzen, der andere Fussballschuhe an den Füssen. Der eine heisst Patrick Fischer , der andere Breel Embolo . Beide sind Nationalfiguren. Beide stehen im Schaufenster des Schweizer Sport s.

Beide sind Vorbilder – oder sollten es zumindest sein. Und doch werden sie nach unterschiedlichen Gesetzen beurteilt. Auch Sportstars kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Meistens provozieren sie keine nationalen Schlagzeilen.

In zwei Fällen aber schon. Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischers Fall («Patrick Fischer stolperte über eine Urkundenfälschung. Er ist mit einem gefälschten Impfnachweis zu den Olympischen Spielen nach Peking gereist. Keine Blutgrätsche gegen die Moral, kein Raubüberfall auf die Anständigkeit.

Aber eben eine strafrechtlich relevante Verfehlung. Im Schweizer Eishockey genügte das, um eine Debatte auszulösen, die rasch zur Untragbarkeit führte. Der Nationaltrainer wurde nicht mehr an seinen drei Silbermedaillen gemessen. Nicht mehr nur an seinen Visionen, die unser Hockey in die Weltspitze geführt haben.

Sondern auch an der Frage, ob ein Nationaltrainer mit einer rechtskräftigen Verurteilung noch glaubwürdig als Lichtgestalt unseres Hockeys sein könne. Die Antwort lautete: Nein. Der Fall wurde für die Verbandsführung sogleich zum Tribunal der Werte. Dort steht Breel Embolo.

Nationalspieler. Publikumsliebling. Identifikationsfigur. Ein Mann, dessen Trikot von Kindern getragen wird, die ihren Eltern erklären, dass sie später einmal auch für die Schweiz Tore schiessen wollen.

Breel Embolo ist rechtskräftig verurteilt worden. Die amerikanischen Einreisebestimmungen haben dazu geführt, dass ihm die Einreise in die USA vorerst verwehrt bleibt. Das ist keine Bagatelle. Wer für eine WM in Nordamerika vorgesehen ist, für den ist das eine sportliche Frage von höchster Relevanz.

Doch die eigentliche Frage stellt kaum jemand: Ist ein verurteilter Straftäter als Nationalspieler und Vorbild eigentlich tragbar? Anders als im Eishockey reagieren der Verband und die Fussballwelt mit bemerkenswerter Gelassenheit. Man spricht über Formkurven, über Transferwerte, über die Chancen auf die nächste WM. Man diskutiert Taktik.

Man analysiert Laufwege. Über die moralische Dimension wird höflich hinweggegrätscht. Als hätte jemand den Ton abgeschaltet. Schweizer Fans hielten vor dem Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Swiss Life Arena in Zürich ein Transparent mit der Aufschrift «Danke Fischi.

»Im Eishockey dagegen werden Werte oft wie Fahnen vorangetragen. Vielleicht weil die Welt kleiner ist. Vielleicht weil die Nähe grösser ist. Vielleicht weil sich das Eishockey noch immer als Dorf versteht, während der Fussball längst eine globale Unterhaltungsindustrie geworden ist.

Im Dorf weiss jeder, wer den Gartenzaun umgestossen hat. In der Weltstadt interessiert nur, wer das nächste Tor schiesst. Natürlich sind die Fälle unterschiedlich. Niemand, der bei Verstand ist, wird sie eins zu eins vergleichen.

Die juristischen Hintergründe sind andere. Die Umstände sind andere. Die Personen sind andere. Bei Embolo kommt jugendlicher Übermut – er war bei der Straftat erst 21 – entlastend hinzu, bei Patrick Fischer im reifen Mannesalter von damals 46 Jahren wiegt die Verantwortung als Führungspersönlichkeit schwerer.

Es geht nicht um die Straftaten. Es geht um die Massstäbe. Wenn Patrick Fischer an einem moralischen Anspruch gemessen wird, dann muss dieselbe Messlatte auch für Breel Embolo gelten. Und wenn für Embolo andere Kriterien gelten, dann muss man ehrlicherweise eingestehen, dass die Debatte um Fischer nie nur eine Frage der Moral war.

Dann war sie eine Frage der Macht. Denn der Fussball ist der König unter den Sportarten. Er füllt Stadien, generiert Millionen und produziert Helden am Fliessband. Seine Stars geniessen eine Narrenfreiheit, von der ein Eishockeytrainer nur träumen kann.

Dem Torjäger wird verziehen. Der Trainer wird verurteilt. Das mag menschlich sein. Es ist aber nicht konsequent.

Und so bleibt bei allen Unterschieden zwischen den zwei Fällen am Ende eine unbequeme Erkenntnis zurück. Vielleicht haben wir gar keine einheitlichen Werte im Schweizer Sport. Vielleicht besitzen wir nur unterschiedlich lange Massstäbe. Einen für das Eishockey.

Einen für den Fussball. Und je grösser die Popularität, desto kürzer wird die Erinnerung und desto länger die Nachsicht. Das ist nicht zwingend ungerecht. Aber man sollte wenigstens den Mut haben, es auszusprechen.

Neue Details im Visum-Drama: Wer geschlampt hat und warum Embolo jetzt auf das Wohlwollen der USA angewiesen ist Der Nati-Stürmer erhält auch am Mittwoch keine Erlaubnis für den Abflug an die WM. Auch das Aussendepartement und die Fifa haben sich eingeschaltet und wollen helfen, dass Embolo so schnell wie möglich zu seinen Teamkollegen reisen kann. Die Veranstaltung in Weinfelden sorgt bereits vor der Durchführung für Diskussionen.

Grund dafür ist der angekündigte Auftritt von Ex-Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer – es ist sein erster öffentlicher Auftritt seit dem Skandal um sein gefälschtes Covid-Zertifikat. Kurz vor der Heim-WM verliert die Schweiz ihren Nationaltrainer. Patrick Fischers frühere Verurteilung wird durchs SRF publik und kostet ihn den Job. Der Fall wirft grundlegende Fragen zu Medienethik und Verhältnismässigkeit auf.

Nach der Abreise am Montag ist die Schweizer Nationalmannschaft am Flughafen in Los Angeles gelandet. Anschliessend fuhr die Mannschaft weiter nach San Diego in ihr Trainingscamp. Vor dem Start in die WM absolviert die Nati am Samstag ein Testspiel gegen Australien. Copyright © Luzerner Zeitung.

Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Luzerner Zeitung ist nicht gestattet.

We have summarized this news so that you can read it quickly. If you are interested in the news, you can read the full text here. Read more:

LuzernerZeitung /  🏆 28. in CH

Sport Eishockey Sport Breel Embolo Patrick Fischer Vereinigte Staaten Fussball-WM Schweizer Eishockeynationalmannschaft

 

United States Latest News, United States Headlines

Similar News:You can also read news stories similar to this one that we have collected from other news sources.

Zahl der Beratungsfälle bei der Stadtluzerner Ombudsstelle deutlich gestiegenZahl der Beratungsfälle bei der Stadtluzerner Ombudsstelle deutlich gestiegenDie Ombudsstelle der Stadt Luzern verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg der Beratungsfälle bei städtischen Mitarbeitenden. Während interne Fälle von 12 auf 21 anstiegen, wuchsen die kurzen Auskünfte für die Bevölkerung stark. Die meisten Anliegen betrafen weiterhin die Sozial- und Sicherheitsdirektion. Seit 2026 stehen der Stelle zusätzliche Ressourcen zur Verfügung.
Read more »

Manuel Akanji: Der Schlüsselspieler der Schweiz bei der WMManuel Akanji: Der Schlüsselspieler der Schweiz bei der WMIm Podcast «Anderi Liga 2.0» wird Manuel Akanji als unverzichtbarer Leader der Nati gelobt.
Read more »

Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion anNeue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion anDie USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert.
Read more »

«Sie sind für das Chaotentum» – emotionale Demo-Debatte im Basler Parlament«Sie sind für das Chaotentum» – emotionale Demo-Debatte im Basler ParlamentDer Grosse Rat empfiehlt die Ablehnung der «Anti-Chaoten»-Initiative der SVP. Nun entscheidet das Stimmvolk.
Read more »



Render Time: 2026-06-04 09:28:23