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WM-Drama: Belgisches Leid, Drohungen gegen Campaz und Lehmanns Kritik

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WM-Drama: Belgisches Leid, Drohungen gegen Campaz und Lehmanns Kritik
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Das WM-Turnier in Nordamerika ist von sportlichen Dramen und kontroversen Debatten geprägt: Thibaut Courtois hadert mit seiner Auswechslung, Jaminton Campaz wird nach dem Aus bedroht und Jens Lehmann provoziert die Schweizer.

Die Weltmeisterschaft im Fussball, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, hat für das belgische Nationalteam eine schmerzhafte Wendung genommen. Im Viertelfinale gegen Spanien musste sich die Mannschaft geschlagen geben, wobei die Umstände der Niederlage besonders für den erfahrenen Torhüter Thibaut Courtois schwer zu verarbeiten waren.

Nach 71 Minuten wurde der Schlussmann von Real Madrid gegen seinen Willen ausgewechselt, obwohl er sich körperlich fit fühlte und nach dem Ausgleichstreffer einige entscheidende Paraden gezeigt hatte. Für ihn kam Senne Lammens von Manchester United in die Partie, der jedoch in der 88. Minute einen entscheidenden Fehler beging, als er einen Weitschuss nur nach vorne abprallen liess, was den Siegtreffer für Spanien durch Mikel Merino ermöglichte.

Courtois, der nach dem Spiel sichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen im Stadion zu sehen war, drückte sein Mitgefühl für seinen jungen Stellvertreter aus und betonte, dass er ihm nicht mehr als eine feste Umarmung anbieten konnte, da das Gefühl für einen Torhüter in einer solchen Situation absolut niederschmetternd sei. Die Zukunft von Courtois in der Nationalmannschaft bleibt jedoch ungewiss.

Mit 21 WM-Einsätzen hat der 34-Jährige eine beeindruckende Marke erreicht, nur der deutsche Rekordtorhüter Manuel Neuer liegt mit 23 Einsätzen noch vor ihm. Ob Courtois weiterhin für Belgien auflaufen wird, hängt von intensiven Gesprächen mit dem Trainer und dem Sportdirektor ab. Er deutete an, dass er eine Pause in der Nations League bevorzugen würde, während eine mögliche Rückkehr für die Qualifikation und die darauf folgende Europameisterschaft von den Plänen des Verbandes abhänge.

Sollten diese Vorstellungen nicht übereinstimmen, könnte das Spiel gegen Spanien sein letzter Auftritt für sein Land gewesen sein. Währenddessen sorgt ein anderer Vorfall rund um das Turnier für Entsetzen: Der kolumbianische Spieler Jaminton Campaz wurde nach dem Ausscheiden im Achtelfinale und seinem entscheidenden Fehlschuss im Elfmeterschiessen Opfer schwerer Anfeindungen und Morddrohungen. Der kolumbianische Fussballverband verurteilte diese Aggressionen aufs Schärfste und stellte klar, dass kein Sportler aufgrund seiner Leistung auf dem Platz solcher Gewalt ausgesetzt sein darf.

Da die Bedrohungen auch seine Familie mit einschlossen, wurde aus Sicherheitsgründen entschieden, dass Campaz vorerst nicht in seine Heimat zurückkehren wird. Die Kritik an seiner Person hatte sich vor allem an einer vergebenen Grosschance in der Verlängerung entzündet, die letztlich zum unglücklichen Ende der kolumbianischen WM-Träume führte. Die Stimmung im Umfeld der betroffenen Nationalteams ist angesichts dieser Ereignisse und der sportlichen Rückschläge stark angespannt.

Abseits dieser dramatischen Szenen sorgte auch der ehemalige deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann für Aufsehen, als er die Schweizer Nationalmannschaft mit provokanten Worten kritisierte. Vor dem Viertelfinal-Duell der Schweizer gegen Argentinien behauptete Lehmann, die Schweizer Spieler seien zu sehr darauf fokussiert, nach dem Abpfiff das Trikot von Lionel Messi zu ergattern, anstatt sich auf einen Sieg zu konzentrieren. Diese Art der psychologischen Kleinmacherei sei wenig hilfreich, so der Experte.

In der Schweiz wurden diese Kommentare jedoch weitgehend ignoriert, zumal das Team in den letzten grossen Turnieren konstanter abschnitt als die deutsche Nationalmannschaft. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die Zukunft: Der portugiesische Fussballverband hat mit der Verpflichtung des 71-jährigen Jorge Jesus als neuen Nationaltrainer ein deutliches Zeichen gesetzt.

Der ehemalige Coach von Cristiano Ronaldos Verein Al-Nassr soll das Team bis 2030 anführen, wobei eine der drängendsten Fragen bleibt, ob der Superstar Cristiano Ronaldo unter der neuen sportlichen Führung seine Karriere im Trikot der Nationalmannschaft fortsetzen wird

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