Mit einem fiktiven Szenario über eine Sprachbarriere bei der Anzeigenaufnahme überzeugt die Stadtpolizei Zürich auf Instagram. Das Video wird tausendfach gefeiert.
Darum gehts Mit einem humorvollen Video hat die Stadtpolizei Zürich bei der Jugend und im Netz einen Nerv getroffen. Im fiktiven Clip setzt eine Stadtpolizistin Gen-Z-Slang ein, um ihrem Kollegen bei der Aufnahme einer Aussage zu helfen.
Laut Mediensprecherin Anita Gfeller entstand die Idee aus dem Generationenmix im eigenen Kommunikationsteam.
«Bist du ready für den Tea? » und «Okay Girl, hast du Receipts? »: Die Stadtpolizei Zürich will zeigen, wie nahe sie bei der jungen Generation ist.
«Wenn es darauf ankommt, », schreibt die Stadtpolizei unter einem Unterhaltungsvideo, das sie auf ihren Kanälen in den sozialen Medien hochlädt. In der fiktiven Szene schildert eine junge Frau, wie ihre Handtasche gestohlen wurde. Der Polizist nimmt ihre Aussage auf. Einziges Problem: Die junge Frau verwendet Ausdrücke der Jugendsprache und jedes zweite Wort ist aufSichtlich verwirrt versucht der Stadtpolizist, ihrer Erzählung zu folgen.
Schliesslich kommt er nicht weiter und wendet sich an seine Kollegin: «Kannst du übernehmen? » Er habe mit einer «Sprachbarriere» zu kämpfen, erklärt er. Daraufhin springt die Stadtpolizistin ein und passt sich dem Slang der jungen Frau gekonnt an. Zum Schluss spricht der Polizist in die Kamera und sagt: «Nahe bei den Leuten.
Wir verstehen jede Generation. »Auf Instagram wird die Stadtpolizei für ihren Beitrag gefeiert: Der Beitrag hat dort inzwischen 7674 Likes angesammelt und wurde bereits 265’000 Mal geschaut. Auch in der Kommentarspalte erntet die Stadtpolizei Lob.
«Ich will auch so eine coole Polizei bei uns», oder «So genial gemacht», gibt es etwa zu lesen. Andere Nutzer fragen sogar an, ob man bei der Stadtpolizei «einen Sprachkurs mit Zertifikat zur Überwindung solcher Sprachbarrieren buchen kann». Eltern scherzen auch, ob man die Stadtpolizei Zürich rufen könne, wenn sie ihre eigenen Teenager nicht mehr verstehen. Unter den vielen lobenden Bemerkungen lassen sich vereinzelt auch negative Kommentare finden: «Für das habt ihr Zeit und Geld?
» oder «Vielleicht wäre es wichtig, mal die realen Probleme ernst zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen. »Slay, ich feiere das Video. Cringe, das ist mir zu gewollt. Idee für Video entstand aus internem Generationenunterschied Wie das Video zustande kam, erläutert Anita Gfeller, Mediensprecherin der Stadtpolizei Zürich: «Bei der Stadtpolizei Zürich arbeiten verschiedene Generationen im Kommunikationsteam sehr gut zusammen.
» Die teils unterschiedliche Sprache und die daraus entstehenden witzigen Situationen hätten die Idee für dieses Video geliefert.
«Gleichzeitig holen wir junge Menschen zwischendurch auch mit humorvollen Videos ab, damit wir bei ernsten Themen die notwendige Aufmerksamkeit erhalten», sagt Gfeller zu 20 Minuten. Gerade in der Präventionsarbeit wolle die Stadtpolizei Zürich alle Generationen ansprechen und sie auf wichtige Themen sensibilisieren. Gfeller erklärt: «Im Polizeialltag treffen wir auf Menschen verschiedener Generationen und begegnen dabei unterschiedlichen Ausdrucksweisen und Sprachgewohnheiten.
» In solchen Situationen passe die Polizei ihre Kommunikation der jeweiligen Person an und achte auf eine klare, verständliche und respektvolle Sprache. Die Stadtpolizei Zürich setze im Arbeitsalltag darauf, klar, verständlich und respektvoll mit Menschen zu kommunizieren. Konkret bedeute das, aktiv zuzuhören und bei Unklarheiten gezielt nachzufragen.
«Entscheidend ist, dass wir unser Gegenüber verstehen und unsere eigenen Anliegen und Anweisungen verständlich vermitteln», sagt Gfeller. Zu den Reaktionen auf den sozialen Medien sagt Gfeller: «Das Video hat viele Menschen erreicht, was uns sehr freut. Es scheint, dass wir mit dem Generationenthema einen ‹Nerv› getroffen haben. »
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