Das Reisen mit dem Nachtzug ist beliebt – einsteigen, ausruhen, ankommen. Es ist eine klimafreundliche Alternative zum Fliegen. Trotzdem wird das Angebot in der Schweiz nicht ausgebaut.
Beliebt, aber nicht rentabel – Nachtzüge haben es schwer Das Reisen mit dem Nachtzug ist beliebt – einsteigen, ausruhen, ankommen. Es ist eine klimafreundliche Alternative zum Fliegen.
Trotzdem wird das Angebot in der Schweiz nicht ausgebaut. Jährlich reisen laut den SBB rund 600’000 Personen mit Nachtzügen in die Schweiz oder aus der Schweiz ins Ausland. Nachtzüge seien eine klimafreundliche Alternative zu Flugreisen – laut den SBB wegen der hohen Kosten für Rollmaterial, Trassengebühren und Personal aber nicht rentabel.
Die Freude war gross, als die SBB eine neue Nachtzugverbindung von Basel nach Malmö ankündigten: Ab April 2026 hätte der Euronight Aurora dreimal wöchentlich via Hamburg und Kopenhagen in die drittgrösste Stadt Schwedens fahren sollen. Hätte, denndie dafür vorgesehenen 10 Millionen Franken Fördergelder aus dem Budget. Bereits ab dem 4. November 2025 waren Tickets verkauft worden, bevor feststand, ob der Zug je losrollen würde.auf ihrer Website fest: «Nachtzüge sind bei Kundinnen und Kunden beliebt.
Sie sind jedoch aufgrund hoher Kosten durch Rollmaterial, Trassengebühren und Personal nicht rentabel. Eine finanzielle Unterstützung durch den Bund wäre für den Betrieb der neuen Verbindung daher zwingend notwendig gewesen. » Der Nachtzug Aurora wird folglich nie in die Morgendämmerung fahren. Dass Nachtzüge gefragt sind, bestätigt Sabrina Schellenberg, Mediensprecherin der SBB: «Die Nachfrage nach internationalen Bahnreisen ist hoch und nimmt weiter zu.
Das gilt auch für den Nachtzugverkehr: In den vergangenen Jahren reisten jeweils rund 600’000 Personen pro Jahr mit dem Nachtzug in die Schweiz oder von der Schweiz ins Ausland. » Nachtzüge seien eine attraktive und klimafreundliche Ergänzung zu den internationalen Tagesverbindungen – leider aber nicht rentabel. Die Schweiz will bis 2050 netto null Treibhausgase ausstossen. Wer mit dem Nachtzug statt mit dem Flugzeug reist, leistet dazu einen Beitrag; politisch gefördert werden Nachtzüge aber vorerst nicht.
Die SBB setzen deshalb auf bereits bestehende Angebote.
«Bei der Weiterentwicklung des Angebots konzentrieren sich die SBB derzeit auf die Qualität der bestehenden Nachtverbindungen. Seit Dezember 2025 wird dereingesetzt, seit Juni 2026 auch zwischen Zürich und Wien und ab Dezember 2026 zwischen Zürich und Amsterdam», erklärt Schellenberg die aktuelle Ausrichtung des Unternehmens.
«Was weitere Destinationen angeht, liegt die Priorität auf neuen Tagesverbindungen. »Das Rollmaterial der Nightjet-Züge stammt durchgehend von den ÖBB, mit denen die SBB die Verbindungen gemeinsam betreiben. Auf der Website von Nightjet ist der Vorverkauf für 2027 bereits gestartet, rund sechs Wochen früher als bisher, und Reisen lassen sich neu bis zu 360 Tage im Voraus buchen. Die Tickets können auch bei den SBB in der App, online oder in einem Reisezentrum gekauft werden.
So kostet beispielsweise ein «Sparschiene Non-Flex»-Ticket von Zürich nach Hamburg am 11. März 2027 im Abteil «Comfort» mit WC, Frühstück und Weckservice für zwei Personen 217 Franken. In der Mini Cabin kostet das «Sparschiene Non-Flex»-Ticket für denselben Tag 57 Franken pro Person. Die Preise sind dynamisch und variieren in Abhängigkeit von den Erstattungskonditionen sowie der Auslastung des Zuges in der entsprechenden Komfortkategorie.
Früh buchen und unter der Woche reisen zahlt sich also aus.ist ein neuer Anbieter auf dem Markt, der besonders günstige Nachtzugreisen anbietet und beispielsweise in 13 Stunden von Aarau nach Brüssel fährt. Wie stark das Nachtzugangebot künftig wächst, steht in den Sternen: Nachdem das Parlament die beantragten Fördermittel im Dezember 2025 definitiv nicht freigegeben hat, sind den SBB vorerst die Hände gebunden.
«Ein wirtschaftlich tragbarer Betrieb der geplanten Linie ohne Fördermassnahmen ist nicht möglich», schreiben sie zum ehemals geplanten Malmö-Nachtzug. Betroffene Reisende erhielten den Billettpreis übrigens von den SBB zurückerstattet.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Hegseth: Musk soll «Zukunft der Kriegsführung» miterforschenTech-Milliardär Elon Musk soll mit Palmer Luckey ein Pentagon-Projekt zur Kriegsführung der Zukunft anführen. Dabei geht es auch um autonome Waffen mit KI.
Weiterlesen »
Wir sind Zukunft: Beliebt, aber nicht rentabel – Nachtzüge haben es schwerDas Reisen mit dem Nachtzug ist beliebt – einsteigen, ausruhen, ankommen. Es ist eine klimafreundliche Alternative zum Fliegen. Trotzdem wird das Angebot in der Schweiz nicht ausgebaut.
Weiterlesen »
Erste Saison ohne Schurter war eine «Investition in die Zukunft»Erfolge avancierten bei den Mountainbikern zuletzt zur Seltenheit
Weiterlesen »
Wie wir uns im Berufsalltag erholen und wieder zu Energie findenAn der Universität Zürich läuft vom 5. bis 9. Oktober die Mental Health Awareness Week. Dozentin Valentina Vylobkova erklärt, wie Erholung gelingt.Vom 5. bis 9. Oktober 2026 findet an der UZH die Mental Health Awareness Week statt. Ein guter Anlass, um mit der Psychologie-Dozentin Valentina Vylobkova darüber zu sprechen, wie wir uns erholen und neue Kräfte schöpfen können.Es gibt Phasen der Anstrengung, in denen wir Ressourcen aufbrauchen, um ein Problem zu lösen oder ein Projekt auf die Beine zu stellen. Und es gibt Zeiten der Entspannung, in denen die benötigten Ressourcen wieder aufgebaut werden. Beim Sport oder bei körperlicher Arbeit ist klar, dass man Pausen braucht. An der Universität arbeiten wir sehr stark kognitiv und vergessen vielleicht, dass wir ebenfalls Ruhephasen brauchen. Dabei sind diese wichtig, damit unsere kognitive Leistungsfähigkeit bei der nächsten Aufgabe oder am nächsten Tag wieder vorhanden ist. Ich möchte drei Aspekte nennen: Erholung muss erstens regelmässig stattfinden. Wir sollten sie nicht auf das Ende des Arbeitstags, das Wochenende oder die Ferien verschieben. Nach einem anstrengenden Projektbericht oder einer anderen intensiven Aufgabe springen wir am besten nicht gleich zur nächsten. Das wäre kontraproduktiv. Die Forschung empfiehlt, nach einer konzentrierten Arbeitsphase zehn Minuten oder eine Viertelstunde Pause zu machen und so den Kopf freizubekommen.Der dritte Aspekt ist die Freizeiterholung, die sehr individuell ist. Sie soll Spass machen und ein Gegengewicht bilden zu Dingen, die wir fremdbestimmt erledigen müssen. Jede Person muss aber für sich selbst herausfinden, was ihr guttut und wobei sie am besten abschalten kann.im Wald. Es hängt auch davon ab, wovon wir uns erholen wollen. Wenn wir den ganzen Tag in Meetings waren und viel gesprochen haben, ist es vielleicht besser, abends nicht noch eine Freundin zu treffen. Vielleicht wäre da eine Ruhepause für sich alleine die bessere Option, aber das ist sehr individuell.
Weiterlesen »
