Wil: Grüne Prowil fragen nach Kosten bei Nein zum Bahnhofsprojekt

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Wil: Grüne Prowil fragen nach Kosten bei Nein zum Bahnhofsprojekt
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In Wil hat Grüne-Prowil-Fraktionspräsident Michael Sarbach eine Anfrage zu den Kosten eines Nein beim 63,66-Millionen-Bauprojekt Bahnhofplatz und Allee eingereicht. Die Abstimmung findet am 29. November statt.

In Wil hat Michael Sarbach, Fraktionspräsident der Grünen Prowil, am Mittwoch eine Anfrage im Stadtparlament eingereicht, die die Kosten eines Nein beim umstrittenen Bahnhofsprojekt thematisiert. Am 29. November stimmt die Wiler Bevölkerung über einen Baukredit von 63,66 Millionen Franken für die Aufwertung von Bahnhofplatz und Allee ab. Die Stadt erwartet, davon 33,4 Millionen Franken selbst tragen zu müssen. Sarbachs Vorstoss ist eine Reaktion auf eine frühere Anfrage des SVP-Stadtparlamentariers Pascal Stieger, der wissen wollte, wie sich ein Ja auf den Steuerfuss auswirken würde.

Hintergrund der Anfrage von Sarbach

Die Planung für die Neugestaltung des Bahnhofareals läuft seit mehr als zehn Jahren. In dieser Zeit sind erhebliche Kosten angefallen, deren genaue Höhe nun hinterfragt wird. Sarbach möchte vom Stadtrat wissen, wie viel Geld die Stadt bislang für die Planung ausgegeben hat – einschliesslich der Arbeitszeit des städtischen Personals. Auch die Aufwendungen der Regio Wil und weiterer Projektpartner sollen beziffert werden.

Ein zentraler Punkt der Anfrage ist die Frage, welcher Teil der bisherigen Planungsarbeiten bei einem Nein noch brauchbar wäre. Der Stadtrat soll abschätzen, welche Kosten für eine redimensionierte oder neue Lösung entstehen würden und welche zusätzlichen Aufwendungen dadurch anfallen könnten.

Mögliche Auswirkungen eines Nein

Sarbach interessiert sich auch für die Folgen eines Nein auf andere laufende Planungen. Konkret nennt er das Agglomerationsprogramm, das Gesamtverkehrskonzept, den Verkehrsrichtplan, die Ortsplanungsrevision und die geplante ÖV-Erschliessung von Wil West. Diese Projekte könnten durch eine Ablehnung des Baukredits in Mitleidenschaft gezogen werden oder Verzögerungen erfahren.

Die Antwort des Stadtrats auf die SVP-Anfrage zeigt, dass während der 40-jährigen Abschreibungsdauer mit Kosten im Umfang von zwei Steuerfussprozenten gerechnet wird. Abschreibungen und Zinsen werden auf 1,34 Millionen Franken jährlich geschätzt. Diese Zahlen verdeutlichen die finanzielle Tragweite des Projekts für die Stadt Wil.

Das Bahnhofsprojekt und seine Bedeutung

Das 64-Millionen-Projekt sieht eine Aufwertung des Bahnhofplatzes und der Allee vor. Es ist Teil eines umfassenderen Masterplans für die Entwicklung des Bahnhofsareals, in den auch Migros, Post, SBB und Helbling eingebunden sind. Ein besonders auffälliges Element ist ein neuer Südeingang mit einem als «Place Royal» bezeichneten Platz anstelle der bisherigen Parkplätze. Der Stadtrat hatte diesen Masterplan präsentiert, um die Zukunft des Bahnhofsareals zu gestalten.

Die Abstimmung am 29. November wird darüber entscheiden, ob der Baukredit bewilligt wird. Die Anfrage von Sarbach zielt darauf ab, die finanziellen Konsequenzen eines Nein transparenter zu machen und die Diskussion über die langfristigen Kosten zu versachlichen. Der Stadtrat muss nun die Fragen beantworten, bevor die Stimmberechtigten an die Urne gehen.

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