Wie viele Prepper gibt es in der Schweiz?

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Wie viele Prepper gibt es in der Schweiz?
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Der 96. Krimi mit Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) verknüpfte zwei gute Ideen: die Täter-Hatz in einer aufgrund einer Bomben-Entschärfung leeren Stadt und Prepper, die für die Endzeit trainieren.

Dass es die Kölner Routiniers Ballauf und Schenk in ihrem 96. Fall mal mit Preppern zu tun bekommen, hätten sie zu Beginn ihrer «Tatort»-Karriere 1997 auch nicht gedacht.

Der 96. Krimi mit Ballauf und Freddy Schenk verknüpfte zwei gute Ideen: die Täter-Hatz in einer aufgrund einer Bomben-Entschärfung leeren Stadt und Prepper, die für die Endzeit trainieren. Wie realistisch war «Tatort: Die letzten Menschen von Köln»? Wenn Prepper auf eine Weltkriegsbombe treffen: Auf die Kommissare Ballauf und Schenk kam in «Die letzten Menschen von Köln» ein kniffliger Fall zu.

Seit der Corona-Pandemie verzeichnete die Prepperszene einen Aufschwung. In Deutschland ist das Preppen dennoch deutlich verbreiteter als in der Schweiz. Ballauf und Schenk Warum werden immer noch Weltkriegsbomben in deutschen Städten gefunden? Ging die Entschärfung bis jetzt immer gut?

Und warum sind Prepper eigentlich so angesagt? Am Rand eines Kölner Parks wurde einem Mann nachts die Kehle durchgeschnitten. Zur gleichen Zeit versuchte seine Schwester Elara Schmidtke verzweifelt, ihn zu erreichen. Offenbar hatten die Geschwister im «Tatort: Die letzten Menschen von Köln» gemeinsam etwas vor.

Doch nur Elara stieg in ein Auto, das Teilnehmer zu einem Prepperkurs in einem Kölner Bunker bringt. Geleitet wurde das Survivaltraining von Moritz Zechmann , der auch seinen Sohn Mats mitgebracht hat. Warum wollten die Geschwister an diesem Kurs teilnehmen – und warum musste der Bruder vorher sterben?

Während Ballauf und Schenk die Familienverhältnisse des Opfers durchleuchteten, sorgte der Fund einer Weltkriegsbombe im Stadtgebiet für zusätzliche Brisanz: Die Ermittler mussten den Ort des Survivaltrainings finden, da dort der Schlüssel zum Mordfall liegen dürfte – doch weite Teile Kölns waren wegen der Bombe gesperrt. Das erfahrene Drehbuchehepaar Eva und Volker Zahn – wohnhaft in Köln – verbindet in seinem neuen «Tatort» zwei reizvolle Ideen: ein Porträt der Prepper-Szene mitsamt ihrer Beweggründe und die Beide Motive greifen ineinander, denn Prepper bereiten sich genau auf solche Ausnahmezustände vor – auf eine Welt, in der die öffentliche Ordnung und Versorgung zusammengebrochen sind.

Ironisch dabei: Die unter der Erde abgeschotteten Prepper bekommen von der Evakuierung nichts mit, da sie zu Kursbeginn ihre Handys abgeben mussten – ein weiterer gelungener Einfall. Trotzdem kommt der «Tatort» weder als Spannungsstück noch als Prepper-Porträt in Fahrt. Zu klischeehaft sind die Figuren, zu öde gebaut der Thriller-Plot. Tiefgründiger geht es im Film darum, ob man extreme Herausforderungen gemeinsam bewältigen will – oder das «Survival of the Fittest»-Prinzip ausruft.

Schätzungsweise 1,9 Millionen Tonnen Bomben wurden während des Krieges auf Deutschland abgeworfen – vermutlich war jede zehnte davon ein Blindgänger. Diese gewaltige Zahl erklärt, warum heute immer noch Bomben meist bei Bauarbeiten gefunden werden. Die grösste Bombenentschärfung im Nachkriegs-Deutschland ist noch keine zehn Jahre her: 2017 wurde in Frankfurt eine britische 1,8-Tonnen-Bombe des Typs HC 4000 gefunden, wegen derer bis zu 70'000 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten – die grösste Evakuierung im Nachkriegsdeutschland.

Auch Köln ist immer wieder betroffen: 2024 wurde dort der grösste Blindgänger des Jahres gefunden, eine amerikanische 20-Zentner-Bombe bei Bauarbeiten im Bereich der Gereon-Kaserne, und im Juni 2025 mussten in Köln gleich drei Weltkriegsbomben gleichzeitig entschärft werden. Nicht immer ging bei Entschärfungen alles gut: Der schwerste Zwischenfall ereignete sich 2010 in Göttingen. Dort starben drei Arbeiter und sechs wurden verletzt, als eine 500 Kilo schwere alliierte Bombe explodierte.

Die Bombe detonierte überraschend, kurz bevor mit der eigentlichen Entschärfung begonnen werden sollte. Die Prepper-Szene in der Schweiz ist überschaubar: Schätzungen zufolge gibt es ein paar tausend Prepper, die Lebensmittelvorräte, Werkzeug und teils auch Waffen horten, um sich auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten. Genaue Zahlen fehlen, da sich die Szene ausserhalb der eigenen Kreise bedeckt hält. Dennoch ist das Preppen längst organisiert: 2023 wurde etwa der Bushcraft & Survival Schweiz Verein gegründet, über den sich Gleichgesinnte vernetzen und austauschen.

Bemerkenswert ist zudem der kulturelle Widerhall des Themas: 2024 widmete das Lausanner Museum mudac dem Phänomen eine eigene Ausstellung und bezeichnete die Schweiz dabei als regelrechtes «Prepper-Land». Auch der Bund selbst ruft die Bevölkerung offiziell dazu auf, einen Notvorrat anzulegen – Krisenvorsorge ist damit auch offiziell im gesellschaftlichen Mainstream angekommen.

Im Vergleich zum deutschsprachigen Raum insgesamt fällt die Schweizer Szene klein aus: Deutsche Sicherheitsbehörden schätzen die dortige Prepper-Szene auf bis zu 180'000 Personen, andere Quellen sprechen sogar von bis zu einer Million. Weltweit gehen Schätzungen von rund 23 Millionen Preppern aus. Fachleute betonen dabei, dass es sich um ein «zutiefst westliches» Phänomen handelt: Nur wer etwas zu verlieren hat, verfügt über Mittel und Zeit, sich überhaupt auf den Weltuntergang vorzubereiten. Fest stehen bereits die nächsten beiden Fälle aus Köln.

Folge 97, «Tatort: Die guten Leute» , wurde schon im Oktober 2025 abgedreht. Ballauf und Schenk klären einen Raubmord auf – im Fokus steht die etablierte Kölner Bio-Bäckerei «Bernds Backhaus», ein Familienunternehmen, dessen heile Fassade trügt. Das Drehbuch stammt von Johannes Rotter, Regie führte Katrin Schmidt. Folge 98 trägt den Arbeitstitel «Tatort: Der Glücklichmacher» , auch dieser Film ist unter der Regie von Torsten C. Fischer bereits abgedreht worden, das Drehbuch stammt wie bei «Die Schöpfung» von Wolfgang Stauch.

Es geht um ein Familiendrama im noblen Kölner Villenviertel Hahnwald. Ein ehemaliger Modefürst und Lebemann der Upper Class wird tot im Wald gefunden, die Ermittler stossen auf eine zerrüttete Familie mit alten Verletzungen und tiefem Misstrauen. Trotz Höhenangst auf Berge steigen und über Brücken gehen? Höhencoach David Elsasser behauptet, er helfe sogar hoffnungslosen Fällen dabei, ihre Angst zu überwinden. Ein Selbstversuch.

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