Wie sich Freundschaften im Erwachsenenalter verändern

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Wie sich Freundschaften im Erwachsenenalter verändern
Freundschaften, Erwachsenenalter, Lebensphasen

Freundschaften verändern sich häufig, wenn sich die Lebenssituationen voneinander unterscheiden. Berufliche Veränderungen, Umzüge, Partnerschaften und Kinder können dazu führen, dass gemeinsame Interessen und Treffen seltener werden. Für langfristige Freundschaften ist es wichtig, Veränderungen anzunehmen, miteinander zu wachsen und auch in schwierigen Zeiten füreinander da zu sein.

«Am Anfang hat mich das getriggert», erzählt Sarah . Schon mit etwa 28 habe sie gemerkt, wie sich ihre Freundschaften veränderten. Freundinnenund plötzlich sah sie sie immer seltener.

«Sie gingen kaum noch raus, hatten andere Interessen und machten nur noch Dinge mit ihrem Freund. »und gemeinsame Zeit wurde noch knapper. Gleichzeitig veränderte sich auch Sarahs eigener Alltag.

«Mit 30 kommt man in einen anderen Workflow. Du gibst Vollgas, bist am Abend müde,Emotionale Nähe, auch wenn wir uns selten sehen. Heute sieht Sarah die Veränderungen gelassener.

«Man darf nicht erwarten, dass eine Person immer gleich bleibt. Man muss mit ihr wachsen und die Veränderung annehmen. » Wer langfristig zu ihr passt, habe sich in schwierigen Zeiten gezeigt.

«Die Leute, die dir zuhören und die Nerven und Geduld haben, für dich da zu sein, sindGleichzeitig sind neue Menschen dazugekommen. Als Sarah nach Zürich zog, suchte sie gezielt Freundinnen mit ähnlichen Interessen. Menschen, die gerne ausgehen und teilweise wie sie im Social-Media- und Creator-Bereich arbeiten. Daraus sei ein zweiter enger Freundeskreis entstanden.

Dass sich Freundschaften im Erwachsenenalter verändern, hat laut Psychotherapeut Dirk Stemper mit unseren Lebensphasen zu tun. Schule, Studium und die ersten Berufsjahre schaffen gemeinsame Umgebungen, ähnliche Tagesabläufe und Lebensentwürfe. Später können diese auseinandergehen.

«Man verliert nicht den Menschen, sondern den gemeinsamen Takt», beschreibt Stemper die Entwicklung. , dann die Kinder und jetzt die Beförderungen. » Er lebt mit seinem Partner kinderlos und merkt seit fünf Jahren, wie Treffen mit alten Freunden seltener werden.

Während bei anderen Kinderthemen mehr Raum einnehmen, sprechen Mario und sein Partner lieber über Reisen oder planen«Zuerst kamen die Hochzeiten, dann die Kinder und jetzt die Beförderungen»: Bei Mario haben sich Freundschaften aufgrund verschiedener Lebensphasen verändert.geht, braucht es keinen Streit.

«Freundschaften vergehen nicht spektakulär, sondern unauffällig», so Stemper. Besonders anfällig seien Freundschaften, die stark mit einer gemeinsamen Lebensphase verbunden waren, etwa aus der WG, dem Studium oderDas erlebt auch Laura.

«Freundschaften, die nur da waren, weil man sich jeden Tag in der Schule, dem Studium oder auf der Arbeit gesehen hat, versanden. » Für sie brauchen Freundschaften «eine tiefere Basis, damit sie neben dem ganzen Trubel des Lebens nicht untergehen». Freundschaften, die stark mit einer gemeinsamen Lebensphase verbunden waren, etwa aus der WG, dem Studium oder einem früheren Job, sind besonders anfällig, in die Brüche zu gehen. Bei Astrid hat sich eine Freundschaft verändert, die seit 26 Jahren besteht.

Seit ihre beste Freundin einen neuen Partner habe, sei der Kontakt auf ein Minimum geschrumpft.

«Keine Treffen mehr, kein Fragen, wie es einem geht, obwohl ich dieses Jahr mehrfach um das Leben meines Mannes bangen musste. » Noch drastischer erlebt es User Fishboi.

«Ab 33 habe ich so ziemlich alle Freundschaften verloren. » Heute ist er 37 und hat seit rund vier Jahren keinen Kontakt mehr zu seinen alten Freunden.

«Ich habe keine Freunde mehr. »der University of Kansas. Demnach braucht es rund 40 bis 60 gemeinsame Stunden für eine lockere Freundschaft, 80 bis 100 für eine Freundschaft und über 200 Stunden, um richtig gut oder eng befreundet zu sein. Genau diese gemeinsame Zeit wird im Erwachsenenleben schnell knapp.

Nachrichten und gelegentliche Updates halten laut Stemper zwar den Kontakt aufrecht, ersetzen aber nicht die beiläufige gemeinsame Zeit im Alltag. Dass unterschiedliche Lebensphasen eine Freundschaft nicht automatisch schwächen, erlebt J. . Einige ihrer Freunde haben Kinder, andere konzentrieren sich auf die Karriere oder reisen viel.

«Manche Freundschaften sind je nach Lebensphase enger. Das heisst für mich aber überhaupt nicht, dass die anderen weniger wichtig sind. »seien bei ihr neue Freundschaften durch Hobbys, Umzüge, Jobs und Begegnungen entstanden. Bei langjährigen Freunden werde dafür «das ‹Was bisher geschah› zwischen zwei Treffen manchmal etwas länger».

Stemper formuliert es so: «Wichtiger als Frequenz ist emotionale Echtheit. »Carolina Lermann arbeitet seit Mai 2023 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Body & Soul im Lifestyle-Ressort und schreibt über Erziehung, Sport und Psychologie.

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