Keine Fanmassen, keine Show – nur echte Nähe: Manu Chao besuchte die Stiftung Solina und spielte für die Bewohnenden.
Zwischen zwei ausverkauften Shows in der Kanderarena spielte Weltstar Manu Chao ein überraschendes Privatkonzert bei der Stiftung Solina in Spiez.gab, darf als überraschend bezeichnet werden.
Kein Wunder, waren die beiden Konzerte – organisiert von Kanderkultur-Macher Reto Grossen – innert kürzester Zeit ausverkauft. Zwei Jahre nach den beiden ebenfalls restlos ausverkauften Konzerten im Freibad Frutigen. Nun nahm sich der französisch-spanische Künstler zwischen den Konzerten in Mülenen noch Zeit für einen ganz besonderen Auftritt: Am 21. September spielte er vor rund 50 Bewohnern und Angestellten ein exklusives Privatkonzert bei der Stiftung Solina in Spiez, wie die Stiftung in einer Medienmitteilung schreibt.
Um zu verhindern, dass die Info nach aussen dringt und womöglich zu viele Menschen in die Pflegeinstitution strömen, galt bis Konzertbeginn striktes Kommunikationsverbot. Das erklärt Geschäftsleiter Patric Bhend auf Anfrage: «Wir wussten erst eine halbe Stunde vor dem Konzert, ob Manu Chao selber kommt oder nur seine Musiker. »Der Auftritt war Teil des Formats «Social Experience», mit dem Solina bekannte Kulturschaffende für intime Auftritte vor Menschen mit Unterstützungsbedarf gewinnen will.
«Beim Start war unsere Ambition, Künstler zu engagieren, die man sonst nicht sieht», sagt Patric Bhend. Die kühne Vision lautete damals: «Bono Vox von U2. » Um in solche Sphären vorzustossen, sind vorab Beziehungen gefragt: Bernie Schlott, Leiter Angebote bei Solina, nutzte Kontakte in die Musikbranche, die er von früher her pflegt.
«Man muss sich von persönlicher Beziehung zu Beziehung hangeln», sagt Bhend. Auch für die Musiker sei das Setting reizvoll.
«Solche Auftritte sind dankbar für Musiker, weil sie ein Publikum vor sich haben, das vorab die Kunst sieht und nicht ‹Promi›», betont Bhend. Dass Manu Chao in Spiez gratis gespielt hat, darf als Zeichen gewertet werden, dass er die Herangehensweise tatsächlich schätzt. An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt.
Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen. Mit Manu Chao erlebte die Reihe nun einen Höhepunkt. Für Bernie Schlott geht es dabei vor allem um das Miteinander: «Uns als Menschen auf Augenhöhe begegnen, unabhängig von unserer Herkunft oder unserem Bekanntheitsgrad. »ist als Lokalredaktorin für die Stadt Thun zuständig.
Sie schreibt über Politik, Kultur und alle anderen Themen, welche Thunerinnen und Thuner bewegen. Dabei interessiert sie sich vor allem für die Menschen und deren Geschichten.
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