Die diesjährigen Bedingungen für den Weinbau waren im Kantons Bern geradezu perfekt.
2023 fand der Läset an den Hängen am Bielersee früher als in anderen Jahren statt. Trauben, so weit das Auge reicht: So ist es den Winzerinnen und Winzern dieses Jahr beim Läset ergangen. Schon 2022 war ein sehr gutes Traubenjahr, heuer fällt die Ernte jedoch noch grösser aus.
Im Jahr 2023 wurde im Kanton Bern auf einer Rebfläche von 251 Hektaren heuer über 1900 Tonnen Trauben geerntet, wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt. Rund 3,7 Prozent sei der Ertrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Vergleicht man aber die Ernte mit dem Mittelwert der letzten zehn Jahren, dann ist der Ertrag um ganze 18 Prozent höher.
In der Region um den Bielersee wurde der grösste Teil der Trauben geerntet. 1743 Tonnen Trauben wurden abgelesen. Am Thunersee waren es 132 Tonnen und 48 Tonnen um übrigen Kantonsgebiet. Der gute Ertrag sei zurückzuführen auf eine überaus Weinbau-freundliche Witterung: Hohe Durchschnittstemperaturen, viele Sonnentage, und genügend Niederschläge zum richtige Zeitpunkt sowie praktisch keinen Hagel. Bis zur Ernte blieb das Traubengut somit sehr gesund. Auch die Kirschessigfliege hatte wegen der Trockenheit schwierigkeiten sich zu verbreiten.
Gute Weinjahre gab es in den letzten zehn Jahren nebst 2022 und 2023 auch in den Jahren 2016 mit 1970 Tonnen und 2018 mit über 2000 Tonnen. Ernüchternd entfiel die Ernte von 2021 mit gerade einmal 974 Tonnen, dies aufgrund von Frost und Befruchtungsstörungen: Die Traubenproduktion ist und bleibt ein Naturprodukt, welches nebst dem Handwerk auch sehr abhängig vom Wetter ist.
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