Gewerkschaften wehren sich, wenn ihre Mitglieder länger arbeiten sollen. Nicht so in Südkorea: Dort ist ein hohes Renteneintrittsalter gewollt.
Mit dem Kampf für ein höhres Rentenalter wollen sie den Arbeitnehmern einige Jahre mehr Lohn verschaffen, bevor sie sich einen anderen Job suchen müssen, um ihre für gewöhnlich magere Rente aufzubessern.
Die viertgrösste Volkswirtschaft Asiens hat eine der am schnellsten alternden Bevölkerungen der Welt. Schon 2025 dürften Prognosen zufolge mehr als ein Fünftel der Einwohner 65 Jahre oder älter sein. Die Armutsquote unter älteren Menschen ist dabei dreimal so hoch ist wie im Durchschnitt der in der OECD vereinigten Industriestaaten.Die Gewerkschaftsforderung nach einem späteren Renteneintritt ist allerdings alles andere als unumstritten.
will am Mittwoch Pläne für mögliche Streiks vorstellen. Sie fordert ebenfalls eine Anhebung des Renteneintrittsalters, und zwar von 60 auf 64 Jahre.Das südkoreanische Gesetz schreibt ein Renteneintrittsalter von 60 Jahren oder höher vor. Die meisten Unternehmen wenden jedoch die unterste Grenze von 60 Jahren an. Der Nationale Rentendienst beginnt aber je nach Geburtsdatum erst im Alter von 63 bis 65 Jahren mit der Auszahlung.
Der Anteil der Südkoreaner, die 65 Jahre oder älter sind, ist von 11,9 Prozent im Jahr 2013 auf aktuell 18,4 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Prognosen des Statistikamtes zufolge dürfte er im Jahr 2050 die Marke von 40 Prozent überschreiten. Der NPS hat Schwierigkeiten, die schnell alternde Bevölkerung zu versorgen. Lag die Lohnersatzquote 1998 noch bei 70 Prozent, soll sie bis 2028 auf 40 Prozent fallen.
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