Waldbrand in Kalifornien: Feuerwehrmann Pascua über die unberechenbare Lage

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Waldbrand in Kalifornien: Feuerwehrmann Pascua über die unberechenbare Lage
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Brent Pascua, Bataillonschef von «Cal Fire», berichtet über die Herausforderungen des Palisades-Waldbrandes in Kalifornien. Extreme Winde und die unvorhersehbare Lage machen die Löscharbeiten extrem schwierig.

So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt», erzählt der Feuerwehr mann Brent Pascua , der seit dem Ausbruch des Palisades- Waldbrand es im Westen von Los Angeles im Einsatz steht. Der Bataillonschef von «Cal Fire», der Feuerwehr des Bundesstaats Kalifornien, beschreibt die Situation, die er am Dienstag antraf, als so unberechenbar wie noch nie. Grund dafür seien extrem starke Winde gewesen, die das Feuer in alle möglichen Richtungen blies.

«Es war, als würde man einen Brand mitten in einem Hurrikan löschen müssen.»\«Normalerweise können wir bei einem Waldbrand in etwa abschätzen, wie sich ein Feuer ausbreitet und uns entsprechend verhalten.» Doch bei diesem Brand sei alles anders gewesen: «Vom Strand her wehte es uns Sand entgegen, vom Hügel her Asche.» Bereits das Vorrücken der Einsatzkräfte ins Brandgebiet sei schwierig gewesen. «Wenn du durch Strassen fährst, bei denen auf beiden Seiten Feuer lodern, und die Winde das Feuer auf die Strasse wehen, bist du unglaublicher Hitze ausgesetzt, was auch Feuerwehrautos beschädigen kann.»\Alles gelöscht? Der Schein trügt! Ich treffe Pascua am Sonntag an einem Kommandoposten am Pacific Coast Highway unterhalb des Stadtteils Pacific Palisades, der durch das Feuer fast vollständig zerstört wurde. Pascua fährt mit mir Richtung Brentwood etwas weiter östlich, wo sich die Brände am Tag zuvor ausbreiteten und die Feuerwehr auch am Sonntag noch im Einsatz steht. «Hier bedroht das Feuer die Community. Wir sind mit Feuerwehrleuten, Helikoptern und Flugzeugen im Einsatz, um die Häuser zu retten.»\Nach über 24 Stunden Dauereinsatz sind am Ort, wo wir ankommen, aber keine Flammen mehr zu sehen. Wir stehen oberhalb des Mandeville Canyons, neben einer evakuierten Villa, und schauen in die vollständig ausgebrannte Schlucht hinunter: «Es sieht zwar so aus, als wäre das Feuer gelöscht, aber der Schein trügt. Sehr viel Hitze liegt noch im Boden, die jederzeit an die Oberfläche kommen und so das Feuer neu entfachen kann», erklärt der ranghohe Feuerwehrmann. «Im Moment sind wir dran, mit Schläuchen in den Canyon runter zu gehen und Wasser unter die oberste Dreckschicht zu geben.» Erst, wenn das im ganzen Canyon geschehen sei, könne man von einem eingedämmten Feuer sprechen. «Die Winde der nächsten Tage werden zeigen, ob wir das Feuer hier eingedämmt haben oder nicht. Am Donnerstag werden wir es wissen.»\Der Mandeville Canyon ist eine tote Zone Im Unterschied zu den ersten Tagen der Waldbrände, als die starken Winde tobten, habe das Wetter die letzten beiden Tagen die Löscharbeiten erleichtert. «Am Anfang hatten wir kaum eine Chance gegen die Flammen. Da ging es einfach nur darum, Menschen und Tiere zu retten. Gar nichts anderes.» Doch bei den jetzigen Verhältnissen könne man so arbeiten, wie man es sich gewohnt ist. «Auch die Helikopter und Flugzeuge können wir sicher einsetzen.» Wo die Brände wieder aufflammen, sei fast unmöglich vorherzusehen, da die Winde schwer vorherzusagen seien. «Sicher kommt es hier am Mandeville Canyon zu keinem Waldbrand mehr, da es schlicht und einfach keine Büsche mehr hat, die brennen können.» Es sei nun eine tote Zone. «Diese Häuser sind für die nächsten zwei, drei Jahre vermutlich am sichersten, doch statt ins Grüne bleibt halt ein Ausblick auf einen ausgebrannten Canyon.»\Nachverarbeitung sei enorm wichtig Dass beim Palisades-Feuer bisher keine Feuerwehrleute ums Leben kamen oder schwer verletzt wurden, sei fast ein Wunder, sagt Pascua. «Das schlimmste für einen Feuerwehrmann ist es, einen Kollegen zu verlieren. Ich habe das selbst schon erlebt.» So etwas präge einen für das ganze Leben. Einsätze in solchen Extremsituationen könnten auch traumatisch sein, selbst für erfahrene Feuerwehrmänner wie ihn. Doch vor allem für seine jungen Kollegen sei die Situation momentan unheimlich. «Aber wir schauen alle aufeinander. In solchen Ausnahmesituationen müssen wir uns gegenseitig den Rücken frei halten.» Pascua ist auch froh, dass das Thema mentale Gesundheit bei den Feuerwehren in den USA mittlerweile einen grösseren Stellenwert hat. «Als ich vor 20 Jahren angefangen habe, ging man nach der Arbeit einfach nach Hause und musste das Erlebte selbst verarbeiten.» Jetzt sei das anders. «Bilder eines vollkommen ausgebrannten Stadtteils wie Pacific Palisades vergisst man nicht einfach, wenn man am Abend ins Bett geht.

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