Die SVP gewinnt die Wahlen, die Grünen verlieren sie. Steht der Schweiz nun ein neuer bürgerlicher Schulterschluss bevor? Nein – weil Die Mitte ein neues Selbstbewusstsein zeigt.
SVP-Präsident Marco Chiesa triumphiert – aber Gerhard Pfister will ihm in den nächsten vier Jahren nicht einfach so Hand bieten., er war kürzlich wieder da, niemand möchte da noch spazieren gehen, niemand möchte da nach draussen, niemand dort leben! Eine untragbare Lage sei das, sagt Marco Chiesa, der Präsident der stärksten Partei der Schweiz. Er ist derMarco Chiesa erzählt mehrere Male an diesem Nachmittag von seinem Ausflug nach Chiasso.
Dabei ist Chiesa keine Identifikationsfigur wie Christoph Blocher, Ueli Maurer oder Toni Brunner. Doch die SVP funktioniert inzwischen wie eine Maschine. Wer sie bedient, spielt kaum eine Rolle. Wichtig sind die Strategen im Hintergrund, die im richtigen Moment die richtigen Knöpfe drücken. Doch das scheint auch nicht Pfisters primäre Strategie zu sein. Er möchte die Macht lieber im Parlament statt in der Regierung ausspielen. Mitte und GLP sollen künftig gemeinsam die grossen Pläne erarbeiten. In der Sozialpolitik, der Europapolitik, der Klimapolitik - und auch beim Thema Migration. Dort sagt Pfister: «Den Missbrauch im Asylwesen müssen wir angehen.» Seine Devise: FDP und SVP können mitmachen, wenn sie wollen.
«Ein Schübel Arbeit» bleibe das, sagt Pfister. Vor allem müsse seine Partei geschlossener auftreten. Was er damit meint, sind seine Ständeräte. Sie sind in den letzten vier Jahren häufig von der Parteiposition abgewichen, haben Pfisters Mehrheiten ruiniert. «Dass wir mit unserem aktuellen Kurs Erfolg haben, kann ja auch parteiintern ein Zeichen sein.» Pfister weiss: Der Ständerat wird eine wichtige Rolle spielen in den nächsten vier Jahren.
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