Der niederländische Nationalspieler spricht offen über seinen finanziell lukrativen Transfer zu Al-Qadisiyah und seine harte Vergangenheit vor der Profikarriere.
Mit 19 Jahren arbeitete Tijjani Reijnders noch als Kassierer bei Aldi – heute verdient er laut Medienberichten gut 100 Millionen Franken in fünf Jahren. Der niederländische Nationalspieler wechselte im Sommer für rund 61 Millionen Euro von Manchester City zu Al-Qadisiyah.noch an der Kasse bei Aldi und füllte Regale auf.
Der Traum vom Profifussball war damals alles andere als selbstverständlich. Inzwischen ist der Niederländer Nationalspieler, spielte für die AC Milan und– und verdient nun in Saudi-Arabien ein Vermögen. Gegenüber «The Players’ Tribune» spricht der 28-Jährige ungewöhnlich offen über die finanziellen Gründe für seinen Wechsel zu Al-Qadisiyah, aber auch seine harte Vergangenheit. Reijnders’ Weg nach oben dauerte.
Bei PEC Zwolle gelang ihm der Durchbruch zunächst nicht, später musste er sich auch bei AZ Alkmaar gedulden. Nebenbei arbeitete er bei Aldi. Danach ging es steil bergauf: 2023 wechselte er zur AC Milan, zwei Jahre später zu Manchester City. Nach nur einer Saison in England folgte im Sommer der Wechsel nach Saudi-Arabien.
Al-Qadisiyah bezahlte für ihn laut Medienberichten rund 61 Millionen Euro. Finanziell lohnt sich der Transfer für Reijnders gewaltig. Laut Medienberichten kassiert er über fünf Jahre umgerechnet gut 100 Millionen Franken. Dass das Geld bei seinem Entscheid eine grosse Rolle spielte, versucht Reijnders gar nicht erst zu verstecken.
«Ich geldgierig? Kann ich nicht abstreiten», sagt der niederländische Nationalspieler.
«Man kann natürlich immer den moralisch Überlegenen spielen, aber ich glaube, bei einem solchen Angebot würde jeder ja sagen. » Er wolle nach der Fussballkarriere nicht mehr arbeiten müssen und auch seine Enkel finanziell absichern. Reijnders offen: «Warum sollte ich es also nicht tun? » Die Familie ist ihm so oder so sehr wichtig.
Angesprochen auf seinen Sohn sagt er: «Vater zu sein ist der beste Job. Früher habe ich im Bett noch die Aldi-Kassengeräusche gehört, nun höre ich nur noch seine Stimme. »Ganz auf sportliche Argumente verzichtet Reijnders aber nicht. Bei seiner Vorstellung erklärte er noch, vor allem die Ambitionen des Clubs hätten ihn gereizt.
Al-Qadisiyah wolle zu den grössten Vereinen Asiens gehören. Ganz mit Europa abgeschlossen hat Reijnders trotzdem nicht. Trainer Brendan Rodgers habe ihm aufgezeigt, dass er nach drei oder vier Jahren in Saudi-Arabien zurückkehren könne.
«Das ist auch mein Ziel», sagt Reijnders. Ich habe Verständnis dafür, jeder würde bei so einem Angebot zuschlagen. Ich finde es schade, da der sportliche Ehrgeiz dabei auf der Strecke bleibt. Ich verfolge den Fussball aus diesem Grund immer weniger.
Übrigens: Im Aufgebot für die Nations League mit den Niederlanden steht der 28-Jährige auch. Trainer Xavi setzt weiter auf ihn.
«Wenn man die Liga verfolgt, sieht man, dass das Niveau keineswegs schlecht ist. Und wenn ein Spieler dort gute Leistungen zeigt, habe ich kein Problem damit, ihn aufzubieten», so der neue Bonds-Coach. Sven Forster arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.
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