Ein bei einer Schneewanderung von Zermatt aufs Gornergrat verlorener Schlüssel wurde nach zehn Monaten in einem SBB-Reisezentrum abgegeben und seinem Besitzer zurückgegeben.
Ein Schlüssel, den Rudolf Hess aus dem Aargau bei einer Schneewanderung von Zermatt aufs Gornergrat verloren hatte, ist nach zehn Monaten wieder aufgetaucht. Der Schlüssel war in einem SBB -Reisezentrum abgegeben worden und konnte über die Schlüsselnummer seinem Besitzer zugeordnet werden. Hess holte ihn letzte Woche am Bahnhof Aarau ab.
Verlust auf der Schneewanderung
Der Aargauer verlor den Schlüssel bei einer Schneewanderung von Zermatt aufs Gornergrat. Eine Woche später fragte er in Zermatt bei mehreren Fundbüros nach, doch der Schlüssel blieb verschwunden. Hess gab die Hoffnung auf und benutzte seither seinen Zweitschlüssel.
„Ich hatte die Hoffnung bereits lange verloren, bis plötzlich meine Hausverwaltung bei mir angerufen hat“, sagte Hess zu 20 Minuten. Die Hausverwaltung konnte über die Schlüsselnummer ausfindig gemacht werden und kontaktierte ihn. Sie bat um ein Foto des Zweitschlüssels, um die Echtheit zu prüfen.
Rückgabe über SBB-Fundservice
Der Schlüssel war bei einer Schneewanderung verloren gegangen und wurde in einem SBB-Reisezentrum abgegeben. Die SBB bearbeitet jährlich über 150'000 Fundsachen, rund 60 Prozent finden zu ihren Besitzern zurück. Im Fall von Hess dauerte es zehn Monate, bis er seinen Schlüssel wieder in den Händen hielt.
„Jemand hat tatsächlich meinen Schlüssel gefunden und ihn in einem SBB-Reisezentrum abgegeben“, so Hess. Er zeigte sich erfreut: „Ich finde es schön, dass es auch heute noch Menschen gibt, die gefundene Sachen abgeben. Gerade in einer Zeit, in der man oft hört: Früher war alles besser.“
Der Schlüssel sei stark verrostet gewesen, als er ihn am Bahnhof Aarau abholte. „Man merkt, dass er lange herumlag. Er ist jetzt ganz verrostet“, sagte Hess. Trotzdem sei es ein schönes Erlebnis für ihn gewesen. Die SBB konnte ihm nicht sagen, wer den Schlüssel gefunden hatte.
Dank an den Finder
Für Hess ist die Rückgabe keine Selbstverständlichkeit. „Ich möchte der Person, die meinen Schlüssel gefunden hat, etwas Gutes tun. Ich habe ein Lieblingscafé in Zermatt und würde ihr gerne einen Gutschein schenken“, sagte er. Damit möchte er seine Dankbarkeit ausdrücken.
Die SBB und angeschlossene Transportunternehmen bearbeiten jährlich über 150'000 Gegenstände. Zu den häufigsten Fundstücken gehören Schlüssel, Rucksäcke, Mobiltelefone sowie Jacken und Mäntel. Rund 60 Prozent der Gegenstände finden wieder zu ihren Besitzern zurück.
Kuriose und wertvolle Fundstücke
Neben alltäglichen Dingen werden in Zügen auch sehr wertvolle Gegenstände vergessen, wie die SBB auf Anfrage von 20 Minuten mitteilte. Dazu gehörten eine Stradivari-Geige mit einem geschätzten Wert im Millionenbereich, 13'000 Franken Bargeld und ein teurer Verlobungsring. Unter den Fundgegenständen befanden sich auch kuriose Dinge wie eine Schaufensterpuppe, ein Rollstuhl, eine Urne und eine große, bunte Gorillamaske.
Der Fall von Rudolf Hess zeigt, dass sich eine Nachfrage bei den Fundbüros lohnen kann – auch wenn es manchmal Monate dauert. Die SBB empfiehlt, verlorene Gegenstände umgehend zu melden und die Schlüsselnummer oder andere Identifikationsmerkmale anzugeben, um die Rückgabe zu erleichtern.
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