Der Trend zum verantwortungsvollen Anlegen scheint in den USA zurückzuweichen. Tech-Giganten wie Elon Musk und Jeff Bezos suchen die Nähe zu Donald Trump, der die Klimapolitik umgeht und die Fossilwirtschaft fördert. Nachhaltigkeitspionier Reto Ringger sieht, mit Sorge, wie die einst so zukunftsorientierte Welt der Technologie und des Finanzwesens an den alten, umweltschädigenden Denkweisen festhält.
Verantwortungsvolles Anlegen ist out – mindestens in den USA. Dort stehen Tech-Milliardäre bei ihrem einstigen Erzfeind und Klimaleugner Donald Trump für ein Dinner Schlange. Nachhaltigkeitspionier Reto Ringger reibt sich die Augen. Für seine Globalance Bank sucht der 61-jährige neue Aktionäre.Das Geschäft mit sauberen, fairen und ehrlichen Finanzanlagen ist am Ende.
Ringger erfand in den 1990er-Jahren den Dow Jones Sustainability Index, eine Art Schaufenster, in dem sich Grossunternehmen erstmals aus der Nachhaltigkeitsperspektive mit ihren im brancheninternen Wettbewerb besten Geschäftsmodellen hervortun konnten.
Was aber denkt der 61-Jährige über die spektakuläre politische Kehrtwendung der ganzen amerikanischen Technologie-Elite, die in vielen dieser Technologien eine Schlüsselrolle spielt? Es ist noch nicht lange her, als Tesla-Erfinder Elon Musk einer der eindringlichsten Klimawarner war. Jetzt sagt der «First Buddy» und Berater Trumps, die Klimarisiken würden überzeichnet.
In Europa gäbe es nach wie vor einen gesellschaftlichen Druck, das Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft zu fördern. «Umweltfreundliche Produkte haben in unseren Breitengraden eine höhere Akzeptanz», weiss Ringger aus seiner Erfahrung im Finanzmarkt. «Das Problem ist nur, dass die Etikettierung dieser Umweltfreundlichkeit zu einer Flut von Informationen und Standards geführt hat, die Konsumenten und Anleger völlig überspülen.
Die Schweiz mache es besser mit den vom Bund entwickelten «Swiss Climate Scores». Die Fondsanbieter sind frei, das Label zu verwenden oder nicht. Es bewertet nur die Klimafreundlichkeit einer Anlage und beschränkt sich auf 15 Kriterien. «Auch dieses System ist für Laien nicht einfach zu verstehen, aber im Vergleich mit der EU-Regulierung ist es dennoch pragmatisch», findet Ringger.
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