Die USA und China haben sich in San Francisco darauf verständigt, den seit Mai geltenden Aufschub der Zölle um zwei Monate zu verlängern. Die Atempause ermöglicht es, die Wirtschaftsbeziehungen weiter zu prüfen. US-Finanzminister Bessent verkündete die Einigung, während China die offizielle Bestätigung noch schuldig blieb.
«Ich bin hier, um die Freundschaft und die Zusammenarbeit auszubauen», sagte Xi bei seiner Ankunft. Trump sprach von einer «wahrhaft grossartigen Freundschaft» zu Xi. Man habe «enorme Fortschritte» bei den Problemen erzielt, mit denen beide Länder konfrontiert seien.
Eine Zusammenarbeit zwischen China und den USA könne vielleicht nicht jedes Problem auf der Welt lösen, sagte Xi.
«Aber ohne unsere Zusammenarbeit wäre es schwer, viele der Probleme der Welt zu lösen. » Einladung für US-Studenten nach China Als Zeichen des guten Willens kündigte Xi an, dass in wenigen Tagen zwei Pandas in den Zoo von Atlanta einziehen würden.
Zudem wolle China in den kommenden fünf Jahren 100'000 junge US-Bürger zu Austausch- und Studienbesuchen einladen. Beide Länder müssten friedlich koexistieren und der Wettbewerb solle positiv und mit Grenzen geführt werden, sagte Xi weiter. Trump erklärte, er und Xi würden über Sicherheit, Technologie und Künstliche Intelligenz sprechen.
Zudem arbeite man auf eine ausgewogenere Handelsbeziehung hin, die amerikanischen Landwirten neuen Marktzugang verschaffen solle. Xi gratulierte im Namen des chinesischen Volkes zum 250. Jahrestag der Gründung der USA. Atempause im Zollstreit Kurz nach der Ankunft Xis verkündete Finanzminister Scott Bessent beim Sender «Fox News», dass sich beide Länder auf eine Verlängerung ihrer Zollpause um zwei Monate verständigt hätten.
«Wir haben heute vereinbart, das sogenannte Busan-Abkommen zu verlängern», sagte Bessent. Auffällig: Von chinesischer Seite gab es auch Stunden später noch keine Bestätigung eines Abkommens. Das Handelsministerium liess eine Anfrage unbeantwortet. Das Aussenministerium sah sich angesprochen auf Bessents Ankündigung nicht zuständig in der Sache.
Wie Bessent mitteilte, soll der Aufschub der Zölle statt bis zum 10. November nun bis zum 10. Januar gelten.
«Das verschafft uns mehr Zeit, um zu prüfen, was wir auf wirtschaftlicher Ebene tun können. » Der Einigung waren Bessent zufolge mehrere Treffen mit Chinas Vizepremier He Lifeng vorausgegangen.
Zollstreit USA-China Wirtschaftsbeziehungen Bessent Zollpause
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