Der US-Präsident lässt seine Anhänger schwören, dass sie wählen gehen, er investiert Unsummen in TV-Spots, und er droht dem Iran mit «Vernichtung». Aber reicht das für den Sieg bei den Kongresswahlen?
Der US-Präsident lässt seine Anhänger schwören, dass sie wählen gehen, er investiert Unsummen in TV-Spots, und er droht dem Iran mit «Vernichtung». Aber reicht das für den Sieg bei den Kongresswahlen?
Donald Trump braucht positive Schlagzeilen, in knapp sechs Wochen finden die Midterms statt. Die Republikaner wollen ihre hauchdünnen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verteidigen, liegen in den Umfragen jedoch zurück. Wenig hilfreich ist dabei der anhaltende Irankrieg, der ausserdem die Benzinpreise in die Höhe treibt. , falls das Regime in Teheran nicht in einen Deal einwillige.
Und das vor der Vollversammlung der UNO, jener Organisation, die 1945 gegründet wurde, um Kriege zu verhindern. Eigentlich ist es die Regel, dass die Partei des US-Präsidenten nach dessen ersten beiden Jahren im Amt bei den Zwischenwahlen Sitze im Kongress verliert. Entsprechend halten sich die Präsidenten im Wahlkampf eher zurück, um die Kandidaturen ihrer Parteikolleginnen und -kollegen nicht zu gefährden.
«Ich stehe auf dem Wahlzettel»: US-Präsident Donald Trump hat die Kongresswahlen mit seiner Person verknüpft, obwohl er weder kandidiert noch gewählt werden kann.. Er hat seinen Anhängern sogar zugerufen: «Stellt euch vor, ich stehe auf dem Wahlzettel – ich stehe auf dem Wahlzettel! » Und er hat sie bei einer Wahlkampfveranstaltung aufgefordert, zu schwören, dass sie an der Wahl auch tatsächlich teilnehmen.investieren Tech- und Krypto-Milliardäre Unsummen in den Wahlkampf der Republikaner.
Befürchtet wird ausserdem, dass die Trump-Partei illegale Mittel einsetzen könnte. So wird kolportiert, dass Wählerinnen und Wähler am Urnengang gehindert werden könnten. Etwa durch Beamte der Einwanderungsbehörde ICE, die in Latino-Hochburgen in Texas aufmarschieren könnten. Der US-Präsident selbst behauptet weiterhin, die Wahl Joe Bidens 2020 sei gestohlen gewesen, ohne dass er dafür je einen Beweis vorgelegt hätte.
Und er hat. Verfängt dieses Vorgehen? Hilft Trump der pompöse Staatsbesuch von Xi Jinping diese Woche? Oder bringt eine Oktober-Überraschung, ein unerwartetes politisches Ereignis kurz vor den Wahlen, die Wende?
Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit dem langjährigen USA-Korrespondenten Martin Kilian in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika? ». Kilian lebt in Charlottesville, Virginia.
«Ich stehe auf dem Wahlzettel»: US-Präsident Donald Trump hat die Kongresswahlen mit seiner Person verknüpft, obwohl er weder kandidiert noch gewählt werden kann.
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