Eine Studie zu US-Luftwaffenpiloten zeigt eine höhere Häufigkeit von Hodenkrebs, Hautmelanomen und Prostatakrebs im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Ob kosmische Strahlung in großer Höhe der Hauptgrund ist, bleibt unklar, da auch andere Faktoren wie UV-Strahlung eine Rolle spielen könnten.
Studie zu US Air ForceMehr Melanome, Prostata- und Hodenkrebs: Mehrere Untersuchungen zeigen bei militärischem Flugpersonal erhöhte Raten bestimmter Krebsarten. Ob kosmische Strahlung in großer Höhe wirklich dafür verantwortlich ist, bleibt allerdings offen.
Forschende warnen deshalb vor voreiligen Schlüssen. Eine neue wissenschaftliche Studie deutet darauf hin, dass Pilotinnen und Piloten von Kampfjets häufiger an bestimmten Krebsarten sterben als andere Berufstätige. Diese Ergebnisse werfen für einmal mehr die Frage auf, welche Rolle die kosmische beziehungsweise ionisierende Strahlung in großer Flughöhe dabei spielen könnte.untersuchte Offiziere der US Air Force, die zwischen 1970 und 2004 dienten. Bis 2018 wurde erfasst, wie häufig zehn verschiedene Krebsarten auftraten und wie hoch die entsprechende Sterblichkeit war.
Dabei wurden Kampfpiloten sowohl mit anderen Air-Force-Offizieren als auch mit der US-Gesamtbevölkerung verglichen. Im Vergleich zu anderen Offizieren hatten männliche Kampfpiloten ein erhöhtes Risiko, an Hodenkrebs, Hautmelanomen und Prostatakrebs zu erkranken. Bei der Krebssterblichkeit zeigten sich dagegen keine wesentlichen Unterschiede. Im Vergleich zur gesamten US-Bevölkerung traten bei männlichen Kampfpiloten Hautmelanome, Prostatakrebs und Non-Hodgkin-Lymphome häufiger auf.
Bei diesen drei Krebsarten war auch die Sterblichkeit erhöht.. Die statistischen Korrelationen seien relativ klein, so das US-Militär. Andere nicht erfasste Faktoren könnten auch eine Rolle spielen, wie beispielsweise UV-Strahlung, die ein Risikofaktor für Hautkrebs darstellte. Ebenso seien die Ursachen von Prostatakrebs mannigfaltig Rolle).
Eine weitere Untersuchung, die Military Aviators Cancer Study MACS, fand bei militärischem Flugpersonal insgesamt eine um 15 Prozent höhere Krebsinzidenz als in der US-Bevölkerung. Besonders hervortraten Melanome , Schilddrüsenkrebs und Prostatakrebs . Die zentrale Aussage der laufenden Erhebungen lautet indes nicht «Fliegen verursacht Krebs». Vielmehr stehe fest, dass Flugpersonal bei bestimmten Krebsarten auffällig erhöhte Raten aufweist, wobei deren Ursachen weiter erforscht werden müssen.
Neben kosmischer und solarer Strahlung kommen unter anderem UV-Strahlung, historische Materialien in Flugzeugen sowie andere professionelle und nicht-industrielle Faktoren als mögliche Kausalitäten infrage. Die laufende zweite Phase der MACS-Studie soll jetzt genauer untersuchen, welche konkreten beruflichen und umweltbedingten Expositionen mit den erhöhten Krebsraten zusammenhängen. Bis dahin empfehlen Mediziner und Forscher u. a. konsequenten UV-Schutz während des Fluges und regelmäßige Hautuntersuchungen - vorbeugende Maßnahmen, die heutzutage jeder Normalbürger gleichfalls unternehmen sollte.
Bei der deutschen Luftwaffe beziehungsweise der gesamten Bundeswehr gibt es in dieser Hinsicht bereits umfassende vorbeugende Maßnahmen und Krebsvorsorgeuntersuchungen. Da deutsche Soldaten der Luftwaffe über die unentgeltliche truppenärztliche Versorgunmedizinisch abgesichert sind, steht ihnen ein strukturiertes Programm zur Krebsfrüherkennung zur Verfügung. Fundierte Recherchen, Einordnung und Unabhängigkeit: Unsere Fachredaktion kennt die Luftfahrt aus Interviews, Daten und Recherchen vor Ort. Für den Preis eines Kaffees im Monat unterstützen Sie diese Arbeit und lesen aeroTELEGRAPH ohne Werbung.
Ihre Unterstützung macht den Unterschied. Aus Lufthansa-Kranich wird Air-Force-Kranich: Ehemalige D-ABYD fliegt schon eifrig für die USAVier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht. Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben.
Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage. Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen.
Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge. »
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