Die Urner Regierung hat am Montag den Abschuss eines Wolfes aus der Gegend Realp verfügt, nachdem die Schadensschwelle erreicht worden ist. Die Abschussverfügung gilt für 60 Tage.
Der Eurasische Wolf besiedelt verschiedene Lebensräume, von Wäldern bis zu offenen Graslandschaften in verschiedenen Klimazonen von der subpolaren Zone bis in die Subtropen. Die Grösse der Reviere von Wolfsrudeln variiert zwischen 100 und 300 Quadratkilometern in Mitteleuropa und 2500 Quadratkilometern in höheren Breiten.Der Wolf soll gemäss Mitteilung des Kantons Uri auf der Alp Schweig im Witenwasserental in den vergangenen Tagen 14 Hausziegen gerissen haben.
«Das Urserntal ist Wolfpräsenzgebiet, weil sich bereits in anderen Jahren Wolfrisse an Nutztieren ereignet hatten», heisst es in der Mitteilung des Kantons. Gemäss der Beurteilung des Amts für Landwirtschaft handelt es sich bei der Alp Schweig um eine nicht zumutbar schützbare Alp, weshalb die Schadensschwelle von mindestens sechs getöteten Nutztieren erreicht worden ist.
Der Kanton warnt, dass mit weiteren Angriffen gerechnet werden muss. Um weiteren Schaden zu verhindern, wurden Herdenschutzmassnahmen auf der betroffenen Alp in Absprache mit dem Herdenschutzverantwortlichen ergriffen. Die Abschussbewilligung ist auf 60 Tage befristet. Der Abschussperimeter entspricht dem Alpperimeter der Wolfrisse im Witenwasserntal. Für den Abschuss ist das kantonale Amt für Forst und Jagd zuständig.
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