Seit gut einem Jahr leitet Claudia Nuber die Pfarrei St. Leodegar. Nun kritisieren zwei bekannte Katholiken das neue Führungsmodell.
Die Stadtluzerner Pfarrei St. Leodegar im Hof zählt rund 4700 Mitglieder, womit sie zu den bedeutendsten Zentren des katholischen Glaubens in der Zentralschweiz gehört. Seit einiger Zeit scheint der Haussegen in der Hofkirche allerdings schief zu hängen. «Es gibt grosse Unruhe in der Pfarrei», sagt Anton F. Steffen. Der ehemalige CVP-Politiker beobachtet die Entwicklung in der Hofkirche seit längerem mit Sorge, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung.
. Als solche ist sie unter anderem mit administrativen Aufgaben betreut, um dem Leitenden Priester Beck den Rücken für die Seelsorge frei zu halten.«Ich verstehe absolut, wenn sich ein Priester Unterstützung für die administrativen Aufgaben holt», betont Anton F. Steffen. Massive Probleme hat er allerdings mit der neuen Stelle der Pfarreileiterin. Er nennt die Schaffung dieser Stelle «widerrechtlich». Denn ein solches Amt gebe es laut Gesetz gar nicht.
Dazu muss man wissen, dass die kantonale Exekutive bis 2024 noch über Wahlrechte in diversen Pfarreien verfügteIst denn die Kritik nicht reine Paragrafenreiterei? Steffen verneint. Die Aufgabenteilung habe handfeste Konsequenzen. Sein Beispiel: «Claudia Nuber darf die Messe im Gottesdienst zwar nicht selbst lesen, aber sie kann entscheiden, wer sie liest.» Es sei also theoretisch möglich, dass sie Beck aus der Messe ausschliesst und durch jemand anderen ersetzt.
Ein weiteres Pfarreimitglied hat festgestellt, dass die neue Führungsstruktur Unruhe in die Hofkirche gebracht hat. Der Jurist Loris Fabrizio Mainardi, der sich seit 25 Jahren als Lektor in der Liturgie engagiert, bestätigt auf Anfrage: «Mir ist bekannt, dass es in kurzer Zeit zu zahlreichen Abgängen gekommen ist.
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