UNHCR warnt vor Schulkrise für 13,1 Millionen Flüchtlingskinder

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UNHCR warnt vor Schulkrise für 13,1 Millionen Flüchtlingskinder
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Das UNHCR warnt vor einer Schulkrise: 5,8 Millionen Flüchtlingskinder gingen 2024 nicht zur Schule. Die Finanzkrise bedroht die Bildung von 13,1 Millionen Kindern.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit Sitz in Genf warnt, dass für Millionen Flüchtlingskinder bald kein Geld mehr für den Schulbesuch vorhanden sein könnte. Die Organisation befindet sich in einer tiefen Finanzkrise. Bereits im vergangenen Jahr gingen 5,8 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule, was 44 Prozent der schätzungsweise 13,1 Millionen Flüchtlingskinder weltweit entspricht. Ein Archivbild zeigt Kinder aus dem Sudan in einer Schule in Giza, Ägypten.

Finanzkrise bedroht Bildung von Flüchtlingskindern

Die Finanzkrise des UNHCR hat direkte Auswirkungen auf die Bildungsprogramme für Flüchtlinge. Sollte keine zusätzliche Finanzierung gefunden werden, könnten Millionen Kinder ihren Zugang zu Bildung verlieren. Die Organisation betont, dass Bildung ein grundlegendes Recht ist und eine entscheidende Rolle für die Zukunft dieser Kinder spielt. Die Reduzierung der Mittel im Bildungsbereich würde eine ganze Generation junger Menschen ihrer Chancen berauben.

In einer Grundschule waren im vergangenen Jahr wenigstens zwei von drei Kindern. Auf weiterführende Schulen schaffte es jedoch nur einer von drei Minderjährigen. Bei denen, die weiterführende Schulen besuchen konnten, war der Erfolg groß: Erstmals setzten 2025 mehr als 450'000 von ihnen ihre Lernlaufbahn fort, an Universitäten oder beruflichen Bildungseinrichtungen. Das entspricht elf Prozent aller Flüchtlingskinder, nach neun Prozent im Jahr davor (2024).

Erfolge bei weiterführender Bildung trotz Hindernissen

Die Zahlen zeigen, dass trotz der schwierigen Umstände Fortschritte erzielt wurden. Immer mehr Flüchtlingskinder schaffen den Sprung an weiterführende Schulen und Universitäten. Dieser Erfolg ist jedoch durch die aktuelle Finanzkrise akut bedroht. Das UNHCR appelliert an die internationale Gemeinschaft, die Bildungsprogramme für Flüchtlinge weiterhin zu unterstützen, um diese positiven Entwicklungen nicht zu gefährden.

Der im Irak geborene UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Barham Salih, betonte die Bedeutung von Bildung für sein eigenes Leben. Seine Familie musste in den Iran fliehen, wo er als Kind eine Flüchtlingsschule besuchte. Später studierte er in Großbritannien und promovierte in Statistik und Computeranwendungen im Ingenieurwesen. Er sagte, Bildung habe ihm Chancen eröffnet, die ihm durch die Vertreibung sonst vielleicht verwehrt geblieben wären.

Appell an die internationale Gemeinschaft

Salih warnte, dass in einer Zeit, in der die Finanzierung humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit stark unter Druck steht, Kürzungen im Bildungsbereich drohen, einer ganzen Generation junger Menschen Chancen zu versperren. Das UNHCR ruft daher zu verstärkter Unterstützung auf, um sicherzustellen, dass Flüchtlingskinder weiterhin zur Schule gehen können. Die Zukunft von Millionen Kindern steht auf dem Spiel.

Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, die Finanzierung des UNHCR zu erhöhen, um die Bildung von Flüchtlingskindern nachhaltig zu sichern. Nur so kann verhindert werden, dass eine ganze Generation ohne ausreichende Bildung aufwächst und ihre Potenziale ungenutzt bleiben. Das UNHCR setzt sich weiterhin dafür ein, dass jedes Flüchtlingskind die Chance auf eine gute Ausbildung erhält.

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