Der Minimalismus kann sich warm anziehen: Glitzer ist zurück. Nach Nägeln und Make-up funkelt es jetzt sogar auf den Zähnen – mit Tooth Gems, kleinen Schmucksteinen, die das Bling-Bling der 2000er zurückbringen. Doch bevor du dich dem Strass hingibst, solltest du wissen, worauf es dabei ankommt.
Ein Beitrag geteilt von TEETH WHITENING AND TOOTH GEM SPECIALISTS 💎 Der Minimalismus kann sich warm anziehen: Glitzer ist zurück. Nach Nägeln und Make-up funkelt es jetzt sogar auf den Zähnen – mit Tooth Gems, kleinen Schmucksteinen, die das Bling-Bling der 2000er zurückbringen.
Doch bevor du dich dem Strass hingibst, solltest du wissen, worauf es dabei ankommt. Die Suchanfragen nach «tooth gem aesthetic» sind laut Pinterest innerhalb eines Jahres um 81 Prozent gestiegen. Zusammenfassung erstellt mit Für die Gäste gibt es pinke Federboas, Kronen und Plastikbecher, verziert mit grossen funkelnden Steinen. Auch der Geburtstagskuchen strahlt mit jeder Menge künstlichem Bling-Bling.
Für einen Kindergeburtstag etwas viel, für Kylie Jenner offenbar genau richtig. Die sonst für ihre minimalistische Ästhetik bekannte Unternehmerin für die Party zu ihrem 29. Geburtstag plötzlich alles in Strass – ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass Glitzer zurück ist. Tooth Gems lassen Zähne funkelnalso auf den Zähnen befestigte Schmucksteine.
Die kleinen Schmucksteine waren bereits Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre beliebt – nun feiern sie mit dem Y2K-Revival ihr Comeback. Der Trend zum verzierten Lächeln nimmt Fahrt auf. Eine Anfrage von blue News bei Pinterest bestätigt den Trend: Die internen Daten der Plattform zeigen, dass die weltweiten Suchanfragen nach «tooth gem aesthetic» im August 2026 um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind.
Bei «two tooth grillz» betrug der Anstieg zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 sogar 460 Prozent.
«Besonders einflussreich war Bella Hadids winziger Diamant, der Zahnschmuck raffiniert, mühelos und unbestreitbar cool wirken liess», sagt Nazanin Böhle, Gründerin vongegenüber blue News. Die Zahnärztin stellt eine deutliche Zunahme der Nachfrage nach Tooth Gems fest – insbesondere bei den 18 bis 35-Jährigen. Der Glitzerzahn ist also auch in der Schweiz angekommen.
«Doch während Prominente die Inspiration liefern mögen, wünschen sich Patientinnen und Patienten nur selten eine exakte Kopie», sagt sie. «Vielmehr möchten sie etwas Persönliches kreieren – von Initialen und bedeutungsvollen Symbolen bis hin zu Farben, Formen und individuellen Anordnungen». Doch der klassische kleine Kristall gehört nach wie vor zu den beliebtesten Varianten. Mit dem anhaltenden Y2K-Revival in der Mode war zu erwarten, dass auch der Glitzertrend wieder aufploppt.
Doch im Vergleich zu damals geht es heute um mehr als den Wunsch, Teil eines Schönheitsideals zu sein. Vielmehr wirkt Bedazzling wie eine Gegenreaktion auf das Streben nach Perfektion und den allgegenwärtigen Minimalismus. Nach Jahren, in denen Zurückhaltung und Minimalismus als Schönheitsideal galten – von der «Clean Girl»-Ästhetik bis zum «Quiet Luxury» – wirkt Strass fast wie eine bewusste Verweigerung dieser Ästhetik.
Nach Jahren von Beige und Minimalismus zeigt Jenna Ortega mit ihrem funkelnden Givenchy-Top, wie opulent der neue Strass-Trend ausfallen kann. Die Mode setzt wieder auf Maximalismus und sichtbaren Glanz: Givenchy etwa schuf ein pompöses Oberteil, das aus übergrossen Steinen gefertigt ist, die durch Ketten und Perlen miteinander verbunden sind. Das extravagante Top sorgte für grosses Aufsehen und wurde schon von mehreren Stars auf Red Carpets getragen.
Beim Luxusmodehaus Viktor & Rolf wird das Spiel mit der Dekadenz auf die Spitze getrieben: Extreme Zurückhaltung trifft auf Prunk und Glitzer. Das Make-up der Models ist feenhaft und weit weg von der Clean-Girl-Ästhetik der letzten Jahre: Eine breite goldene Glitzerspur mit Strasssteinchen zieht sich bis weit an die Schläfen. Und auch bei Dolce & Gabbana glitzert der Denim.
Für den Sommer 2027 präsentierten die Designer Jeans, die mit Steinen, Kristallen und Perlen besetzt sind und bei jedem Schritt das Licht einfangen. In einer durch und durch maximalistischen Kollektion wird selbst das einst für Schlichtheit stehende Kleidungsstück zum echten Schmuckstück. — dem Trend, Kleidung, Accessoires und Alltagsgegenstände selbst mit Steinen, Kristallen und Strass zu verzieren — wird das Dekorieren selbst wieder zur Aussage. Was dabei an Wert gewinnt, ist die Individualisierung, verstärkt durch den DIY-Gedanken.
Wie weit diese Lust am Verzieren inzwischen geht, zeigt Zara Larsson. Die Sängerin schmückt ihr Gesicht grosszügig mit Glitzer und Steinchen. In einem Instagram-Reel geht sie noch einen Schritt weiter: Sie zeigt, wie sie sich einen kleinen Schmuckstein selbst auf den Zahn klebt – inklusive UV-Lampe.
«Vor einer fachgerechten Befestigung kann zunächst beurteilt werden, ob der betreffende Zahn und das umgebende Zahnfleisch dafür geeignet sind. Zudem können geeignete dentale Materialien ausgewählt und Materialüberschüsse sorgfältig entfernt werden. Bei einer Selbstanbringung fehlen sowohl die zahnmedizinische Beurteilung als auch die kontrollierte Verarbeitung», erklärt Prof. Dr. med. dent. Tobias Tauböck, Leiter Kariologie und Restaurative Zahnerhaltung an der Universität Zürich, gegenüber blue News.
«Tooth Gems sollten daher weder selbst angebracht noch selbst entfernt werden». Bei einer fachgerechten Befestigung wird der Schmuckstein auf den Zahnschmelz geklebt. Gesunde Zahnsubstanz muss dafür nicht abgeschliffen oder angebohrt werden – und sollte laut Tauböck auch keinesfalls mechanisch bearbeitet werden. Bei gesunden Zähnen und fachgerechter Befestigung ist das Risiko laut Tauböck begrenzt.
Entscheidend ist zudem eine gute Mundhygiene, da sich im Übergangsbereich zwischen Schmuckstein, Befestigungsmaterial und Zahn vermehrt Beläge anlagern können. Wer mit dem Gedanken an einen Tooth Gem spielt, sollte also auch bei der Zahnpflege besonders sorgfältig sein. Ob auf Nägeln, Gesicht oder Zähnen: Der neue Glitzertrend steht damit weniger für ein bestimmtes Schönheitsideal als für die Lust, den eigenen Look wieder sichtbarer zu gestalten. Nach Jahren des Minimalismus darf es wieder mehr sein – zumindest solange es glitzert.
Platinblond, pointiert, passioniert: Zwischen zwei Couture-Tagen in Paris traf blue News den Stylisten Nikky Chicanot – und bekam Antworten, die ebenso direkt wie stilvoll waren.
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