Eine Umfrage zeigt: 37 Prozent der Mütter organisieren den Kindergeburtstag allein, bei den Vätern sind es nur 7 Prozent. Auch beim Kuchenbacken und Kochen dominieren alte Rollenbilder.
Väter halten sich beim Kindergeburtstag auffällig zurück Eine Umfrage zeigt: 37 Prozent der Mütter organisieren den Kindergeburtstag allein, bei den Vätern sind es nur 7 Prozent.
Auch beim Kuchenbacken und Kochen dominieren alte Rollenbilder. Für den eigenen Geburtstag muss es in der Schweiz nicht immer die grosse Party sein. Rund 60 Prozent feierten ihn zuletzt im kleinen Kreis, also mit Familie oder engsten Freundinnen und Freunden. Eine solche intime Feier wünschten sich indes nur rund 40 Prozent.
Viele träumten nämlich davon, an ihrem Geburtstag zu verreisen. Das machten mit acht Prozent aber die wenigsten.. Die Kulinarik-Marke hat 2000 Männer und Frauen im Alter von 16 bis 79 Jahren in der Schweiz zu ihren Geburtstagsritualen und -wünschen befragt. Schönes Fazit: Die «Top drei Gefühle am Geburtstag sind durchweg positiv.
Die meisten fühlen sich glücklich, dankbar und geliebt», schreibt das Unternehmen. Allerdings sind in der Geburtstags-DNA noch alte Rollenbilder eingebacken: Bei über einem Viertel der Männer schiebt die Partnerin einen Kuchen in den Ofen. Umgekehrt können sich nur fünf Prozent der Frauen über einen selbstgebackenen Kuchen des Partners freuen. Und während 28 Prozent der Männer bekocht werden, sind es nur 20 Prozent der Frauen.
Diese Diskrepanz zeigt sich auch beim Kindergeburtstag: Zwei Drittel der Befragten gaben an, einen selbstgebackenen Kuchen für den Nachwuchs aufzutischen. Angerührt hat ihn dabei mit 65 Prozent aber meist die Mutter. Die Väter rühren nur knapp bei einem Fünftel selbst die Kelle. Und nicht nur beim Kuchen scheiden sich die Geschlechter: Bei der Organisation des Kindergeburtstags kümmern sich 37 Prozent der Mütter um «alles».
Nur sieben Prozent der Väter sagten das von sich – sechs Prozent gaben sogar an, sich «eher ganz» rauszuhalten. Bei den Frauen sagte das praktisch keine von sich.
«Kurz gesagt: Mütter übernehmen häufiger das Gesamtpaket beim Kindergeburtstag. Väter packen bei Einzelaufgaben mit an, vor allem beim Aufräumen danach», schreibt Beim Geburtstagskuchen für das eigene Kind hat die Befragung zudem regionale Unterschiede festgestellt: So kaufen die Eltern im Tessin mit 56 Prozent den Kuchen deutlich häufiger im Laden als in der Zentralschweiz mit 20 Prozent. Beim Budget für die Kindergeburtstagsfeier bleiben mit 46 Prozent viele Familien bei einem Betrag von 100 bis 300 Franken.
Jede Fünfte gibt bis zu 600 Franken aus. Rund ein Fünftel hält die Ausgaben bei unter 100 Franken. Es gibt allerdings anderes als den Einkaufszettel, das Eltern bei Kindergeburtstagen Kopfzerbrechen bereitet. Fast ein Drittel gab bei der Befragung an, das Ausdenken eines Unterhaltungsprogramms als besonders belastend zu empfinden.
Auch der Erwartungsdruck des Kindes und die Einladungsliste der Gspändli belasten demnach die Gemüter der Eltern stark. Ein Fünftel schaudert es vor der Erwartung, den Geburtstag jedes Jahr grösser und aufwendiger gestalten zu müssen. Bei der eigenen Geburtstagsfeier der Erwachsenen wird selten tief in die eigene Tasche gegriffen: Rund die Hälfte der Befragten kommt mit bis zu 250 Franken aus – die Hälfte davon blättert gar weniger als 100 Franken hin.
Ein Fünftel kann sich darauf verlassen, dass jemand anderes das Fest organisiert. Nur zwei Prozent lassen die Korken so richtig knallen und verprassen mehr als 1000 Franken für den eigenen Geburtstag.
Beim Beschenken einer nahestehenden Person zeigen sich viele grosszügiger als mit sich selbst: Mit 53 Prozent gaben über die Hälfte der Befragten an,Übrigens: Wer sich schon mal darüber geärgert hat, nicht an einen Geburtstag gedacht zu haben, kann sich wenigstens in guter Gesellschaft wähnen. 62 Prozent haben schon einmal den Geburtstag einer nahestehenden Person vergessen oder erst verspätet bemerkt.
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