Trump startet Wahlkampfoffensive mit selbstkritischen Tönen

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Trump startet Wahlkampfoffensive mit selbstkritischen Tönen
Donald Trump, US-Parlamentswahlen, Midterms

US-Präsident Donald Trump hat in Texas den Startschuss für seine Wahlkampf-Tour vor den Midterms gegeben und dabei auch Schwächen in der PR seiner Administration eingeräumt. Trotz der Herausforderungen bleibt er optimistisch und setzt auf die Mobilisierung seiner treuen Anhängerschaft, trotz sinkender Beliebtheitswerte im Land.

Gut einen Monat vor den wichtigen Parlamentswahlen hat US-Präsident Donald Trump eine Wahlkampf offensive gestartet und dabei zumindest in einer Hinsicht auch selbstkritische Töne geäussert. US-Präsident Donald Trump spricht bei Peterbilt Motors.

Trump startet Wahlkampf in Texas

Foto: Tony Gutierrez/AP/dpa - Keystone/AP/Tony Gutierrez Bei einer Rede vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers im texanischen Denton liess er erkennen, dass er sich seiner seit längerem schlechten Beliebtheitswerte bewusst zu sein scheint. Zwar pries er wie üblich seine eigene Politik in höchsten Tönen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass die Öffentlichkeitsarbeit schlecht laufe. Man leiste 'phänomenale Arbeit', habe aber das 'Geschick nicht, das zu kommunizieren'.

Bereits zuvor betonte Trump vor Reportern, dass er in den verbleibenden Wochen vor den sogenannten Midterms durchs Land reisen und 'harte Arbeit' betreiben werde. Sein Auftritt in Denton markierte den Auftakt dazu, noch am selben Abend (Ortszeit) reiste Trump dafür zudem in den US-Bundesstaat Oklahoma.

'Ich bin mit ganzem Herzen dabei - mehr denn je', betonte Trump in Texas. 'Ich glaube, wir werden gewinnen. ' Am 3. November wählen die Amerikanerinnen und Amerikaner bei den Zwischenwahlen oder Midterms rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus.

Zwischenwahlen und politische Lage in den USA

Derzeit halten Trump und seine Republikaner ihre knappe Mehrheit in beiden Kongress-Kammern. Seine Politik ist allerdings laut Umfragen unter anderem nach den Spritpreiserhöhungen als Folge des Iran-Krieges im eigenen Land schon länger unbeliebt. Die Demokraten können sich Hoffnungen machen, zumindest das Abgeordnetenhaus zurückzuerobern. Gelingt ihnen das, könnten sie unter anderem Trumps Gesetzesinitiativen blockieren und Untersuchungen in Gang setzen.

Bei seiner Rede in Denton zeigte der US-Präsident aber keine Anzeichen von Selbstzweifeln. Er lobte seinen Parteikollegen Senator Ted Cruz, der vor drei Jahren noch sein schärfster Konkurrent um die Präsidentschaftskandidatur gewesen war.

'Wir haben uns vertragen', sagte Trump. 'Und wir sind ein sehr, sehr gutes Team. ' Auch seinen Kandidaten für den Repräsentantenhaus-Wahlkreis, Jake Ellzey, stellte er in höchsten Tönen dar. 'Ich habe ihn mir ausgesucht, weil er gut ist', sagte Trump.

Kampf um den Senatorsitz in Texas

'Ich mag ihn, ich respectiere ihn, und er ist tough. ' Trotz der positiven Worte für seine Partei, ist Trump klar, dass die Wahl in der Konservative-Hochburg Texas ihm keineswegs gewiss ist. Die Demokraten machen sich Hoffnungen, mit ihrem Kandidaten James Talarico den Republikanern den Sitz abzunehmen. Auch Trump machte in Denton klar, dass für seine Partei dort viel auf dem Spiel steht: 'Wir brauchen Ken so dringend, und deshalb bin ich hier.

' Falls dessen Kontrahent Talarico das umkämpfte Rennen für sich entscheidet, wäre er der erste demokratische Senator aus Texas seit mehr als drei Jahrzehnten.

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