Die USA und der Iran kommen bei ihren Bemühungen um ein Ende des Kriegs nicht voran.
ARCHIV - Ein Mann schwenkt bei einer regierungsnahen Aktion eine iranische Flagge vor einer Plakatwand mit einer Darstellung der Straße von Hormuz und zugenähten Lippen von US-Präsid...
- Keystone/AP/Vahid Salemibezeichnete die jüngste Antwort des Irans auf den US-Vorschlag für eine diplomatische Lösung des Konflikts als «völlig inakzeptabel» und sprach weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus. Der Iran zeigte sich davon unbeeindruckt und stellte seinerseits Forderungen. Israels Ministerpräsident Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: «Ich habe gerade die Antwort der sogenannten «Vertreter» des Irans gelesen. Das gefällt mir nicht – VÖLLIG INAKZEPTABEL.
» Dem Nachrichtenportal «Axios» sagte er, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen.
«Ich mag ihre Antwort nicht», sagte Trump, ohne auf den Inhalt des Briefes einzugehen. Er liess offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will. Stunden zuvor hatte Trump dem Iran bereits in einem anderen Beitrag gedroht.
«Die werden nicht mehr lange lachen! », hiess es darin. Iranische Staatsmedien bewerteten den US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs hingegen als Aufforderung zur Kapitulation Teherans. Eine Annahme hätte die Unterwerfung der Islamischen Republik unter die «überzogenen Forderungen» von Trump bedeutet, kommentierte unter anderem der regierungstreue Sender Press TV.
Dagegen betone der vom Iran vorgelegte Plan, dass ein Ende des Kriegs an allen Fronten nötig sei und die USA Kriegsreparationen zahlen müssten. Der Iran forderte laut Staatsmedien auch die volle Souveränität über die Strasse von Hormus, ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte. Keine Rolle spielte in der Antwort demnach der Streit über das iranische Atomprogramm. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte eine informierte Quelle, der zufolge Trumps Reaktion keinerlei Bedeutung habe.
Niemand im Iran verfasse Vorschläge, um Trump zu gefallen. Am Sonntag hatte der Iran eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Kriegs an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Die iranischehatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung.
Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Diskutiert werden Medienberichten zufolge unter anderem eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus, einer für dieschrieb auf X, angesichts der anhaltenden Attacken Irans auf die internationale Schifffahrt und Verbündete der USA im Nahen Osten sei es an der Zeit, die Vorgehensweise zu ändern: ««Projekt Freiheit Plus» klingt im Moment ziemlich gut.
« Am vergangenen Montag hatten die USA das «Projekt Freiheit» gestartet, um die weitgehend blockierte Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Doch nur rund einen Tag später kündigt Trump überraschend an, den Einsatz «für kurze Zeit» auszusetzen.als noch nicht beendet an.
«Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss», sagte er dem US-SenderTrump zeigte sich zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten «irgendwann» das angereicherte Uran des Irans sichern würden. «Wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen», sagte er in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Sendung «Full Measure». Das Material stehe «unter Beobachtung» der USA, sagte Trump.
«Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen. » Unterdessen wies der demokratische US-Senator Mark Kelly darauf hin, dass die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs stark aufgezehrt seien. Es sei «schockierend, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben», sagte er in der-Sendung «Face The Nation». Es werde Jahre dauern, um diese Bestände wieder aufzubauen.
Kelly warnte, dass die USA im Falle eines grösser angelegten Angriffs möglicherweise nicht mehr in der Lage wären, ihr Land zu verteidigen. Der Iran-Experte Danny Citrinowicz meint mit Blick auf Trumps Unzufriedenheit mit der jüngsten Antwort aus Teheran, der Iran habe weder jetzt noch in absehbarer Zeit die Absicht, zu kapitulieren oder Washingtons Forderungen zu akzeptieren.
Selbst bei Wiederaufnahme der militärischen Konfrontation sei nicht zu erwarten, dass Teheran seinen Kurs ändere, schrieb er auf X. Die einzig realistischen Wege zu einer Einigung seien entweder ein Kompromiss bei zentralen iranischen Forderungen – oder ein Machtwechsel im Iran. Für Letzteres müsste Washington aber enorme militärische, politische und wirtschaftliche Ressourcen bereitstellen.
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