Trump empfängt Xi persönlich auf dem Rollfeld bei ausbleibender TV-Berichterstattung

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Trump empfängt Xi persönlich auf dem Rollfeld bei ausbleibender TV-Berichterstattung
Donald Trump, Xi Jinping, USA-China-Beziehungen

Donald Trump empfing Xi Jinping persönlich auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews. Zugleich wurde die amerikanisch-chinesische Zollvereinbarung bis zum 10. Januar verlängert, während große US-Fernsehsender auf Bildberichte verzichteten.

Am 23. September 2026 hat US-Präsident Donald Trump den chinesischen Staatschef Xi Jinping in Washington mit einer auffälligen persönlichen Geste empfangen. Xi wurde nicht, wie oft bei solchen Staatsbesuchen, am Weißen Haus erwartet, sondern Trump stellte sich ihm direkt auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt.

Die Szene sollte die Bedeutung der Beziehungen zu China hervorheben, auch wenn mehrere große amerikanische Fernsehsender ihre Bildberichterstattung zum Empfang ausließen. Journalisten von Fox News, CBS und NBC waren anwesend, nutzten ihre Kameras jedoch nicht; bei einigen Teams wirkte es bereits so, als würden sie Equipment abbauen. Weitere berichtende Gruppen von NewsNation, Newsmax, Right Side Broadcasting Network, One America News und LindellTV waren nach den Kennzeichnungen an Stativen und Kameras vor Ort. Xi Jinpings Flugzeug landete gegen 17.40 Uhr Ortszeit.

Am Fuß der roten Treppe war ein rund 30 Meter langer Teppich ausgelegt. Zur zeremoniellen Begrüßung gehörten eine 21-köpfige Ehrenformation, ein Überflug von zwei B-1-Bombern, Abordnungen aller Teilstreitkräfte sowie die Flaggen und Nationalhymnen beider Staaten. Zwei amerikanische Kinder überreichten Xi und seiner Frau Peng Liyuan gelbe Blumen. Nach einem kurzen Austausch verabschiedete sich Xi von den Trumps und fuhr mit Peng in einem bereitstehenden Fahrzeug davon.

Zollvereinbarung bis Januar verlängert

Auch First Lady Melania Trump nahm an der Zeremonie teil. Der persönliche Empfang erinnerte an die hohe Symbolik, mit der beide Regierungen diplomatische Beziehungen inszenieren. Parallel zum diplomatischen Empfang veröffentlichte US-Finanzminister Scott Bessent eine wichtige Mitteilung zum anhaltenden Zollstreit. Er kündigte in einem Interview mit Fox News an, die zwischen den USA und China vereinbarte Regelung werde bis zum 10.

Januar verlängert. Die Vereinbarung sollte im November ausgelaufen sein. Nach ihrer bisherigen Fassung sollten beide Länder die Zölle auf Waren des jeweils anderen Landes senken und während der Laufzeit keine neuen restriktiven Handelsmaßnahmen erlassen. Bessent machte zugleich deutlich, dass eine umfassendere Einigung nicht sicher in Aussicht stehe.

Die verlängerte Frist soll den Führungsebenen jedoch mehr Zeit für Gespräche über offene wirtschaftliche Fragen geben. Geplant sind weitere Treffen in China im November und in Florida im Dezember. Für Washington und Peking bleibt der Handel damit ein zentrales politisches Thema, das trotz gegenseitiger Spannungen durch Verhandlungen stabilisiert werden soll. Xi Jinping betonte bei seiner Ankunft ein partnerschaftliches Verhältnis der USA mit China.

Xi Jinping fordert partnerschaftliches Verhältnis

In seiner Erklärung erklärte er, beide Großmächte sollten nicht als Gegner auftreten, sondern sich als Partner verstehen. Die große Erneuerung der chinesischen Nation und das amerikanische Ziel, das Land wieder stärker und erfolgreicher zu machen, könnten gemeinsam verfolgt werden. Beide Regierungen hätten durch den Erfolg des jeweils anderen einen Nutzen, und eine tragfähigere Beziehung zwischen Washington und Peking könne der internationalen Gemeinschaft zugutekommen. Xi forderte einen gegenseitigen Umgang, in dem die Staaten aufeinander zugehen und eine stabile Beziehung aufbauen.

Die Zusammenarbeit solle im Vordergrund stehen, während Wettbewerb auf ein angemessenes Maß begrenzt bleiben und Differenzen durch Gespräche bewältigt werden müssten. Die Botschaft verband eine einladende diplomatische Sprache mit der Klarstellung, dass China trotz unterschiedlicher Interessen eine dauerhaft konstruktive Beziehung zu den USA sucht. Trump würdigte den Empfang mit Worten, in denen er andeutete, Xi und Peng würden die persönliche Aufmerksamkeit zu schätzen wissen. Er sprach später bei seiner Rückkehr ins Weiße Haus von großartigen Menschen.

Kontrast zur letzten Begegnung in Peking

Der Kontrast zur letzten Begegnung wurde sichtbar, als China Trump im Mai bei seinem Besuch in Peking ebenfalls mit einer aufwendigen Zeremonie begrüßt hatte. Damals war Xi jedoch nicht persönlich am Flughafen anwesend gewesen. Die neue Bildaussetzung durch große Sender lässt offen, wie stark die Regierung die Wahrnehmung des Besuchs durch die amerikanische Öffentlichkeit steuern möchte. Materiell steht neben der Empfangssymbolik vor allem die Fortsetzung der Zollvereinbarung im Mittelpunkt.

Sie könnte als Zwischenbilanz der Verhandlungen gelten, solange die Staatschefs noch Gelegenheit haben, weitere Fragen in den kommenden Monaten zu klären.

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