Zürich/Hambela Wamena (ots) - In Äthiopien infizieren sich Kinder beim Trinken mit Amöben und Würmern. Im Bezirk Hambela Wamena kämpft die Schweizer Stiftung Menschen für...
In Äthiopien infizieren sich Kinder beim Trinken mit Amöben und Würmern. Im Bezirk Hambela Wamena kämpft die Schweizer Stiftung Wenn an einem Sommertag der Durst plagt, kreisen die Gedanken nur noch um ein Glas mit einer Erfrischung. Zum Glück ist in der Schweiz reines Wasser eine Selbstverständlichkeit, nicht nur zum Trinken. Laut den Kantonalen Energie- und Umweltfachstellen verbraucht jeder Einwohner 140 Liter am Tag.
Deshalb musste Shuka Bekele ihre Familie oft aus einer unsicheren Quelle versorgen - so wie 88 Prozent der Einwohner in Hambela Wamena. Fünf Minuten von ihrem Haus entfernt, sprudelte das Wasser aus dem Hang, suchte sich in Rinnsalen seinen Weg. Dort, wo auch das Vieh trank, schöpfte Shuka Bekele ihre Kanister voll:"Wir hatten keine andere Wahl." Die Kinder wurden immer wieder krank."Sie hatten Würmer, auch Amöbenruhr", erzählt die Mutter.
"In der Schweiz weiss man, dass die ärmsten Familien in Afrika an Nahrungsmangel leiden", sagt Dr. Martin Grunder, Projektkoordinator bei."Dabei ist der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser ein ähnlich signifikantes Problem für die Gesundheit und Entwicklung." Kontaminiertes Wasser und daraus folgende Durchfallerkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren in Äthiopien. Pro Jahr sterben daran mehr als 25'.
Dabei sind die Lösungen des Problems nicht teuer."Die Baukosten für eine Quellfassung sind angesichts der grossen Anzahl Personen, die sie nutzen können, mit rund 3000 Franken überschaubar", betont Grunder."baut Wasserstellen in Nachbarschaften und Dörfern, in denen mehr als 100 Familien davon profitieren.
Aufgrund der Überbevölkerung wird das Land bis auf den letzten Meter genutzt. Der Boden ist vielerorts erschöpft. Der Klimawandel verstärkt die negative Entwicklung mit erratischen Regenfällen:"Deshalb versorgen wir die Kleinbauern mit Baumsetzlingen und zeigen ihnen angepasste Methoden, die im Klimawandel bestehen, etwa Agroforstwirtschaft, wo unter Schattenbäumen Kaffeesträucher und Gemüse gedeihen.
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