Wandern boomt, doch die Notfälle nehmen zu. Ein Pilot der Air Zermatt musste schon jemanden wegen Durst retten und spricht von einer Wohlstandsgesellschaft.
Wandern boomt, doch die Notfälle nehmen zu. Ein Pilot der Air Zermatt musste schon jemanden wegen Durst retten und spricht von einer Wohlstandsgesellschaft. Air-Zermatt-Pilot Robert Andenmatten musste schon eine Person wegen Durst retten.
Wandern ist in der Schweiz der Volkssport Nummer 1. Rund vier Millionen Schweizerinnen und Schweizer wandern regelmässig. Dazu kommen viele Touristen. Doch der Boom hat eine Schattenseite.
Notfälle und Konflikte in den Bergregionen nehmen zu. Die «Rundschau» stellte im jüngsten Beitrag die Frage: Was bedeutet das für die Bergretter in den Tourismusgebieten? In der am Mittwoch veröffentlichten Reportage kommen verschiedene Menschen zu Wort, die tagtäglich mit der tödlichsten aller Sportarten beschäftigt sind.. In dieser Zeit hat er viele Wanderunfälle erlebt.
Das grösste Problem sind für ihn einzelne Personen, die sich schlicht überschätzen. Es gibt auch kardiologische Vorfälle. Besonders häufig sieht Andenmatten aber Fussverletzungen. Manche Wanderer tragen schlechtes Schuhwerk.
Andere versuchen es sogar mit High Heels auf dem Wanderweg. Passend zu der Aussagen, liefert er auch gleich ein Beispiel mit. Er möge sich an einen Einsatz erinnern, bei dem er einen Bergunfall transportierte.
«Da war der Grund, tatsächlich der Durst», sagt er. Er habe abwägen müssen.
«Es ist noch hell, jetzt mache ich das halt, bevor es dunkel ist. » Sein Fazit fällt aber deutlich aus.
«Es ist mittlerweile schon auch eine Wohlstandsgesellschaft. »Unsere Politik erzieht eine verweichlichte Generation. Früher gab es Nachsitzen und „Ströfzgi“ – heute rücken beim kleinsten Vorfall Spezialisten an, um psychologisch zu erfühlen, warum die Hausaufgaben fehlen. Hauptsache, die Toiletten-Infrastruktur stimmt, um jedem Entwicklungswunsch gerecht zu werden.
Kein Wunder, dass solche Kinder als Erwachsene unfähig sind, sich in der realen Welt zurechtzufinden. Doch der Tiefpunkt ist nicht erreicht. Die fortschreitende KI wird uns so unselbstständig machen, dass wir kaum noch eine Woche ohne Technologie überleben. Wenn uns Datenbrillen und Hirnchips bald jede Denkarbeit abnehmen, werden wir komplett steuerbar und abhängig von den Tech-Konzernen.
Passend dazu: Der Intelligenzforscher James R. Flynn fand heraus, dass die Menschheit bis um die Jahrtausendwende immer klüger wurde, der Trend seither aber stagniert oder rückläufig ist. Dass Ende 2007 das erste moderne Smartphone kam, ist kaum ein Zufall. Wer hier keinen Zusammenhang sieht, verschliesst die Augen.
Rega Bergretter Wandern Notfälle
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