Teurer Veloparkplatz bei Schulzentrum Halde sorgt für Diskussion

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Teurer Veloparkplatz bei Schulzentrum Halde sorgt für Diskussion
Wohlen, Veloparkplatz, Schulzentrum Halde

Der Gemeinderat von Wohlen verteidigt den über 536'000 Franken teuren Veloparkplatz am Schulzentrum Halde. Angesichts der hohen Schülerzahl und den begrenzten Flächen sei kein Verkauf des Grundstücks möglich gewesen. Durch die Einführung einer Tempo-20-Zone soll zudem die Sicherheit erhöht und der Schleichverkehr gebremst werden.

Der neue Veloparkplatz beim Wohler Schulzentrum Halde kostet über eine halbe Million Franken, das sind 1300 Franken pro Velo. Auf eine SVP-Anfrage legt der Gemeinderat nun Zahlen und Gründe offen und erklärt auch, weshalb die Pilatusstrasse dort zur Tempo-20-Zone wird.

Beim Schulzentrum Halde in Wohlen entsteht aktuell ein neuer Veloparkplatz mit 408 Abstellplätzen für rund 536’000 Franken. Der Gemeinderat beantwortet damit eine SVP-Anfrage zu Kosten, Verzicht auf den Landverkauf und der geplanten Begegnungszone an der Pilatusstrasse. Die Gemeinde begründet das Projekt mit knappen Platzverhältnissen, mehr Sicherheit für Schüler und weniger Schleichverkehr. Der neue Veloparkplatz beim erweiterten Wohler Schulzentrum Halde gab im Frühling Anlass für eine Anfrage der SVP Wohlen an den Gemeinderat.

Unter anderem wollte sie wissen, was die Anlage kostet, weshalb die Gemeinde auf einen Verkauf des Grundstücks verzichtet und warum dort eine Begegnungszone mit Tempo 20 vorgesehen ist. Nun liegen die Antworten des Gemeinderats vor. Die Baukosten der Veloparkplatzanlage belaufen sich auf rund 536’000 Franken, hinzu kommen die Honorare der beteiligten Planer. Die grössten Posten sind die Baumeisterarbeiten mit 122’000 Franken, die Veloständer mit 113’000 Franken sowie die Überdachung mit 103’000 Franken.

Insgesamt entstehen 408 Abstellplätze. Um die Fläche möglichst gut auszunutzen, werden zweistöckige Veloständer eingebaut. Die Gemeinde rechnet mit der Fertigstellung Ende Oktober. Die 445 Quadratmeter grosse Parzelle gehört der Einwohnergemeinde.

Ihren Marktwert schätzt der Gemeinderat auf 900 Franken pro Quadratmeter beziehungsweise rund 400’000 Franken. Den Verzicht auf den Verkauf begründet der Gemeinderat mit den engen Platzverhältnissen auf dem Schulareal Halde. Dort befinden sich aktuell rund 850 Schülerinnen und Schüler. Die vorhandenen Pausenflächen seien gemessen an dieser Zahl zu klein.

Unterirdische Veloparkplätze kamen laut Gemeinderat wegen hoher Kosten und des Vandalismusrisikos ebenfalls nicht in Frage.

«Bessere Alternativen gab es nicht. Dank der hohen Bebauungsdichte zeichnet sich das Projekt insbesondere dadurch aus, dass es äusserst haushälterisch mit dem Landverbrauch umgeht», schreibt der Gemeinderat. Bezüglich der neuen Begegnungszone an der Pilatusstrasse streicht die Exekutive die geänderte Vortrittsregelung hervor. Bei Tempo 20 haben Fussgänger auf der ganzen Strasse Vortritt, im Gegensatz zu einer Tempo-30-Zone.

Angesichts der hohen Schülerzahl erhöhe dies die Sicherheit bei Überquerungen. Gleichzeitig soll die Begegnungszone den Durchgangsverkehr bremsen, «da sie durch ihre Gestaltung als psychologische Barriere für den Schleichverkehr wirkt. » Ausserdem trage sie mit Blick auf die künftige Überbauung Pilatusstrasse Ost zur Wohnqualität im Quartier bei. Beim Schulzentrum Halde in Wohlen wird derzeit ein Veloparkplatz gebaut.

Nun fragt sich die SVP-Ortspartei, ob der nicht zu teuer wird. Sieben Fragen stellt sie dazu. Darunter auch, wieso man die Parzelle nicht stattdessen verkauft hat.

«Die Bezirksschule ist endlich wieder dort, wo sie hingehört»: Wohlen feiert sein bislang grösstes Bauprojekt Nach vier Jahren Bauzeit ist die Bezirksschule ins erweiterte und sanierte Schulzentrum Halde zurückgekehrt. Mit einem Eröffnungsfest weihte die Gemeinde Wohlen das rund 60 Millionen Franken teure Projekt ein. Das Schulzentrum Halde ist mit 56 Millionen Franken das teuerste Infrastrukturprojekt, das Wohlen je gesehen hat. Jetzt ist auch der dritte Bau, das Bezirksschulhaus, fertig.

Am 19. September wird es offiziell eingeweiht. Diese Zeitung durfte die Highlights und die teilweise verspäteten Bauarbeiten bereits erkunden. Copyright © Aargauer Zeitung.

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