Tenü A: Armee verbrennt ausrangierte Uniformen

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Tenü A: Armee verbrennt ausrangierte Uniformen
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Das VBS mustert das Tenü A aus und verbrennt nicht mehr reparierbare Uniformen. Recycling sei zu teuer und aufwendig.

Foto: Gaetan Bally Seit Anfang letzten Jahres gibt die Armee das «Tenü A» nicht mehr an alle Armeeangehörige ab – eine Sparmassnahme. Seither wird die graue Ausgehuniform nur nach bei Bedarf abgegeben. 55 Millionen Franken soll das VBS so einsparen können.

Und der Textil-Sparkurs hat noch kein Ende: Sogar das Recycling für die ausrangierten Uniformen ist zu teuer. GemässDas Schweizer Militär hat das Tenü A für den Grossteil der Armeeangehörigen ausgemustert, eine Massnahme zur Reduktion der Betriebskosten. Bisher musste das Militär jährlich 20’000 Ausgangsuniformen für je rund 300 Franken beschaffen. Heute wird der Anzug nur noch für die Militärmusik, durchdienende Truppenköche, Offiziersordonnanzen und bei Anlässen eingesetzt.

Ende 2025 haben so rund 13’000 Personen ihren grauen Ausganganzug der Armee zurückgeben müssen. Laut «Schweiz heute» sortierte das Militär die Uniformen und setzte sie, wo möglich, sinnvoll instand, um sie bei Bedarf wieder auszugeben. Und die nicht mehr verwendbaren? Nicht mehr reparierbare Armeeuniformen würden «thermisch verwertet», heisst es von der Armee auf Anfrage der Nachrichtenplattform.

Verbrannt also. Die mit dem Aufwand von Recycling verbunden Kosten seien zu hoch. Eine ökologische Wiederverwendung bedinge eine hohe logistische Leistung. So müssten Uniform und Abzeichen unkenntlich gemacht werden.

Auch ein Verkauf komme nicht infrage, da das Tenü A noch in Gebrauch sei und das Missbrauchsrisiko zu hoch. Wie viele ausrangierte Uniformen vernichtet werden, ist nicht bekannt. Die Armee führt keine Zahlen dazu. Schon bei Einführung der Ausgangsuniform lief nicht alles rund.

So urteilte die Eidgenössische Finanzkontrolle nach der Beschaffung 1993, dass die 180’000 neuen Uniformen für 114 Millionen Franken zu früh erfolgte und deshalb ältere Bestände ausgemustert werden mussten. Mit einer besseren Planung wären bis zu 100 Millionen Franken Einsparungen möglich gewesen. Rund um die Kleidung, Uniformen und Anzüge der Schweizer Armeeangehörigen gibt es immer wieder Schlagzeilen. So sollenund erhalten deshalb für den Kauf eines sportlichen Modells 100 Franken.

Oder die Beschaffung der Ausrüstung für die Spezialkräfte, welche sich jahrelang verzögerte: 2022 wurden die Armeeangehörigen mit dem neuen modularen Bekleidungs- und Ausrüstungssystem ausgerüstet. Erst Ende dieses Jahres sei die vollständige Abgabe beendet. Kostenpunkt: 348 Millionen Schweizer Franken.

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