Untere Kader müssen sich neu bewerben – wer verzichtet, verliert bis zu 1000 Franken im Monat. Und künftig gibt es gleich zwei Chefs.
Untere Kader der SRG verlieren ihre Verträge – und bis zu 1000 Franken Lohn pro Monat Künftig teilen sich bei der SRG je eine Person die fachliche und eine andere die personelle Führung.
Gleichzeitig verlieren untere Kader ihren bisherigen Status. Im Zuge ihres Sparprogramms schreibt die SRG alle unteren Kaderstellen neu aus: Generaldirektorin Susanne Wille während eines Podiums zur Halbierungsinitiative in Zürich. hat Konsequenzen für die unteren Kader des öffentlichen Medienhauses.
Die Leitung um Generaldirektorin Susanne Wille löst auf der unteren Führungsebene eine Reihe von Kaderverträgen auf. Für die Betroffenen bedeutet das empfindliche Lohneinbussen.. Wer seine Position behalten wollte, habe sich darauf bewerben müssen. Wer darauf verzichtete, müsse mit weniger Lohn leben.
Von bis zu 1000 Franken pro Monat ist im Bericht die Rede, wobei das gesamte Salär nicht genannt wird. Der Umbau bei der SRG wirkt sich auch auf deren Führungsstrukturen aus. In den Teams sei zukünftig eine Person für die fachliche, eine andere für die personelle Führung zuständig, schreibt «Schweiz Heute» weiter. Dadurch bekämen die Mitarbeitenden zwei Vorgesetzte.
Sowohl die Änderungen beim Kaderstatus als auch die doppelte Führung sind umstritten. Mehrere langjährige Kaderleute haben laut Bericht nach der Ankündigung ihre Funktionen aufgegeben. Darunter etwa. Die SRG stellt sich auf den Standpunkt, dass im Zuge der neuen Organisation die Führungsstruktur deutlich vereinfacht werde.
Durch die Verschlankung auf den oberen Ebenen werde die Anzahl der Führungspositionen reduziert. Ausserdem heisst es beim Medienhaus, dass sich im Rahmen der Neuorganisationen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der Führungsfunktionen verändert hätten. Deshalb habe man sie auch neu bewertet und ausgeschrieben. Vor diesem Hintergrund lasse sich eine frühere Kaderzugehörigkeit nicht automatisch auf die neu geschaffene Führungsfunktion übertragen.
Der Umbau der Kaderstellen ist nicht die einzige Massnahme bei der SRG. Vergangene Woche hatte das Medienhaus angekündigt, auf den obersten Führungsebenen über 20 Prozent der Stellen zu streichen. Beim Deutschschweizer SRF werden etwa im kommenden Jahr 38 Vollzeitstellen abgebaut. Einige Veränderungen werden auch für das Publikum spürbar: Die Sendung «Reporter» verliert ihren linearen Sendeplatz.
Die halbstündigen Dokumentationen sind also nicht mehr am Mittwochabend am Bildschirm zu sehen, sondern können nur noch online abgerufen werden. Anstelle von «Reporter» wird künftig der «Kulturplatz» ausgestrahlt. Andere Sendungen werden in Zukunft günstiger produziert: Dazu zählen die Unterhaltungssendungen am Samstagabend, «SRF bi de Lüt», «Late Night Switzerland», «Einstein», «Puls», «Literaturclub» und die Inhalte von «SRF Impact». Ab der Saison 2027/2028 werden ausserdem keine Livespiele der UEFA-Champions-League mehr ausgestrahlt.ist News-Redaktor und Site-Manager am Digital Desk von Tamedia.
Er schreibt über aktuelle Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik. Im Zuge ihres Sparprogramms schreibt die SRG alle unteren Kaderstellen neu aus: Generaldirektorin Susanne Wille während eines Podiums zur Halbierungsinitiative in Zürich.
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