Ein smarter Futterautomat wird in Deutschland zum Fall für die Justiz. Die Bundesnetzagentur sieht darin ein Spionagegerät und verbietet den Verkauf.
Ein smarter Futter automat wird in Deutschland zum Fall für die Justiz. Die Bundesnetzagentur sieht darin ein Spionage gerät und verbietet den Verkauf. Smarte Futter automaten können mit Kamera und Mikrofon ausgestattet sein.
Genau solche Funktionen sorgten in Deutschland für einen Rechtsstreit. - pexelsDie Bundesnetzagentur sah darin ein verbotenes Spionagegerät. Das Gerät besitzt eine Kamera, ein Mikrofon und WLAN. Über eine App können Tierhalter ihr Haustier aus der Ferne beobachten, mit ihm sprechen und Futter ausgeben.
Die Bundesnetzagentur nahm den Futterautomaten ins Visier. Die deutsche Behörde überwacht unter anderem den Telekommunikationsmarkt und geht auch gegen verbotene Spionagegeräte vor. Pet Feeder» problematisch. Denn mit Kamera und Mikrofon könnten nicht nur Haustiere, sondern auch Menschen aufgenommen werden, ohne dass sie davon wissen.
Eine Katze frisst aus einem automatischen Futterspender. Smarte Modelle können zusätzlich mit Kamera, Mikrofon und WLAN ausgestattet sein. - pexelsZuvor wurde sogar eine ungewöhnliche Lösung vorgeschlagen: Auf dem Gerät sollte ein gut sichtbares, fluoreszierendes Kamera- und Mikrofon-Symbol angebracht werden. Für die Richter ist entscheidend, dass der Futterautomat seine Funktionen nicht versteckt.
Kamera und Lautsprecher seien am Gerät sichtbar. Das unterscheidet das Gerät etwa von einer Kamera, die heimlich in einem gewöhnlichen Alltagsgegenstand versteckt wird. Bereits das Verwaltungsgericht Köln stoppte das Verkaufsverbot. Nun wies auch das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen die Beschwerde der Bundesnetzagentur zurück.
Ganz unbegründet sind die Sorgen der Bundesnetzagentur allerdings nicht. Die Behörde warnt seit Jahren vor smarten Alltagsgegenständen, mit denen Menschen heimlich aufgenommen werden können.
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