Die Rheinfelder Brauerei Feldschlösschen hat mit dem Spatenstich den Bau ihres neuen, hochautomatisierten Logistikzentrums Nova am historischen Standort gestartet. Das rund 30 Meter hohe Hochregallager ist das Ergebnis dreijähriger Planungs- und Bewilligungsverfahren. CEO Thomas Amstutz betonte, dass das Unternehmen tradition und Moderne verbindet, indem es die historische Bausubstanz erhält, aber gleichzeitig seine Logistik nachhaltig modernisiert.
Das historische Schlossensemble in Rheinfelden bekommt einen mächtigen Nachbarn: Mit dem Spatenstich beginnt der Bau des neuen Logistikzentrum s von Feldschlösschen. Vor allem seine Höhe beschäftigte Planer, Behörden und Politik über Jahre hinweg.
Packen beim Spatenstich gemeinsam an : Anders Siboni, Leiter Customer Supply Chain, Gaby Gerber, Leiterin Unternehmenskommunikation, CEO Thomas Amstutz, Stadtpräsidentin Claudia Rohrer, Projektleiter Tim Fischbacher und Stadtbaumeister Lorenz I. Zumstein. Geplant ist ein rund 30 Meter hohes, stark automatisiertes Hochregallager am Brauereistandort. Noch ist auf der Fläche auf dem Feldschlösschen-Areal nicht viel von dem zu sehen, was hier in den kommenden Jahren entstehen soll. Am Mittwochnachmittag stachen die ersten Schaufeln Erde.
Mit dem offiziellen Spatenstich ist das Projekt «Nova» vom Plan zur Baustelle geworden – ausgerechnet im 150. Geschäftsjahr der Rheinfelder Brauerei.
«Unser Schloss ist kein Museum» CEO Thomas Amstutz stellte den Spatenstich in einen grösseren Zusammenhang. Feldschlösschen habe sich in seiner 150-jährigen Geschichte immer wieder verändert und neue Technologien eingeführt.
«Unser Schloss ist kein Museum», sagte er. Auf dem Areal werde weiterhin gearbeitet. Die historische Kulisse soll erhalten bleiben. Gleichzeitig müsse das Unternehmen nach vorne schauen.
Amstutz griff dafür zu einem Bild aus der Logistik: Bei einem Lastwagen sei die Frontscheibe aus gutem Grund viel grösser als der Rückspiegel.
«Wir wissen, woher wir kommen, aber unsere Aufmerksamkeit gilt der Strasse vor uns. »Projektleiter Tim Fischbacher erinnerte daran, wie lange der Weg bis zu diesem Tag war. Begonnen habe alles im August 2022 mit der Mission, die Logistik nachhaltig zu modernisieren. Es folgten drei Jahre Planung, Bewilligungsverfahren und Abstimmungen mit Stadt, Denkmalpflege, Heimatschutz und weiteren Stellen.
Ein zentraler Teil des Projekts ist die Automatisierung. Dafür arbeitet Feldschlösschen mit Swisslog zusammen. Die Gestaltung soll dafür sorgen, dass sich der grosse Neubau trotz seiner Dimensionen in das historische Ensemble einfügt. Auch für Anders Siboni, Leiter Customer Supply Chain, ist der Spatenstich ein Meilenstein.
Er sprach von einer «modernen, stärkeren, automatisierten und effizienten Logistik». Bis zur Inbetriebnahme liege allerdings noch eine intensive Phase vor dem Unternehmen. Denn während gebaut wird, muss der Betrieb weiterlaufen. Das verlange gute Planung, Flexibilität und enge Zusammenarbeit.
Dass das Hochregallager überhaupt gebaut werden kann, war politisch kein Selbstläufer. Stadtpräsidentin Claudia Rohrer erinnerte daran, dass die bisherige Zonenordnung ein 30 Meter hohes Gebäude an dieser Stelle nicht vorsah. Deshalb war eine Teilzonenplanänderung nötig. Nicht Länge oder Breite seien das grosse Thema gewesen, sagte Rohrer.
«Die Höhe, die 30 Meter, das war das Problem. » Entscheidend sei gewesen, wie sich der Neubau auf die Silhouette der Stadt auswirkt. Die Erweiterung sei betriebsnotwendig, dürfe aber die architektonisch wertvolle Substanz der Brauerei nicht beeinträchtigen. Die Einwohnergemeindeversammlung stimmte der Änderung im Juni 2025 mit grossem Mehr zu.
Fragen habe es weniger zur Gestaltung als vielmehr zum Verkehr gegeben. Für Rohrer ist das Projekt deshalb auch ein Bekenntnis zum Standort: «Ein Rheinfelden ohne Feldschlösschen können und wollen wir uns nicht vorstellen. »In Rheinfelden steht eine Gemeindeversammlung mit gewichtigen Traktanden an. Soll der Zonenplan angepasst werden, damit Feldschlösschen ein 30 Meter hohes Hochregallager bauen kann?
Und sollen über sieben Millionen Franken für die Sanierung des Fricktaler Museums eingesetzt werden? Feldschlösschens Jahrhundertbau: Getränkeriese enthüllt Fassadenkonzept und Zeitplan für Mega-Hochregallager Der schweizweit grösste Getränkehändler will am Hauptstandort in Rheinfelden ein riesiges Hochregallager bauen. Nun startet die öffentliche Auflage des Baugesuchs: So will das Unternehmen den Spagat zwischen Denkmalpflege, Megabau und laufendem Betrieb meistern.
Ein Hochregallager so gross wie ein Fussballfeld: Dieses Bauprojekt von Feldschlösschen rückt näher In Rheinfelden entsteht ein neues Wahrzeichen: Feldschlösschen plant ein 30 Meter hohes Hochregallager direkt am Brauereistandort. Nach Zustimmung der Gemeinde hat nun auch der Regierungsrat die Pläne genehmigt – damit dürfte das Projekt kurz vor dem Baustart stehen. Copyright © Aargauer Zeitung. Alle Rechte vorbehalten.
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