Sonntagspresse: Amoklauf, Sexualdelikte und KI

Sexualdelikte Nachrichten

Sonntagspresse: Amoklauf, Sexualdelikte und KI
Vergewaltigung, Kriminalität, Die Dargebotene Hand

Linke Gruppierungen arbeiten Sexualdelikte nicht richtig auf, die «Dargebotenen Hand» arbeitet jetzt mit KI und das sagen die Menschen in einer Umfrage nach dem Amoklauf in Aarau.

Linke Gruppierungen arbeiten Sexualdelikte nicht richtig auf, die «Dargebotenen Hand» arbeitet jetzt mit KI und das sagen die Menschen in einer Umfrage nach dem Amoklauf in Aarau.

Die Polizei ist unerwünscht: Teile der linksalternativen Szene in der Schweiz behandeln Vorwürfe sexualisierter Gewalt in eigenen Aufarbeitungsprozessen ausserhalb klassischer Strafverfahren. Dabei sollen Beschuldigte innerhalb des Kollektivs zur Verantwortung gezogen und das Umfeld mit einbezogen werden. Eine Recherche derzeigt nun, dass dieses Modell der transformativen Gerechtigkeit in verschiedenen Schweizer Kollektiven praktiziert wird und schon mehrfach dramatisch gescheitert ist. Die Zeitung berichtet von einem Fall in Bern.

Dort durfte ein Bewohner eines Wagenplatzes nach einem sexuellen Übergriff im Kollektiv bleiben, und es wurde ein interner Prozess gestartet; dann soll der Mann parallel dazu eine Vergewaltigung begangen haben. Einen weiteren solchen transformativen Prozess in der Innerschweiz wegen einer versuchten Vergewaltigung erklärten Beteiligte ebenfalls für gescheitert. Und in Zürich entbrannte ein Streit in der linksalternativen Szene, nachdem eine Person nach Vorwürfen sexueller Gewalt trotzdem an einem feministischen Streik hatte arbeiten dürfen.

» haben ihre Gegner um Mass-Voll-Chef Nicolas Rimoldi ihre Berufung gegen das Urteil wegen der Schüsse auf ein Marienbild überraschend zurückgezogen. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Ameti muss wegen Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit 500 Franken Busse zahlen.

«Ich bin enttäuscht, dass sich die Kläger nicht für die christlichen Werte einsetzen, wie sie es vorgegeben haben», sagt Ameti mit ironischem Unterton zu SonntagsBlick. Sie habe das Geld deshalb verdoppelt und zusätzlich 500 Euro an Papst Leo XIV. gespendet. Nach der tödlichen Schiesserei von Aarau ist eine Debatte darüber entbrannt, ob der Zugang zu Schusswaffen stärker eingeschränkt werden soll. Eine neue Tamedia-Umfrage, deren Resultate diepubliziert, zeigt: 70 Prozent der Bevölkerung wollen das Waffenrecht verschärfen.

Noch deutlicher fällt das Resultat bei einer konkreten Massnahme aus. 80 Prozent verlangen ein psychologisches Attest für den Kauf und Besitz von Feuerwaffen. Die Forderung findet selbst unter SVP-Sympathisanten eine klare Mehrheit. Fachleute halten eine Überprüfung der persönlichen Eignung grundsätzlich für sinnvoll. Sie warnen aber vor übertriebenen Erwartungen: Psychische Erkrankungen allein erlauben keine zuverlässige Vorhersage schwerer Gewalttaten – und auch strengere Regeln könnten solche Taten nicht vollständig verhindern.

Die Chat-Beratung der Dargebotenen Hand wird von Anfragen überflutet.

«Wir können nur etwa ein Drittel davon beantworten», sagt Eva Haussmann, Fachleiterin Online der Dargebotenen Hand in Zürich, in der. Nun setzt sie neu auf einen Bot, mit dem die Ratsuchenden chatten können, wenn keine Berater frei sind. Sie greift dafür auf eine in Finnland entwickelte Technologie zurück, die bereits von der finnischen Beratungsplattform für Jugendliche Sekasin eingesetzt wird. Die Schweiz ist erst das zweite europäische Land, das damit Erfahrungen sammelt.

Die Dargebotene Hand liess den Bot so anpassen, dass er auch Erwachsene anspricht und auf maximale Distanz setzt, damit keine gefährliche Abhängigkeit von einem Bot entsteht. Marisa Tschopp forscht an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und bei der Cybersicherheitsfirma Scip AG zur Interaktion von Mensch und künstlicher Intelligenz. Die Psychologin kann gut verstehen, dass die Dargebotene Hand KI zu Hilfe nimmt: «Wir haben schlicht zu viele Menschen mit Problemen und zu wenig Menschen, die ihnen helfen», sagt sie.

In vielen Fällen könne ein Bot wie ein «digitaler Schnuller» wirken, der Betroffene vorerst beruhige, sagt sie in der «NZZ am Sonntag». Sieben Opfer fordert der Amoklauf von Aarau, eine Person ist tot. Die Frage, die angesichts des Tatablaufs in Diskussionen mitschwingt: Ist es reines Glück, dass es nicht mehr Opfer gegeben hat? Künstlich erzeugte Songs laufen längst erfolgreich auf Streaming-Plattformen.

Die meisten Hörer würden den Unterschied zu menschengemachter Musik gar nicht bemerken. Musikschaffende protestieren, weil Regeln zu Kennzeichnung und Vergütung von KI-Musik fehlen. Schwere Gewalttaten und Sexualdelikte nehmen auch in Basel stark zu. Doch der Staatsanwaltschaft fehlt das Personal, um die Fälle rasch zu bearbeiten.

Der Grosse Rat wird zum Handeln bewegt. Copyright © bz Basel. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von bz Basel ist nicht gestattet.

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

bzBasel /  🏆 41. in CH

Vergewaltigung Kriminalität Die Dargebotene Hand Aarau Sanija Ameti

 

Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen

Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Spaniens Regierung schlittert wegen Wohnungsnot in die KriseSpaniens Regierung schlittert wegen Wohnungsnot in die KriseSpaniens linke Minderheitsregierung ist wegen der Wohnungsnot im Land in eine schwere Krise geschlittert.
Weiterlesen »

Nach Amoklauf: Oktoberfest im Aarauer Schachen fällt ausNach Amoklauf: Oktoberfest im Aarauer Schachen fällt ausDas Fest war für dieses Wochenende geplant, kommt nun aber nicht zustande. Die Veranstalter informieren Ticketkäufer über die Absage und eine Rückerstattung.
Weiterlesen »

Umfrage: Mehrheit der Schweizer Bevölkerung will strengeres WaffenrechtUmfrage: Mehrheit der Schweizer Bevölkerung will strengeres WaffenrechtEine Nachabstimmungsumfrage zeigt, dass 70 Prozent der Bevölkerung strengere Regeln für den Zugang und Kauf von Feuerwaffen befürworten. 80 Prozent unterstützen zudem ein obligatorisches psychologisches Attest. Die Zustimmung ist in allen Geschlechts- und Altersgruppen hoch, während SP- und Grünen-Wählende besonders deutlich eine Verschärfung fordern. Die Debatte wurde durch den Amoklauf in Aarau neu entfacht, bei dem eine 22-jährige Italienerin starb.
Weiterlesen »

Zuger Regierungswahl 2025: Alle Bisherigen treten an, Parteien kämpfen um Mehrheit im KantonsratZuger Regierungswahl 2025: Alle Bisherigen treten an, Parteien kämpfen um Mehrheit im KantonsratDie Zuger Stimmberechtigten wählen heute die Regierung und den Kantonsrat. Alle sieben amtierenden Regierungsmitglieder bewerben sich um eine weitere Amtsperiode. Im Parlament liefern sich Mitte, FDP und SVP ein enges Rennen um die meisten Sitze, während die linke Alternative Liste Grün versucht, ihren verlorenen Regierungssitz zurückzugewinnen.
Weiterlesen »