Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird den Leitzins am Donnerstag anlässlich der geldpolitischen Lagebeurteilung wohl beim aktuellen Stand von 1,75 Prozent belassen. Die grosse Mehrheit der Experten ist sich einig, dass die hiesigen Notenbanker angesichts der aktuellen Lage keinen Handlungsbedarf sehen.
Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank die Geld- und Währungspolitik des Landes. Das Gebäude in Bern liegt direkt am Bundesplatz.Die meisten von der Nachrichtenagentur AWP befragten Analystinnen und Analysten gehen davon aus, dass die SNB dem sogenannten «Juni-Club» beitritt – also dass sie im Gleichschritt mit dem US-Fed oder der EZB erst im Juni eine erste Zinssenkung vornehmen wird.
Auf Nummer sicher gehen Dass die SNB trotzdem nicht schon jetzt die Zinsen senkt, begründen Beobachter mit einer gewissen Vorsicht. Ähnlich wie EZB und Fed werde auch die SNB zunächst sicher sein wollen, dass sie den Kampf gegen die Inflation denn auch tatsächlich gewonnen hat, so die gängige Meinung.
Wichtig für die Währungshüter um Thomas Jordan ist auch die jüngste Währungsentwicklung. Nachdem der Schweizer Franken gerade zum Jahresende 2023 noch eine rasante Aufwertung gesehen hatte, ist er in den letzten Wochen gegenüber Euro und US-Dollar klar zurückgekommen. «Damit werden die negativen Effekte auf die Exportindustrie eingegrenzt und die monetären Bedingungen bereits verbessert», erklärt Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile.
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