Die ersten beiden Spiele in der Gruppe B1 der Nations League gewannen die Schweizer jeweils 3:0. Nun warten die ebenfalls noch ungeschlagenen Slowenen. Die Partie jetzt live.
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Nun kann ich endlich ein paar Scheiben des Käses mit den Löchern gönnen. Freue mich schon! Und ah, hier die Pausenanalyse: Die Schweiz führt 2:1. Zwar dreht sich erst Vipotnik einmal um die eigene Achse und schiesst Slowenien in Führung, dann lässt Oblak einen haltbaren Ball unter seinen Handschuhen durchflutschen.
Danach übernehmen die Schweizer zwar immer mehr das Kommando, lassen den Ball durch Luzern zirkulieren und suchen geduldig nach Lücken. Nur: Die Slowenen haben hier eine kleine Stadtmauer errichtet und werfen sich mit erstaunlicher Hingabe in alles, was sich bewegt. Manzambi wird umgemäht, Aebischer wird umgemäht, Ndoye fliegt über die Bande. Zwischendurch wird sogar noch Fussball gespielt.
Und genau dann fällt das 2:1: Ndoye kommt mit etwas Glück an den Ball, dreht sich und trifft. Viel Ballbesitz, einige blaue Flecken und zwei Tore. Die Schweiz führt. Überzeugend ist das noch nicht, unterhaltsam auf seine ganz eigene Art aber schon.
Nun springen vereinzelt ein paar Schweizer Fans in Luzern umher, singen für ein paar Sekunden «Wär nöd gumpet isch kein Schwizer …» und plumpsen dann wieder auf den Sessel. Nun ja, das ist gerade das Verrückteste, was in Luzern passiert. Status auf dem Feld: Schweizer mit Ballbesitz, Slowenen tiefstehend und mit viel Einsatz. Fazit der vergangenen Minuten: Ich habe mir überlegt, was ich mir als Pausenbrot schmiere.
Nachdem Aebischer vor ein paar Minuten ganz übel von den Beinen gegrätscht wurde, mimt er die Mähdrescher-Taktik nun selbst und sieht seinen Gegner durch die Lüfte fliegen. Der anschliessende Freistoss der Slowenen fliegt über das Schweizer Tor, die Gelbe Karte für Aebischer steht nun aber auf dem Matchblatt. Erst wird Ndoye über die Bande gestossen, nun trifft er zum 2:1 für die Schweizer.
Nach langer Ballbesitzphase für die Schweizer kommt Ndoye im gegnerischen Strafraum mit etwas Glück an den Ball und schiesst diesen aus der Drehung ins Tor. Die Revanche für den unrühmlichen Flug über die Bande ist dem Romand gelungen. Gratulationen gehen raus! 2:1 für die Schweizer. Ich dachte, heute über ein Fussballspiel zu berichten.
Wusste nicht, dass das hier eine Mischung aus Schwingen, MMA und Kick and Rush ist. Nun ja, Ndoye wird gerade von seinem slowenischen Kontrahenten über die Bande geschubst. Über fussballerische Dinge gibt es gerade nicht viel zu berichten. Aber hallo!?!
Lasst uns bitte den grössten Schweizer Künstler der Gegenwart verletzungsfrei dieses Spiel beenden! Drkusic grätscht Manzambi fürchterlich ruppig um, Gelb für den Slowenen. Aiaiai, Aebischer wird rund 25 Meter vor dem gegnerischen Strafraum umgemäht als wäre heute Landwirtschaftsmesse. Nix da, dem Slowenen Zac wird die Gelbe Karte gezeigt, der anschliessende Freistoss bleibt ohne Gefahr.
Die Schweizer kommen hier immer besser in die Partie, sie lassen den Ball von links nach rechts ins Zentrum, nach links und so weiter zirkulieren. Doch die Slowenen zeigen hier, dass Luzern heute eine neue Stadtmauer bekommt. Aua, da lässt der Slowene Vipotnik im Zweikampf mit Elvedi die Fusssohle aber gar lange in der Vertikale. Das kriegt der Schweizer Verteidiger zu spüren und der Schiedsrichter zeigt die erste Gelbe Karte.
Bei Dan Ndoye brummt gerade der Schädel, er ist mit dem Slowenen Drkusic zusammengerasselt. Sie streichen sich beide noch etwas bedöselt die Grashalme von der Stirn, laufen ins Seitenaus zur Behandlung, können aber weiterspielen. Ja, auch ich musste grinsen, als ich den Namen «Sturm» in der Aufstellung der slowenischen Offensive sah. Unfassbar akkurat.
Nun ja, dieser Sturm rennt hier auf das Schweizer Tor – mit der Hoffnung, dass ihm sein Mitspieler den Ball ins Zentrum passt. Das macht er zwar, doch der junge Schweizer Athekame klärt famos. Und wie schon ganz zu Beginn dieses Tickers angekündigt: Manzambi sorgt heute für die speziellen Momente. Dies zeigt der Tänzer mit Fussballschuhen auch heute Abend.
Er kickt, als wäre er auf einem Bolzplatz in Genf. Absolut erfrischend, noch aber ohne den gewissen Zug aufs Tor. Kommt noch, glauben Sie mir! Nach sehr rudimentär wirkenden Schweizer Angriffsversuchen kommt das Heimteam hier zu einem Eckball.
Diesen fälscht der Slowene Janza unglücklich ab. Doch eigentlich wäre dieser Ball absolut haltbar, doch Jan Oblak im slowenischen Tor hat wohl gerade ein Blackout? Der Ball rollt ihm auf kuriose Weise unter den Handschuhen durch. Da war er wohl mit den Gedanken schon beim Abkick.
Glück für die Schweiz! Aebischer kommt per Kopf zum ersten Abschluss für die Schweizer. Typ ungefährlich. Kurz darauf kommen auch die Slowenen wieder zum Abschluss, Kobel hält aber sicher.
Ein Glück. Und nein: Der Rasen ist nicht schuld am Schweizer Fehlstart. Oke, das ist nicht ganz der Start, den sich die Schweizer gewünscht haben. Der Slowene Vipotnik kriegt am Schweizer Strafraumrand den Ball, übt sich in der Körperdrehung und schiesst einfach mal aufs Tor. 1:0 für die Slowenen.
Die Kinder in Luzern lutschen an ihren Lollis, SRF-Kommentator Sascha Rufer hält schon seine Laudatio über dieses «wunderschöne» Stadion. Alles ist bereit im heimeligen Luzerner Stadion für diese dritte Nations-League-Partie der Schweizer. Was noch fehlt: die Spieler. Die tapseln nun langsam, dafür gemeinsam, auf den Rasen.
Das Innerschweizer Grün stand ja zuletzt so stark in der Kritik, es sieht heute aber ganz genehm aus. Alles gut, so meine Meinung. Nun die Hymnen, dann gehts los. Foto: Roger Albrecht Nach dem 3:0-Erfolg gegen Schottland vertraut Murat Yakin auf dieselbe Startformation.
Manuel Akanji ist Captain, Johan Manzambi soll für die grossen Momente sorgen, Zeki Amdouni für die Tore. So also die neue Realität des Nationalteams. In dieser Aufstellung schickt Trainer Bostjan Cesar sein Team auf den Platz. Kann Captain Jan Oblak, der bei Atlético Madrid die Bälle hält, der siegreichen Schweiz die Stirn bieten?
In einer Woche rollt der Ball auch schon wieder in der Super League. Nun haben wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Wiederbeginn nach dreiwöchiger Pause. Die Captains aller zwölf Super-League-Clubs haben nämlich unser Freundschaftsbuch ausgefüllt. Was essen Xherdan Shaqiri, Loris Benito oder Lindrit Kamberi am liebsten?
Welches Spiel würden sie gerne vergessen und wer schafft den VAR am liebsten gleich ab? Was die Captains da alles so hereingeschrieben haben, lesen Sie
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