Die Katze Cherry fühlt sich im Wald zu Hause und irritiert damit immer wieder Spaziergängerinnen und Spaziergänger. Ihre Besitzerin erklärt, wie es dazu kam.
Hauskatze Cherry fühlt sich im Wald zu Hause. Das sorgt bei manchen Spaziergängerinnen und Spaziergängern für Verwunderung. Ihre Besitzerin verrät die Hintergründe von Cherrys Wohnort.
Auf dem «Rolfs-Bänkli» beim Seeli zwischen Anwil und Littenheid fühlt sich Cherry wohl. Die 14-jährige Hauskatze lebt seit einigen Jahren im Wald. Bei Spaziergängerinnen und Spaziergängern sorgt sie deshalb immer wieder für Verwunderung. So auch kürzlich in einer lokalen Facebookgruppe.
Die Verfasserin eines Beitrags fragte: «Geht es der Katze gut? » und «Wohin gehört sie? » Die erste Frage lässt sich mit Ja beantworten. Aus den Kommentaren geht hervor, dass viele Cherry kennen.
So würden manche Spaziergängerinnen und Spaziergänger ihr ab und zu Leckereien mitbringen. Zudem zeigte ein kürzlich durchgeführter Tierarztbesuch: Cherry ist gesund. Zur zweiten Frage: Eigentlich hätte Cherry ein Zuhause, doch sie lebt lieber draussen. Dazu kam es nach einem Umzug von Braunau nach Sirnach vor rund zehn Jahren.
Cherrys Besitzerin erzählt auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Katze immer sehr zutraulich und auf die Familie fixiert gewesen sei. Rund ein Jahr nach dem Umzug sei sie jedoch von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Familie suchte lange nach Cherry, erhielt jedoch trotz Chip keine Hinweise.
«Wir mussten uns damit abfinden, dass Cherry wohl nicht mehr lebt. » Vor rund fünf Jahren erhielt die Besitzerin einen Anruf: Cherry sei in der Nähe eines Bauernhofs in Littenheid aufgetaucht.
«Das hat uns sehr gefreut. Vor allem die Kinder waren glücklich. » Doch dann folgte die Ernüchterung: Cherry wollte nicht mehr zu Hause wohnen.
«Wir haben sie zweimal mitgenommen, doch sobald wir sie nach draussen gelassen haben, ist sie zurück nach Littenheid gelaufen. » Die Familie überlegte gemeinsam mit dem Tierschutz, was am besten zu tun sei. Schliesslich fiel der Entscheid, Cherry dort zu lassen. Die Familie hat Cherry ihr Katzenbettchen gebracht und die Landwirtin des angrenzenden Hofes habe ein Auge auf sie.
Auf dem Hof findet die Katze in Winternächten auch Unterschlupf. Zudem wird sie von vielen Spaziergängerinnen und Spaziergängern mit Leckereien und Streicheleinheiten verwöhnt. Cherrys Besitzerin sagt: «Sie gehört jetzt dorthin». Im Hinterthurgau gebe es gemäss Stefan Eglauf, Amtsleiter Jagd und Fischereiverwaltung Thurgau, wohl weitere einzelne Katzen, die sich wie Cherry regelmässig in Waldgebieten aufhalten.
Das sei insbesondere dann der Fall, wenn die Tiere in der Nähe von Siedlungen leben oder dort gefüttert werden. Dass Katzen aber über längere Zeiten praktisch im Wald leben, dürfte eher ein Einzelfall sein.
Zudem sei aus Sicht der Jagd- und Fischereiverwaltung der Wald grundsätzlich auch kein idealer Lebensraum für Hauskatzen. Eglauf schreibt dazu: «Katzen sind domestizierte Haustiere und auf Betreuung angewiesen.
Zudem können frei umherstreifende Katzen Wildtiere stören oder erbeuten. » Sollten Spaziergängerinnen und Spaziergänger in Wäldern auf Katzen treffen, empfiehlt die Jagd- und Fischereiverwaltung, das Tier zunächst nicht aktiv einzufangen oder mitzunehmen. Dies, solange die Katze gesund wirkt und nicht offensichtlich in Not ist. Die Tiere sollten zudem nicht zusätzlich gefüttert und nicht bedrängt werden.
Eine breit abgestützte Motion von Grünen-Kantonsrätin und Tierärztin Isabelle Vonlanthen-Specker will mit einer kantonalen Chippflicht bei Hauskatzen für klare Besitzverhältnisse sorgen und gleichzeitig den Naturschutz sowie das Tierwohl stärken. Schuldspruch vor dem Bezirksgericht Arbon: Die Hundebesitzerin wollte alles richtig machen – doch jetzt ist Katze Elsi tot «Es ist einfach sehr blöd gelaufen»: Das sagt sogar der Richter am Bezirksgericht Arbon. Trotzdem spricht er die Hundehalterin der fahrlässigen Tierquälerei und der Widerhandlung gegen das Hundegesetz schuldig.
Das Urteil trifft die Frau hart, denn sie hat bei der Erziehung ihrer Hunde immer mehr gemacht, als vorgeschrieben war. Frage des Tages: Braucht es bei Spitalplanung bessere Zusammenarbeit in der Ostschweiz? +++ Schlatt: 23-Jähriger bei Sturz aus Fenster schwer verletztCopyright © St. Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten.
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