Wolodymyr Selenskyj spricht vor der UNO-Generalversammlung in New York über russische Verluste, Nordkoreas Truppen und Putins Kriegsziele in der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hielt am 24. September eine Rede vor der UNO-Generalversammlung in New York. Darin ging er auf den Krieg Russland s gegen die Ukraine ein und zitierte einen Beitrag von US-Präsident Donald Trump auf Truth Social. Trump schrieb, dass Russland aufgrund seines Krieges gegen die Ukraine die Kontrolle über seine Dieselindustrie verloren hat. Selenskyj bezeichnete dies als demütigende Niederlage für ein Land mit ständigem Sitz im UNO-Sicherheitsrat.
Russische Verluste und Gebietsgewinne
Selenskyj erklärte, dass die russische Armee allein von Januar bis August dieses Jahres 248.964 Menschen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine verloren hat – getötet oder schwer verwundet. Das seien mehr Soldaten, als 21 Länder der Welt Einwohner haben. Für jeden Verlust gebe es Videobelege. Russland habe in diesem Jahr etwas mehr als tausend Quadratkilometer ukrainischen Territoriums eingenommen, von denen ein bedeutender Teil bereits wieder befreit worden sei. Russland verfüge über 17 Millionen Quadratkilometer eigenes Territorium, so Selenskyj. Für weitere tausend Quadratkilometer bezahle Putin mit 248 Menschen pro Quadratkilometer.
Nordkoreanische Truppen und wachsende Bedrohung
Der Präsident berichtete, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Truppen nach Russland geschickt habe, um die russische Armee zu unterstützen. Auch diese Soldaten hätten schwere Verluste erlitten. Selenskyj erwähnte, dass die Ukraine zwei nordkoreanische Kriegsgefangene nach Südkorea geschickt habe. Einer habe versucht, sich das Leben zu nehmen, als ihm klar wurde, dass er in Gefangenschaft geraten würde. Nordkoreas Nachbarn hätten bereits verbesserte ballistische Raketen und grössere Drohnenfähigkeiten bemerkt. Selenskyj warnte, dass ein nicht rechtzeitig gestoppter Krieg sich weiter ausbreite und das Böse mit sich bringe.
Putins Ziele und internationale Appelle
Selenskyj sagte, Putin habe Vertretern des amerikanischen Präsidenten kürzlich erneut versprochen, die Region Donezk einzunehmen. Er brauche nur noch ein paar Monate – ein Versprechen, das er in fünf Jahren zum 17. oder 18. Mal abgebe. Putin werde auch diesmal scheitern, aber danach deutlich machen, dass ihm Donezk nicht genüge. Er wolle weitere Städte wie Odessa und Charkiw sowie Dnipro. Im Kreml hänge sogar ein Bild mit den Worten: Auf nach Kiew. Russland erhebe Ansprüche auf Moldau und bedrohe ständig Polen und die baltischen Staaten. Selenskyj beendete seine Rede mit einem Appell an die internationale Gemeinschaft, den Krieg nicht länger zuzulassen.
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