Sedel in Herisau geschlossen: Konkurs und Gerichtsverfahren

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Sedel in Herisau geschlossen: Konkurs und Gerichtsverfahren
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Das Ausflugsziel Sedel in Herisau ist dauerhaft geschlossen. Die Pächterfirma Sedel Gastronomie AG ist in Liquidation, zudem läuft ein Gerichtsverfahren.

Das Ausflugsziel Sedel in Herisau ist dauerhaft geschlossen. Die Pächterfirma Sedel Gastronomie AG befindet sich in Liquidation, und zwischen dem Pächter Elvis Bischof und der Vermieterin läuft ein Gerichtsverfahren. Der kleine Freizeitpark mit Kinderparadies und Restaurant ist konkurs, wie auf Google und der Sedel-Homepage bestätigt wird.

Konkurs und Gerichtsverfahren

Die Sedel Gastronomie AG ist gemäss Handelsregister in Liquidation. Auf der Sedel-Homepage heisst es, das Lokal sei dauerhaft geschlossen wegen Unstimmigkeiten mit der Vermieterin. Auch Google zeigt den Betrieb als dauerhaft geschlossen an. Elvis Bischof, der den Sedel 2023 mit zwei Geschäftspartnern übernommen hatte, sieht die Schuld bei der Vermieterin. Gegenüber dem Fernsehsender TVO sagte er, es habe nicht geklappt, mit ihr zu reden, trotz mehrerer Versuche. Man sei auf keinen Nenner gekommen, auch nicht mit dem Verwalter, der bei den Gesprächen zum Teil dabei war. Irgendwann sei es ausgeartet, er habe die Reissleine ziehen müssen. Die Vermieterin wollte sich gegenüber TVO nicht zum Sedel äussern.

Geschichte des Ausflugsziels Sedel

Das Ausflugsziel Sedel in Herisau war einst Teil des historischen Kurorts Heinrichsbad und hiess ursprünglich Hühnerberg. Nach einem Brand 1885 wurde es wieder aufgebaut. Seit 1924 wurde der Sedel über drei Generationen von derselben Familie geführt und ist auch heute noch in deren Besitz. 2019 übernahm ein ehemaliger Mitarbeiter das Restaurant mit Kinderparadies. Im Frühling 2023 gab er den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen auf, wie diese Zeitung damals berichtete. Es folgte die Übernahme durch Elvis Bischof und sein Team.

Betrieb und Attraktionen

Elvis Bischof und seine Geschäftspartner wollten den Sedel mit neuen Attraktionen, einem Biergarten, generationenübergreifenden Angeboten wie Silent Partys, Clownshows oder Winterzauber und einem neuen Gastronomiekonzept wieder zum beliebten Ausflugsziel machen. Die Betreiber versprachen einen laufenden Ausbau des Angebots und zeigten sich überzeugt, den Sedel zu neuem Glanz zu führen. Noch im Sommer hatte Bischof Hoffnung, dass es für den Freizeitpark eine Zukunft gibt, trotz Unstimmigkeiten zwischen ihm und der Vermieterin. Damals waren Spielplatz und Restaurant nur noch am Wochenende geöffnet, einige der Selbstbedienungs-Bahnen hingegen ausser Betrieb.

Reaktionen und offene Zukunft

Für Elvis Bischof ist die Vermieterin an der Situation schuld. Es habe nicht geklappt, mit ihr zu reden, trotz mehrerer Versuche, sie seien auf keinen Nenner gekommen, auch nicht mit dem Verwalter, der bei den Gesprächen zum Teil dabei war, sagt Bischof. Es habe nichts gebracht. Irgendwann sei es ausgeartet, sagt Bischof, er habe die Reissleine ziehen müssen. Auch wegen der internen Streitigkeiten habe das Geschäft nicht mehr rentiert. Die Besucherzahlen gingen zurück, die Betreiber konnten die Rechnungen nicht mehr zahlen, meldet TVO. Es ist aber nicht nur ein Konkursverfahren gegen den Sedel entstanden, sondern auch ein Gerichtsfall zwischen Elvis Bischof und der Vermieterin. Gegenüber TVO wollte sie sich aber nicht zum Sedel äussern.

Solange Konkurs und Gerichtsverfahren laufen, gehen die Türen des Kinder-Freizeitparks nicht mehr auf. Ein Verlust für Herisau, wie mehrere Passanten gegenüber TVO bedauern. Die Bahnen, das Kinderparadies, das war eine gute Idee, man sei früher dort oft hingegangen, sagt ein Herisauer, aber seit vier, fünf Jahren sei dort tote Hose. Eine junge Urnäscherin erzählt, dass sie mit ihren Neffen dort war, es sei schade, wenn es den Sedel nicht mehr gäbe. Auch eine Appenzellerin bedauert den Niedergang des Sedel, sie erinnert sich wehmütig an den Zug, der dort für wenig Geld fuhr.

Wie es mit dem Sedel weitergeht, ist offen. Es sei nach einem Nachfolger gesucht worden, doch niemand habe den ganzen Park übernehmen wollen, heisst es im TVO-Beitrag. Die hohen Investitionen, die roten Zahlen und ein neu abgeschlossener Biervertrag hätten eine Lösung verhindert. Zudem sei das Gerede wegen der Vermieterin nicht hilfreich gewesen, sagt Bischof. Die Bahnen, sie stehen wohl weiterhin still.

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